PRIVATE SPHÄREN UND MALERISCHES EXPERIMENT: DAS HAUSTIER IM IMPRESSIONISMUS

Hunde, Katzen und Papageien kommen auf zahlreichen impressionistischen Gemälden Cassats, Manets, Monets, Morisots oder Renoirs vor. Als Teil des bürgerlichen, privaten Alltags und der Freizeit gehörten diese Haustiere zu den beliebten Motiven des Impressionismus. Ihre lebhafte oder anmutige Schilderung betonte die Beobachtung des unmittelbaren Augenblicks. Fell oder Gefieder übertrugen die Künstler und Künstlerinnen daher in eine lockere Pinselschrift, die Lichteffekte hervorbrachte und einen insgesamt ausgesprochen malerischen Reiz ohne Idealisierung erzeugte.

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Kosten
30 € Erwachsene(r)
25 € Mitglied(er)
5 € ermäßigt

GIOTTO DI BONDONE – DIE FRESKEN IN DER ARENA-KAPELLE IN PADUA, 1303/06

Bereits zu Lebzeiten kannte und bewunderte man den italienischen Künstler Giotto di Bondone (1266/67–1337): Dante erwähnt ihn in seiner Göttlichen Komödie, in Boccaccios Decamerone kommt er vor und auch Petrarca ist seine Nennung wichtig. Giotto revolutionierte die Malerei, er gilt gar als ein Wegbereiter der italienischen Renaissance. Er führte technische Neuerungen in die Freskomalerei ein und verwendete helle, klare Farben. Sein Schaffen war vor allem geprägt von einer besonderen Natürlichkeit und Lebhaftigkeit der Figuren. Giottos Hauptwerk ist der von dem Patrizier Enrico Scrovegni in Auftrag gegebene umfangreiche Freskenzyklus in der Arena-Kapelle in Padua, der aus mehr als einhundert Szenen der Marien- und Jesusgeschichte besteht. Die Einzigartigkeit der Darstellungen hatte unmittelbare Wirkung auf die Arbeiten der späteren Renaissance-Künstler Masaccio und Michelangelo.

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30 € Erwachsene(r)
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DIE FARBEN DER KUNST. ROT – FARBE DER LEIDENSCHAFT, TEIL II: VON 1800 BIS HEUTE

Rot ist in fast allen Kulturen der erste überlieferte Farbname – und zugleich der stärkste Farbeindruck. Rot steht für Leben und Liebe, aber auch für Leidenschaft und Aggression, Blut und Tod. Nicht umsonst gilt Rot als „Königin der Farben“; das Purpur etwa, gewonnen aus dem Sekret der gleichnamigen Schnecke, galt in der Antike aufgrund seiner Kostbarkeit als Farbe des Herrschers. So spannt sich unser Bogen von der antiken Kaisertoga, berühmten Porphyrbildnissen, mittelalterlichen Buchmalereien über Rembrandts in tiefem Rot gemalte Judenbraut, dem Roten Atelier von Henri Matisse und Barnett Newmans Who is afraid of red, yellow and blue bis zur zeitgenössischen Kunst.

Bitte beachten Sie: Teil II baut auf Teil I auf. Wir empfehlen die Buchung beider Termine. Teil I findet am 20. Juni 2026 statt.

Kosten
30 € Erwachsene(r)
25 € Mitglied(er)
5 € ermäßigt

DIE FARBEN DER KUNST: ROT – FARBE DER LEIDENSCHAFT, TEIL I: VOM MITTELALTER BIS 1800

Rot ist in fast allen Kulturen der erste überlieferte Farbname – und zugleich der stärkste Farbeindruck. Rot steht für Leben und Liebe, aber auch für Leidenschaft und Aggression, Blut und Tod. Nicht umsonst gilt Rot als „Königin der Farben“; das Purpur etwa, gewonnen aus dem Sekret der gleichnamigen Schnecke, galt in der Antike aufgrund seiner Kostbarkeit als Farbe des Herrschers. So spannt sich unser Bogen von der antiken Kaisertoga, berühmten Porphyrbildnissen, mittelalterlichen Buchmalereien über Rembrandts in tiefem Rot gemalte Judenbraut, dem Roten Atelier von Henri Matisse und Barnett Newmans Who is afraid of red, yellow and blue bis zur zeitgenössischen Kunst.

