REVISION: DIE GESCHICHTE DER FRANZÖSISCHEN KUNST. TEIL VIII – Fauvismus und Kubismus

FAUVISMUS UND KUBISMUS – HENRI MATISSE UND PABLO PICASSO

Am Beginn der Kunst des 20. Jahrhunderts stehen die »Befreiung« der Farbe durch den Fauvismus und die Auflösung der gegenständlichen Form durch den Kubismus. Die Fauvisten, unter ihnen Henri Matisse und André Derain, bewunderten die farbige Ausdruckskunst Vincent van Goghs ebenso wie die rationale Komposition eines Georges Seurat, lösten sich aber noch stärker vom Gegenstand. Formale Abstraktion unter radikaler Reduktion der Farbigkeit kennzeichnet hingegen den Kubismus, den Pablo Picasso und Georges Braque von 1907 bis 1911 entwickelten. Die im Bild verwirklichte neue Ordnung durch facettierte und geometrisch vereinfachte Formen fußt unter anderem auf dem Werk Paul Cezannes.

Ein entscheidender Katalysator auf dem Weg zu einer neuen Kunst war jedoch für Picasso wie für Matisse die Auseinandersetzung mit der nicht-westlichen, insbesondere der afrikanischen Skulptur. Exemplarisch zeigt dies Picassos legendäres Gemälde Les Demoiselles d’Avignon – eine bis heute herausfordernde Gratwanderung zwischen dem kolonialistischen Blick des Europäers und der Vision einer menschheitserneuernden »Weltkunst«.

Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M.A.

Kostenbeitrag:
32 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

REVISION: DIE GESCHICHTE DER FRANZÖSISCHEN KUNST. TEIL VIII – FAUVISMUS UND KUBISMUS

FAUVISMUS UND KUBISMUS – HENRI MATISSE UND PABLO PICASSO

Am Beginn der Kunst des 20. Jahrhunderts stehen die »Befreiung« der Farbe durch den Fauvismus und die Auflösung der gegenständlichen Form durch den Kubismus. Die Fauvisten, unter ihnen Henri Matisse und André Derain, bewunderten die farbige Ausdruckskunst Vincent van Goghs ebenso wie die rationale Komposition eines Georges Seurat, lösten sich aber noch stärker vom Gegenstand. Formale Abstraktion unter radikaler Reduktion der Farbigkeit kennzeichnet hingegen den Kubismus, den Pablo Picasso und Georges Braque von 1907 bis 1911 entwickelten. Die im Bild verwirklichte neue Ordnung durch facettierte und geometrisch vereinfachte Formen fußt unter anderem auf dem Werk Paul Cezannes.

Ein entscheidender Katalysator auf dem Weg zu einer neuen Kunst war jedoch für Picasso wie für Matisse die Auseinandersetzung mit der nicht-westlichen, insbesondere der afrikanischen Skulptur. Exemplarisch zeigt dies Picassos legendäres Gemälde Les Demoiselles d’Avignon – eine bis heute herausfordernde Gratwanderung zwischen dem kolonialistischen Blick des Europäers und der Vision einer menschheitserneuernden »Weltkunst«.

Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M.A.

Jede Veranstaltung innerhalb der Reihe ist thematisch in sich abgeschlossen.
Kostenbeitrag:
32 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich
ausgebucht

TAGESFAHRT – BREMEN UND WORPSWEDE: PAULA MODERSOHN-BECKER ZUM 150. GEBURTSTAG

Mit ihrer von der Kunst eines Paul Cézanne, Paul Gauguin und Henri Matisse angeregten, radikal vereinfachten und aufs Wesentliche konzentrierten Formensprache zählt Paula Modersohn-Becker (1876–1907) längst zu den großen Pionierinnen der Moderne. Das Programm unserer Tagesfahrt startet in Worpswede, dessen ländlicher Abgeschiedenheit im Teufelsmoor die Künstlerin ihre Motivwelt verdankt.

Wir besuchen den von Heinrich Vogeler umgebauten Barkenhoff, der um 1900 zum Treffpunkt der dortigen Künstlerkolonie wurde, und anschließend das ehemalige Wohnhaus von Paula Modersohn-Becker und Otto Modersohn mit dem angeschlossenen privaten Museum, dessen Sammlung einen guten Überblick über die Worpsweder Malerei der ersten Generation vermittelt. Nach der Mittagspause geht es weiter nach Bremen, wo wir uns in der Jubiläumsausstellung des Paula Modersohn-Becker Museums intensiv mit den biografischen und künstlerischen Stationen der in Dresden geborenen Malerin beschäftigen.

Kostenbeitrag:
124 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 15 Euro. Für Inhaberinnen und Inhaber des Deutschlandtickets reduziert sich der Betrag um 12 Euro.

