PAULA MODERSOHN-BECKER (1876–1907) – ANLÄSSLICH DES 150. GEBURTSTAGES DER KÜNSTLERIN

Paula Modersohn-Becker gilt als Pionierin der frühen Moderne in Deutschland. In gezielter, radikaler Vereinfachung nahm sie den alltäglichen Motiven aus ihrer ländlichen Umgebung in Worpswede alles Zufällige und Genrehafte. Zugleich war sie, angeregt durch wiederholte Studienaufenthalte in Paris, eine der ersten, die die Impulse der aktuellen Kunst eines Paul Cézanne, Paul Gauguin, Vincent van Gogh oder Henri Matisse aufnahm, um daraus die ihr eigene Malerei zu schaffen.

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HANS HOLBEIN D. J., DIE MADONNA DES BÜRGERMEISTERS JACOB MEYER ZUM HASEN (GEN. »DARMSTÄDTER MADONNA«), 1526/28 (ONLINE-SEMINAR)

Die Darmstädter Madonna von Hans Holbein dem Jüngeren (1497/98–1543) gilt als eines der bedeutendsten Werke der deutschen Renaissance. Ihren Weltruhm verdankt die Tafel der genialen Bilderfindung Holbeins, ihrer langen und komplexen Entstehungsgeschichte wie auch ihrem höchst ungewöhnlichen späteren Schicksal. Nach künstlerischen Anfängen in der Werkstatt seines Vaters in Augsburg begann Holbein d. J. seine Karriere in Basel, wo er bald mit kühnen Entwürfen für Scheibenrisse, monumentale Fassadendekorationen und Tafelbilder bekannt wurde. Meisterhaft gestaltete er die sog. »Schutzmantelmadonna« des Jacob Meyer zum Hasen: Als katholisches Bildmotiv im reformatorischen Basel Mitte der 1520er-Jahre geschaffen, verbindet das Werk Errungenschaften der nordeuropäischen Kunst mit Elementen der italienischen Renaissance.

 

»TURNER AND CONSTABLE«: ANLÄSSLICH DER JUBILÄUMSAUSSTELLUNG DER KÜNSTLER IN DER TATE BRITAIN

Zwei der größten Künstler Großbritanniens – William Turner (1775–1851) und John Constable (1776–1837) – haben die Landschaftsmalerei nicht nur in England revolutioniert: Mit ihrer Kunst stießen sie endgültig das Tor zur Moderne auf. Beide haben sie bildnerische Verfahren entwickelt, in denen man Vorboten der Abstraktion des 20. Jahrhunderts erkennen kann. Immer wieder werden sie deshalb – durchaus zu Recht – in einem Atemzug genannt. Und doch: Bei genauerem Hinsehen könnten Leben und Werk beider Künstler kaum gegensätzlicher sein. Anlässlich ihres 250. Geburtstags widmet sich eine groß angelegte Ausstellung in der Londoner Tate Britain dem miteinander verflochtenen Leben und Vermächtnis von Turner und Constable.

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»TURNER AND CONSTABLE«: ANLÄSSLICH DER JUBILÄUMSAUSSTELLUNG IN DER TATE BRITAIN (SEMINAR)

Sie haben die Landschaftsmalerei nicht nur in England revolutioniert und mit ihrer Kunst das Tor zur Moderne aufgestoßen: William Turner (1775–1851) und John Constable (1776–1837). Anlässlich ihres 250. Geburtstags untersucht eine Ausstellung in der Tate Britain die miteinander verflochtenen Karrierewege beider Künstler, die kaum unterschiedlicher sein könnten: Constable stammte aus der Provinz, aus East Bergdolt in Suffolk, und hielt in seiner Malerei bis zum Schluss an den Motiven seiner Heimat, am Bild des alten Englands fest.

