REVISION: DIE GESCHICHTE DER FRANZÖSISCHEN KUNST. TEIL VI: AUF DEM WEG ZUM AUTONOMEN BILD: SEURAT – VAN GOGH – CEZANNE

Für den Impressionismus war das Kunstwerk noch ein – flüchtiges, subjektives – Abbild der Wirklichkeit; die nachfolgende Generation verstand es dagegen als eigenständige Schöpfung. Exemplarisch wollen wir die Entstehung des modernen Bildbegriffs am Werk dreier Künstler nachvollziehen, die schon Werner Hofmann in den Grundlagen der modernen Kunst (1966) zu den »patres des 20. Jahrhunderts« gerechnet hat: Georges Seurat, der den Impressionismus auf eine wissenschaftliche Grundlage zu stellen versuchte; Vincent van Gogh, der die Farbe in bis dahin ungekannter Radikalität zum Ausdrucksträger erhob, und Paul Cezanne, der wie kein zweiter daran gearbeitet hat, das Gesehene in eine autonome Bildwirklichkeit »parallel zur Natur« zu übersetzen.

Dr. Alice Gudera, Florian Britsch M.A.

Jede Veranstaltung innerhalb der Reihe ist thematisch in sich abgeschlossen.

Anmeldung erforderlich

Kostenbeitrag:
32 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

 

 

»PAULA MODERSOHN-BECKER UND EDVARD MUNCH. DIE GROSSEN FRAGEN DES LEBENS«

Neben der Schau in der Hamburger Kunsthalle ist Edvard Munch in diesem Frühjahr in einer weiteren großen Doppelausstellung präsent: Das Dresdner Albertinum stellt sein Werk demjenigen von Paula Modersohn-Becker (1876–1907) gegenüber – Anlass ist der 150. Geburtstag der in Dresden geborenen Pionierin der frühen Moderne. Begegnet sind sie sich zu Lebzeiten wohl nicht; kunsthistorisch ist der Dialog aber höchst aufschlussreich, fanden beide doch vergleichbare Antworten auf die Herausforderungen ihrer Zeit. Angesichts eines enormen technischen Fortschritts und gewaltiger gesellschaftlicher Umbrüche richteten Modersohn-Becker wie Munch ihren Blick auf das vermeintlich Wesentliche: den Menschen in seiner kreatürlichen Existenz. Geburt und Tod, Jugend, Alter und Krankheit sind die Themen, in denen sich das Werk beider berührt – nicht zufällig eint sie die Begeisterung für die um 1900 omnipräsente Lebensreformbewegung. Gemeinsam ist ihnen aber auch, dass sie diese Themen in einer radikal vereinfachten Formensprache zum Ausdruck brachten, in der sich ihre Auseinandersetzung mit der französischen Moderne, der Kunst eines Cezanne, Gauguin und van Gogh spiegelt.

Anmeldung erforderlich

Kostenbeitrag:
29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

VON GERHARD RICHTER BIS ÓLAFUR ELÍASSON: ZEITGENÖSSISCHE KIRCHENFENSTE

Die Liste namhafter Künstler, die in jüngster Zeit im deutschsprachigen Raum Kirchenfenster gestaltet haben, wird immer länger. Während die Verbindung von sakralem Ort und zeitgenössischer Kunst in Frankreich bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg sensationelle Werke hervorgebracht hat – etwa durch Le Corbusier oder Henri Matisse –, machten hierzulande die Fenster Gerhard Richters für den Kölner Dom (2007) den Anfang einer Welle von avantgardistischen Beiträgen im kirchlichen Kontext, der für die meisten Kunstschaffenden vormals nicht im Fokus stand.

Dazu gehören Maler wie Neo Rauch, Sigmar Polke und Günther Uecker, Bildhauer wie Tony Cragg oder Licht- und Videokünstler wie Christoph Brech und Ólafur Elíasson, dessen Übersetzung der Lichtauffassung Caspar David Friedrichs im Greifswalder Dom seit 2024 für Furore sorgt.

VON GERHARD RICHTER BIS ÓLAFUR ELÍASSON: ZEITGENÖSSISCHE KIRCHENFENSTER (SEMINAR)

Die Liste namhafter Künstler, die in jüngster Zeit im deutschsprachigen Raum Kirchenfenster gestaltet haben, wird immer länger. Während die Verbindung von sakralem Ort und zeitgenössischer Kunst in Frankreich bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg sensationelle Werke hervorgebracht hat – etwa durch Le Corbusier oder Henri Matisse –, machten hierzulande die Fenster Gerhard Richters für den Kölner Dom (2007) den Anfang einer Welle von avantgardistischen Beiträgen im kirchlichen Kontext, der für die meisten Kunstschaffenden vormals nicht im Fokus stand.