Leistungen: Fahrt mit dem Metronom ab/an Hamburg, Reisebus ab Sagehorn bis Bremen, öfftl. Verkehrsmittel, Eintritte, Führungen, Reiseleitung

Anmeldung erforderlich

TAGESFAHRT – BREMEN UND WORPSWEDE: PAULA MODERSOHN-BECKER ZUM 150. GEBURTSTAG

Mit ihrer von der Kunst eines Paul Cézanne, Paul Gauguin und Henri Matisse angeregten, radikal vereinfachten und aufs Wesentliche konzentrierten Formensprache zählt Paula Modersohn-Becker (1876–1907) längst zu den großen Pionierinnen der Moderne. Das Programm unserer Tagesfahrt startet in Worpswede, dessen ländlicher Abgeschiedenheit im Teufelsmoor die Künstlerin ihre Motivwelt verdankt.

Wir besuchen den von Heinrich Vogeler umgebauten Barkenhoff, der um 1900 zum Treffpunkt der dortigen Künstlerkolonie wurde, und anschließend das ehemalige Wohnhaus von Paula Modersohn-Becker und Otto Modersohn mit dem angeschlossenen privaten Museum, dessen Sammlung einen guten Überblick über die Worpsweder Malerei der ersten Generation vermittelt. Nach der Mittagspause geht es weiter nach Bremen, wo wir uns in der Jubiläumsausstellung des Paula Modersohn-Becker Museums intensiv mit den biografischen und künstlerischen Stationen der in Dresden geborenen Malerin beschäftigen.

Leistungen: Fahrt mit dem Metronom ab/an Hamburg, Reisebus ab Sagehorn bis Bremen, öfftl. Verkehrsmittel, Eintritte, Führungen, Reiseleitung

Kostenbeitrag:
124 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 15 Euro. Für Inhaberinnen und Inhaber des Deutschlandtickets reduziert sich der Betrag um 12 Euro.
ausgebucht

REVISION: DIE GESCHICHTE DER FRANZÖSISCHEN KUNST. TEIL VII

SYMBOLISMUS UND EXOTISMUS VON GUSTAVE MOREAU BIS PAUL GAUGUIN

In der Geschichte der Malerei des 19. Jahrhunderts galten Realismus, Naturalismus und Impressionismus lange als Königsetappen auf dem Weg in Moderne. Seit einiger Zeit rückt jedoch auch die parallel entstandene Kunst des Symbolismus verstärkt in den Blick der Forschung. Der Betonung des Sichtbaren und der zeitgenössischen Wirklichkeit hielten Künstler wir Gustave Moreau oder Odilon Redon die Macht der Träume und des Unbewussten, das Mystische, Okkulte und Rätselhafte entgegen. Andere wie Paul Gauguin oder die »Nabis« (die »Propheten«) sahen ihre Kunst als Vorschein eines ersehnten, häufig als »ursprünglich« verstandenen Paradieses. In beiden Fällen fungierte das Bild nicht mehr primär als Abbild der äußeren, sondern als Offenbarung einer inneren Welt.

Dr. Alice Gudera, Florian Britsch M.A.

Anmeldung erforderlich

Kostenbeitrag:
32 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

HENRI ROUSSEAU: IM DSCHUNGEL DER MODERNE – ANLÄSSLICH DER AUSSTELLUNG IM MUSÉE DE L’ORANGERIE IN PARIS

Guillaume Apollinaire nannte den Maler Henri Rousseau (1844–1910) den »Uccello unseres Jahrhunderts«. Das Werk des Künstlers, der wegen seiner Tätigkeit beim Zoll auch als Zöllner und wegen seiner vereinfachenden Bildsprache als Naiver bezeichnet wurde, ist einzigartig und ikonisch. Besonders seine unverwechselbaren Dschungelbilder mit Raubtieren und mythischen Frauen wirken wie traumhafte Chiffren und waren in ihrer klaren, flächenhaften Formsprache für die Pariser Avantgarde um 1900 der Inbegriff dessen, was die Kunst der Moderne durch die bewusste Abkehr von jahrhundertlang tradierten Konventionen anstrebte. Es sind moderne Sensationen einer konstruierten, mythenhaft erscheinenden Welt, die ihre Anregungen der Flora und Fauna im Pariser Jardin des Plantes verdankt und doch einen eigenen künstlerischen Kosmos jenseits der sichtbaren Wirklichkeit entfaltet.