Bitte beachten Sie: Teil II baut auf Teil I auf. Wir empfehlen die Buchung beider Termine. Teil II findet am 27. Juni 2026 statt.

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Kosten
30 € Erwachsene(r)
25 € Mitglied(er)
5 € ermäßigt

DER IMPRESSIONIST CLAUDE MONET – ANLÄSSLICH DES 100. TODESTAGES DES KÜNSTLERS

Claude Monet (1840–1926) gilt als ein entscheidender Pionier des Impressionismus. Die farblichen Erscheinungsweisen der Natur im wechselnden Licht von Tages- und Jahreszeiten vermochte er in einzigartiger Manier, die er im Laufe seines Lebens weiterentwickeln sollte, malerisch zu übersetzen. Dieses Seminar führt in das Werk des französischen Künstlers ein – von den Anfängen in den 1860er Jahren, über die impressionistischen Werke der 1870er und 1880er Jahre bis hin zu den späten Serienbildern, die er in Giverny schuf.

Anmeldung erforderlich

 

REVISION: DIE GESCHICHTE DER FRANZÖSISCHEN KUNST. TEIL VI: AUF DEM WEG ZUM AUTONOMEN BILD: SEURAT – VAN GOGH – CEZANNE

Für den Impressionismus war das Kunstwerk noch ein – flüchtiges, subjektives – Abbild der Wirklichkeit; die nachfolgende Generation verstand es dagegen als eigenständige Schöpfung. Exemplarisch wollen wir die Entstehung des modernen Bildbegriffs am Werk dreier Künstler nachvollziehen, die schon Werner Hofmann in den Grundlagen der modernen Kunst (1966) zu den »patres des 20. Jahrhunderts« gerechnet hat: Georges Seurat, der den Impressionismus auf eine wissenschaftliche Grundlage zu stellen versuchte; Vincent van Gogh, der die Farbe in bis dahin ungekannter Radikalität zum Ausdrucksträger erhob, und Paul Cezanne, der wie kein zweiter daran gearbeitet hat, das Gesehene in eine autonome Bildwirklichkeit »parallel zur Natur« zu übersetzen.

Dr. Alice Gudera, Florian Britsch M.A.

Jede Veranstaltung innerhalb der Reihe ist thematisch in sich abgeschlossen.

Anmeldung erforderlich

Kostenbeitrag:
32 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

 

»PAULA MODERSOHN-BECKER UND EDVARD MUNCH. DIE GROSSEN FRAGEN DES LEBENS«

Neben der Schau in der Hamburger Kunsthalle ist Edvard Munch in diesem Frühjahr in einer weiteren großen Doppelausstellung präsent: Das Dresdner Albertinum stellt sein Werk demjenigen von Paula Modersohn-Becker (1876–1907) gegenüber – Anlass ist der 150. Geburtstag der in Dresden geborenen Pionierin der frühen Moderne. Begegnet sind sie sich zu Lebzeiten wohl nicht; kunsthistorisch ist der Dialog aber höchst aufschlussreich, fanden beide doch vergleichbare Antworten auf die Herausforderungen ihrer Zeit. Angesichts eines enormen technischen Fortschritts und gewaltiger gesellschaftlicher Umbrüche richteten Modersohn-Becker wie Munch ihren Blick auf das vermeintlich Wesentliche: den Menschen in seiner kreatürlichen Existenz. Geburt und Tod, Jugend, Alter und Krankheit sind die Themen, in denen sich das Werk beider berührt – nicht zufällig eint sie die Begeisterung für die um 1900 omnipräsente Lebensreformbewegung. Gemeinsam ist ihnen aber auch, dass sie diese Themen in einer radikal vereinfachten Formensprache zum Ausdruck brachten, in der sich ihre Auseinandersetzung mit der französischen Moderne, der Kunst eines Cezanne, Gauguin und van Gogh spiegelt.