Dazu gehören Maler wie Neo Rauch, Sigmar Polke und Günther Uecker, Bildhauer wie Tony Cragg oder Licht- und Videokünstler wie Christoph Brech und Ólafur Elíasson, dessen Übersetzung der Lichtauffassung Caspar David Friedrichs im Greifswalder Dom seit 2024 für Furore sorgt.

REVISION: DIE GESCHICHTE DER FRANZÖSISCHEN KUNST. TEIL V: IMPRESSIONISMUS – SALONMALEREI – FOTOGRAFIE (SEMINAR)

Als die später so genannten Impressionisten im Jahr 1874 erstmals ihre Werke der Öffentlichkeit präsentierten, hingen ihnen benachbart eine Vielzahl unterschiedlicher Gemälde anderer Künstlerinnen und Künstler. Auch im Pariser Salon war das Bild zu dieser Zeit längst nicht mehr einheitlich, wenngleich »Salonmaler« wie Jean-Léon Gérôme und Alexandre Cabanel, die sich in feinmalerischer Manier historischen oder literarischen Stoffen widmeten, noch immer besonders geschätzt wurden. Die unterschiedlichen Richtungen der Malerei standen zudem im Wechselverhältnis mit der Fotografie: Bewegung und Stillstand, Augenblick und Dauer umzusetzen war Anliegen des einen wie des anderen Mediums – ebenso wie die Inszenierung des Lichtes.

Wir wollen in diesem Teil unserer Seminarreihe Impressionismus, Salonmalerei und Fotografie als gleichermaßen charakteristische Phänomene ihrer Zeit kennen lernen sowie die jeweiligen Eigenheiten, Parallelen, Unterschiede und Überschneidungen herausstellen.

Jede Veranstaltung innerhalb der Reihe ist thematisch in sich abgeschlossen.

Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M.A.

REVISION: DIE GESCHICHTE DER FRANZÖSISCHEN KUNST. TEIL V: IMPRESSIONISMUS – SALONMALEREI – FOTOGRAFIE (SEMINAR)

Als die später so genannten Impressionisten im Jahr 1874 erstmals ihre Werke der Öffentlichkeit präsentierten, hingen ihnen benachbart eine Vielzahl unterschiedlicher Gemälde anderer Künstlerinnen und Künstler. Auch im Pariser Salon war das Bild zu dieser Zeit längst nicht mehr einheitlich, wenngleich »Salonmaler« wie Jean-Léon Gérôme und Alexandre Cabanel, die sich in feinmalerischer Manier historischen oder literarischen Stoffen widmeten, noch immer besonders geschätzt wurden. Die unterschiedlichen Richtungen der Malerei standen zudem im Wechselverhältnis mit der Fotografie: Bewegung und Stillstand, Augenblick und Dauer umzusetzen war Anliegen des einen wie des anderen Mediums – ebenso wie die Inszenierung des Lichtes.

Wir wollen in diesem Teil unserer Seminarreihe Impressionismus, Salonmalerei und Fotografie als gleichermaßen charakteristische Phänomene ihrer Zeit kennen lernen sowie die jeweiligen Eigenheiten, Parallelen, Unterschiede und Überschneidungen herausstellen.

Jede Veranstaltung innerhalb der Reihe ist thematisch in sich abgeschlossen.

Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M.A.

Anmeldung erforderlich

 

 

Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat

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Anlässlich der Ausstellung im Frankfurter Städel

Eine Küste wird zum Mythos: Die Felsen von Étretat in der Normandie zogen im 19. Jahrhundert zahlreiche Künstler in ihren Bann. Auch Claude Monet (1840–1926) war von der einzigartigen Steilküste mit ihren drei Felsentoren derart fasziniert, dass er ihr etliche Gemälde widmete. Das Städel Museum präsentiert eine große Ausstellung über die künstlerische Entdeckung des einstigen Fischerdorfes Étretat und den Einfluss des Ortes auf die Malerei der Moderne.

Termin

Sonntag, 12.04.2026
16:00 bis 18:30 Uhr (inkl. Pause)

Kosten

40,00 Euro inkl. 19% USt.