Turner hingegen reiste viel, widmete sich den klassischen Stoffen ebenso wie der »erhabenen« Landschaft – aber auch den neuen Themen des industriellen Zeitalters. Seine späten Bilder lassen sich als Versuch verstehen, ein künstlerisches Äquivalent für eine Epoche im Umbruch, für eine neues dynamistisches Weltbild zu finden.

Dr. Alice Gudera, Florian Britsch M.A.

»TURNER AND CONSTABLE«: ANLÄSSLICH DER JUBILÄUMSAUSSTELLUNG IN DER TATE BRITAIN (SEMINAR)

Sie haben die Landschaftsmalerei nicht nur in England revolutioniert und mit ihrer Kunst das Tor zur Moderne aufgestoßen: William Turner (1775–1851) und John Constable (1776–1837). Anlässlich ihres 250. Geburtstags untersucht eine Ausstellung in der Tate Britain die miteinander verflochtenen Karrierewege beider Künstler, die kaum unterschiedlicher sein könnten: Constable stammte aus der Provinz, aus East Bergdolt in Suffolk, und hielt in seiner Malerei bis zum Schluss an den Motiven seiner Heimat, am Bild des alten Englands fest.

Turner hingegen reiste viel, widmete sich den klassischen Stoffen ebenso wie der »erhabenen« Landschaft – aber auch den neuen Themen des industriellen Zeitalters. Seine späten Bilder lassen sich als Versuch verstehen, ein künstlerisches Äquivalent für eine Epoche im Umbruch, für eine neues dynamistisches Weltbild zu finden.

Dr. Alice Gudera, Florian Britsch M.A.

Kostenbeitrag:
32 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Anmeldung erforderlich

 

DIE FARBEN DER KUNST – VON DER ANTIKE BIS ZUR GEGENWART. EIN ÜBERBLICK (SEMINAR)

 

»Es scheint, als ob die Farbe für sich selbst denkt, unabhängig von den Objekten, die sie umkleidet.« Baudelaires berühmter Satz aus dem Jahr 1855 markiert den Beginn jener modernen »Befreiung der Bildfarbe«, an deren Ende die gegenstandslose Malerei des 20. Jahrhunderts steht. Doch schon vorher kam der Farbe und ihrer Verwendung in der Kunst eine Rolle zu, die weit über ihre abbildende Funktion hinausgeht. Farben sind Bedeutungsträger – und haben dabei ihre jeweils ganz eigene Material- und Symbolgeschichte. Sie wurden zur Repräsentation von Macht und Reichtum eingesetzt, aber auch zur Stigmatisierung und Ausgrenzung, und manchmal hat sich ihre Bedeutung dabei im Verlauf der Geschichte grundlegend gewandelt.

In einer mehrteiligen Seminarreihe haben wir die faszinierende Kunst- und Kulturgeschichte der Farben von der Antike bis in die Gegenwart verfolgt; das 5-stündige Resümee bieten wir nun auf vielfachen Wunsch noch ein letztes Mal an – Kaffee und Erfrischungspausen eingeschlossen, Erkenntnisgewinn garantiert!

Dr. Alice Gudera, Florian Britsch M.A.

Kostenbeitrag:
36 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Anmeldung erforderlich

Vortrag zur Ausstellung „Alberto Giacometti. Das Maß der Welt“ in der Kunsthalle Bremen

Die Ausstellung Alberto Giacometti. Das Maß der Welt (11. Okt. 2025 – 15. Febr. 2026) in der Kunsthalle Bremen ist die erste umfassende monografische Ausstellung über das Leben und Werk des schweizerischen Künstlers seit mehr als zehn Jahren in Deutschland. Möglich wird sie durch eine Kooperation mit der Fondation Giacometti in Paris. Präsentiert werden weithin bekannte Plastiken, die heute zu den Ikonen der Moderne zählen, aber auch selten ausgestellte Malereien, Zeichnungen und Grafiken. Die Ausstellung ist eine Einladung, mit Giacomettis Werken das Sehen an sich einmal ganz neu zu entdecken – und grundsätzlich neu zu bestimmen, was nah ist und was fern, was winzig klein ist und was monumental groß.