Anmeldung erforderlich

Kostenbeitrag:
29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

 

 

REVISION: DIE GESCHICHTE DER FRANZÖSISCHEN KUNST. TEIL VI: AUF DEM WEG ZUM AUTONOMEN BILD: SEURAT – VAN GOGH – CEZANNE

Für den Impressionismus war das Kunstwerk noch ein – flüchtiges, subjektives – Abbild der Wirklichkeit; die nachfolgende Generation verstand es dagegen als eigenständige Schöpfung. Exemplarisch wollen wir die Entstehung des modernen Bildbegriffs am Werk dreier Künstler nachvollziehen, die schon Werner Hofmann in den Grundlagen der modernen Kunst (1966) zu den »patres des 20. Jahrhunderts« gerechnet hat: Georges Seurat, der den Impressionismus auf eine wissenschaftliche Grundlage zu stellen versuchte; Vincent van Gogh, der die Farbe in bis dahin ungekannter Radikalität zum Ausdrucksträger erhob, und Paul Cezanne, der wie kein zweiter daran gearbeitet hat, das Gesehene in eine autonome Bildwirklichkeit »parallel zur Natur« zu übersetzen.

Dr. Alice Gudera, Florian Britsch M.A.

Jede Veranstaltung innerhalb der Reihe ist thematisch in sich abgeschlossen.

Anmeldung erforderlich

Kostenbeitrag:
32 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

 

 

»PAULA MODERSOHN-BECKER UND EDVARD MUNCH. DIE GROSSEN FRAGEN DES LEBENS«

Neben der Schau in der Hamburger Kunsthalle ist Edvard Munch in diesem Frühjahr in einer weiteren großen Doppelausstellung präsent: Das Dresdner Albertinum stellt sein Werk demjenigen von Paula Modersohn-Becker (1876–1907) gegenüber – Anlass ist der 150. Geburtstag der in Dresden geborenen Pionierin der frühen Moderne. Begegnet sind sie sich zu Lebzeiten wohl nicht; kunsthistorisch ist der Dialog aber höchst aufschlussreich, fanden beide doch vergleichbare Antworten auf die Herausforderungen ihrer Zeit. Angesichts eines enormen technischen Fortschritts und gewaltiger gesellschaftlicher Umbrüche richteten Modersohn-Becker wie Munch ihren Blick auf das vermeintlich Wesentliche: den Menschen in seiner kreatürlichen Existenz. Geburt und Tod, Jugend, Alter und Krankheit sind die Themen, in denen sich das Werk beider berührt – nicht zufällig eint sie die Begeisterung für die um 1900 omnipräsente Lebensreformbewegung. Gemeinsam ist ihnen aber auch, dass sie diese Themen in einer radikal vereinfachten Formensprache zum Ausdruck brachten, in der sich ihre Auseinandersetzung mit der französischen Moderne, der Kunst eines Cezanne, Gauguin und van Gogh spiegelt.

Anmeldung erforderlich

Kostenbeitrag:
29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

VON GERHARD RICHTER BIS ÓLAFUR ELÍASSON: ZEITGENÖSSISCHE KIRCHENFENSTE

Die Liste namhafter Künstler, die in jüngster Zeit im deutschsprachigen Raum Kirchenfenster gestaltet haben, wird immer länger. Während die Verbindung von sakralem Ort und zeitgenössischer Kunst in Frankreich bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg sensationelle Werke hervorgebracht hat – etwa durch Le Corbusier oder Henri Matisse –, machten hierzulande die Fenster Gerhard Richters für den Kölner Dom (2007) den Anfang einer Welle von avantgardistischen Beiträgen im kirchlichen Kontext, der für die meisten Kunstschaffenden vormals nicht im Fokus stand.

Dazu gehören Maler wie Neo Rauch, Sigmar Polke und Günther Uecker, Bildhauer wie Tony Cragg oder Licht- und Videokünstler wie Christoph Brech und Ólafur Elíasson, dessen Übersetzung der Lichtauffassung Caspar David Friedrichs im Greifswalder Dom seit 2024 für Furore sorgt.