Buchung

Bitte buchen Sie über unten stehendes Formular oder per E-Mail bis zum 12.04.2026.


Zur Buchung

Alle Preise verstehen sich inklusive 19% USt.
Falls Sie einen Gutschein besitzen, geben Sie bitte hier die Gutscheinnummer ein.
Für die Kaufabwicklung, die Bereitstellung der Zugangsdaten für das Online-Seminar und den Anforderungen der steuerrechtlichen Vorgaben ist die Speicherung Ihrer angegebenen Daten erforderlich.

Avantgarde. Max Liebermann und der Impressionismus in Deutschland

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Anlässlich der Ausstellung im Museum Barberini, Potsdam

Nach großen Ausstellungen zum französischen Impressionismus widmet sich das Museum Barberini nun den Vertretern dieser heute überaus populären Kunst in Deutschland. Max Liebermann (1847–1935) nimmt dabei eine entscheidende Pionierstellung innerhalb der avantgardistischen Strömung im deutschen Kaiserreich ein. Ihm und seinen Weggefährtïnnen gelang eine eigenständige Ausrichtung des Impressionismus in ihrer Heimat. Motivisch setzten sie sich mit einer Vielzahl von Themen auseinander – von sonnendurchfluteten Landschaftsdarstellungen und stimmungsvollen Figurenbildern bis zu sorgfältig arrangierten Stillleben. 

Termin

Freitag, 20.03.2026
16:00 – 18:30 Uhr (inklusive Pause)

Buchung

Bitte buchen Sie über das unten stehende Formular oder per E-Mail bis zum 20.03.2026.

Kosten

40,00 Euro (inkl. 19 % Umsatzsteuer)


Zur Buchung

Alle Preise verstehen sich inklusive 19% USt.
Falls Sie einen Gutschein besitzen, geben Sie bitte hier die Gutscheinnummer ein.
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Cezanne – anlässlich der Ausstellung in der Fondation Beyeler, Riehen/Basel

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Mit einem absoluten Ausstellungshighlight fängt das neue Jahr an: Die Fondation Beyeler widmet sich Paul Cezanne (1839–1906), einem der wegweisenden Pioniere der modernen Kunst. Mit einer Vielzahl von Werken konzentriert sich die Ausstellung auf die letzte und bedeutendste Phase im Schaffen des französischen Malers und zeigt Cezanne in Hochform: Zu sehen sind eigenwillige Porträts, paradiesische Badende, Landschaften aus der Provence und sein Lieblingsberg, die Montagne Sainte-Victoire, die der Künstler in immer neuen Ansichten darstellte. In seinem Atelier im Süden Frankreichs brachte Cezanne mit meisterhaftem Gespür Licht, Farbe und Form in ein kraftvolles Spannungsverhältnis. Er gestaltete revolutionäre Bilder, die Generationen von Künstlern und Künstlerinnen bis heute inspirieren.

Termin

Freitag, 13. Februar 2026
16:00 bis 18.30 Uhr (inkl. Pause)

Kosten

40,00 Euro inkl. 19% USt.

Buchung

Bitte per E-Mail oder unten stehendem Formular bis zum 13.02.2026.


Zur Buchung

Alle Preise verstehen sich inklusive 19% USt.
Falls Sie einen Gutschein besitzen, geben Sie bitte hier die Gutscheinnummer ein.
Für die Kaufabwicklung, die Bereitstellung der Zugangsdaten für das Online-Seminar und den Anforderungen der steuerrechtlichen Vorgaben ist die Speicherung Ihrer angegebenen Daten erforderlich.

HIERONOYMUS BOSCH: DER GARTEN DER LÜSTE, UM 1500 (SEMINAR)

Hieronymus Bosch (um 1450–1516) malte den „Garten der Lüste“ um 1500 und schuf damit ein Triptychon, das bis heute zu den bedeutendsten Werken der Kunstgeschichte zählt. Nie zuvor wurde die christliche Vorstellung von der Erschaffung des Menschen über seine Gelüste, Freuden und Irrungen bis zur Vision der Hölle in einer derart fantasievollen Bildsprache geschildert. Dabei verknüpfen die Darstellungen mittelalterliche Traditionen wie auch literarische Ideen mit einer neuartigen Sicht auf die Welt und sind unmittelbar vor der religiösen und politischen Folie von Boschs‘ Heimatstadt s’Hertogenbosch zu sehen.

Anmeldung erforderlich, bitte melden Sie sich über den Online-Shop der Kunsthalle Bremen an.