Anmeldung erforderlich

Kostenbeitrag:
29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

HENRI ROUSSEAU: IM DSCHUNGEL DER MODERNE – ANLÄSSLICH DER AUSSTELLUNG IM MUSÉE DE L’ORANGERIE IN PARIS

Guillaume Apollinaire nannte den Maler Henri Rousseau (1844–1910) den »Uccello unseres Jahrhunderts«. Das Werk des Künstlers, der wegen seiner Tätigkeit beim Zoll auch als Zöllner und wegen seiner vereinfachenden Bildsprache als Naiver bezeichnet wurde, ist einzigartig und ikonisch. Besonders seine unverwechselbaren Dschungelbilder mit Raubtieren und mythischen Frauen wirken wie traumhafte Chiffren und waren in ihrer klaren, flächenhaften Formsprache für die Pariser Avantgarde um 1900 der Inbegriff dessen, was die Kunst der Moderne durch die bewusste Abkehr von jahrhundertlang tradierten Konventionen anstrebte. Es sind moderne Sensationen einer konstruierten, mythenhaft erscheinenden Welt, die ihre Anregungen der Flora und Fauna im Pariser Jardin des Plantes verdankt und doch einen eigenen künstlerischen Kosmos jenseits der sichtbaren Wirklichkeit entfaltet.

Anmeldung erforderlich

Kostenbeitrag:
29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

REVISION: DIE GESCHICHTE DER FRANZÖSISCHEN KUNST. TEIL VII

SYMBOLISMUS UND EXOTISMUS VON GUSTAVE MOREAU BIS PAUL GAUGUIN

In der Geschichte der Malerei des 19. Jahrhunderts galten Realismus, Naturalismus und Impressionismus lange als Königsetappen auf dem Weg in Moderne. Seit einiger Zeit rückt jedoch auch die parallel entstandene Kunst des Symbolismus verstärkt in den Blick der Forschung. Der Betonung des Sichtbaren und der zeitgenössischen Wirklichkeit hielten Künstler wir Gustave Moreau oder Odilon Redon die Macht der Träume und des Unbewussten, das Mystische, Okkulte und Rätselhafte entgegen. Andere wie Paul Gauguin oder die »Nabis« (die »Propheten«) sahen ihre Kunst als Vorschein eines ersehnten, häufig als »ursprünglich« verstandenen Paradieses. In beiden Fällen fungierte das Bild nicht mehr primär als Abbild der äußeren, sondern als Offenbarung einer inneren Welt.

Dr. Alice Gudera, Florian Britsch M.A.

Anmeldung erforderlich

Kostenbeitrag:
32 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

 

»CASSIRER UND DER DURCHBRUCH DES IMPRESSIONISMUS« – ANLÄSSLICH DER AUSSTELLUNG IN DER ALTEN NATIONALGALERIE BERLIN

In dem harten Kampf, den französischen Impressionismus seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert in deutsche Museen und beim Publikum zur Anerkennung zu bringen, nahm der Berliner Galerist Paul Cassirer (1871–1926) eine Schlüsselrolle ein. 1898 gründete er mit seinem Cousin Bruno Cassirer eine der wichtigsten Galerien für moderne Kunst im deutschen Kaiserreich, die er ab 1901 allein führte. Cassirer prägte mit seinen Präsentationen die deutsche Kulturlandschaft nachhaltig und stieß leidenschaftlich geführte Diskussionen in der Öffentlichkeit an. Werke der französischen wie der deutschen Impressionisten, aber auch in großem Umfang von van Gogh und Cezanne, wurden durch ihn bekannt. Spitzenstücke dieser heute überaus populären Kunstrichtungen kamen durch ihn in große deutsche Sammlungen.

Anmeldung erforderlich

Kostenbeitrag:
29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

»CASSIRER UND DER DURCHBRUCH DES IMPRESSIONISMUS« – ANLÄSSLICH DER AUSSTELLUNG IN DER ALTEN NATIONALGALERIE BERLIN

In dem harten Kampf, den französischen Impressionismus seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert in deutsche Museen und beim Publikum zur Anerkennung zu bringen, nahm der Berliner Galerist Paul Cassirer (1871–1926) eine Schlüsselrolle ein. 1898 gründete er mit seinem Cousin Bruno Cassirer eine der wichtigsten Galerien für moderne Kunst im deutschen Kaiserreich, die er ab 1901 allein führte. Cassirer prägte mit seinen Präsentationen die deutsche Kulturlandschaft nachhaltig und stieß leidenschaftlich geführte Diskussionen in der Öffentlichkeit an. Werke der französischen wie der deutschen Impressionisten, aber auch in großem Umfang von van Gogh und Cezanne, wurden durch ihn bekannt. Spitzenstücke dieser heute überaus populären Kunstrichtungen kamen durch ihn in große deutsche Sammlungen.

Anmeldung erforderlich

Kostenbeitrag:
29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)