Referentin: Dr. Alice Gudera, Kunsthistorikerin, Bremen.

 

Fra Angelico und die Frührenaissance in Florenz

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Online-Seminar anlässlich der Ausstellung Beato Angelico im Palazzo Strozzi und im Museo di San Marco, Florenz

Einer der zentralen Künstler der Frührenaissance wird derzeit in Florenz in einer nie zuvor gezeigten Dichte gewürdigt: Fra Angelico (auch Beato Angelico, um 1395–1455) gehörte dem Orden der Dominikaner an und schuf Fresken wie auch Altarbilder, in denen er spätmittelalterliches Formempfinden in neue plastische Gestaltung und Raumdarstellung mit lyrisch-spirituellem Grundton überführte.

Zwei über viele Jahre vorbereitete Ausstellungen im Florentiner Palazzo Strozzi und im Kloster San Marco versammeln eine kaum zu überbietende Anzahl seiner Bilder und präsentieren sie darüber hinaus in der Gegenüberstellung mit Werken der impulsgebenden Künstler seiner Zeit in Florenz wie etwa Masaccio, aber auch jenen Jan van Eycks aus den burgundischen Niederlanden.

Termin

23.11.2025
16:00 – 18:30 Uhr (inkl. Pause)

Kosten

40,00 Euro inkl. USt.

Anmeldung

bis zum 23.11.2025

per E-Mail oder unten stehendem Formular.


Zur Buchung

Alle Preise verstehen sich inklusive 19% USt.
Falls Sie einen Gutschein besitzen, geben Sie bitte hier die Gutscheinnummer ein.
Für die Kaufabwicklung, die Bereitstellung der Zugangsdaten für das Online-Seminar und den Anforderungen der steuerrechtlichen Vorgaben ist die Speicherung Ihrer angegebenen Daten erforderlich.

Die Palastkapelle der Medici und das Fresko mit dem Zug der Heiligen Drei Könige von Benozzo Gozzoli

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Benozzo Gozzoli (1420–1497), ein Schüler Fra Angelicos, gehört zu den großen Erzählern der Florentiner Renaissance. Sein berühmtes Fresko – „Der Zug der Heiligen Drei Könige“ von 1459 –, prachtvoll in der Gestaltung von Figuren, Tieren und Pflanzen sowie effektvoll naturalistisch in der Wiedergabe der Mitglieder der Medici-Familie, gilt als sein Hauptwerk. 

Die Wandmalerei eröffnet einen weiteren Blick auf die künstlerische Blüte in der Stadt am Arno und verweist mit ihrer politischen Komponente zugleich auf die machtvollen Bestrebungen der Medici.

Termin

12.12.2025
17:00 – 18:30 Uhr

Kosten

20,00 Euro inkl. USt.

Anmeldung

bis 12.12.2025

per Mail oder unten stehendem Buchungsformular.


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Florenz im 15. Jahrhundert. Eine Einführung in die Frührenaissance

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Die Stadt Florenz gilt gemeinhin als Wiege der Renaissance in Italien. Anlässlich der spektakulären Ausstellung zu dem Maler Fra Angelico (um 1395–1455) im Florentiner Palazzo Strozzi und im Museo di San Marco (siehe mein Online-Seminar am 23. November 2025) wird es in dieser Veranstaltung um die geistesgeschichtlichen, gesellschaftlichen und künstlerischen Voraussetzungen der neuzeitlichen Malerei in Italien gehen. 

Die Initialwerke für Kirchen und Klöster sollen dabei ebenso eingeführt werden wie die frühen profanen Bilder und Skulpturen für private Auftraggeber.

Termin

21.11.2025
16:00 – 18:30 Uhr (inkl. Pause)

Kosten

40,00 Euro inkl. USt.

Anmeldung

bis zum 21.11.2025

per E-Mail oder unten stehendem Formular.


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