wird verschoben/entfällt – Mitgliederakademie der Kunsthalle Bremen: Tagesseminar zur Ausstellung „Jan van Eyk. Eine optische Revolution“ im Museum für Schöne Künste Gent

Jan van Eyck (um 1390 – 1441) steht am Beginn der neuzeitlichen Malerei nördlich der Alpen. Sein gemeinsam mit seinem Bruder Hubert geschaffener, 1432 vollendeter und nunmehr restaurierter Genter Altar stellt in den Ausmaßen, in der Spiegelung der Natur, des Menschen, der unterschiedlichen Stoffe, nicht zuletzt in der Farbbehandlung mit emailhafter Wirkung noch immer eine Sensation dar. Die Finesse dieses Altars, zu der auch die sichtbare Reflexion des Künstlers über seine Möglichkeiten im Medium der Tafelmalerei gehört, trug zu seiner enormen Bewunderung und Rezeption bereits im 15. Jahrhundert bei. Bis heute gelten darüber hinaus Bilder wie van Eycks sogenannte „Arnolfini-Hochzeit“ oder „Die Madonna des Kanonikers van der Paele“ als Meisterwerke der europäischen Malerei. Seiner im Herzogtum Burgund beheimateten Kunst widmet sich nun eine groß angelegte Ausstellung im Genter Museum für Schöne Künste. Sie bietet die  einmalige Chance, eine Vielzahl von van Eycks Werken in einer Zusammenschau mit Arbeiten seiner Zeitgenossen aus Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien zu studieren.
Im Seminar werden wir das Œuvre van Eycks und seine künstlerischen Quellen kennen lernen sowie die Ausstrahlung seiner Kunst verfolgen.
Das Seminar findet im Veranstaltungsraum der Kunsthalle statt.

Kosten
28 € Mitglied(er)
Anmeldung
Anmeldung bis 15. März

wird verschoben/entfällt – Mitgliederakademie der Kunsthalle Bremen: Norbert Schwontkowski. Some of my Secrets

Anlässlich seines 70. Geburtstages zeigt die  Kunsthalle Bremen eine groß angelegte Ausstellung mit Werken Norbert Schwontkowskis (1949 – 2013) und stellt damit einmal mehr seine bedeutende Stellung  innerhalb der jüngeren Malerei heraus. In eigenwilligen, oft gedämpften Tönen vermitteln die Bilder des Bremer Künstlers eine Welt, die so erdverbunden und gleichermaßen losgelöst vom Raum ist, dass wir unmittelbar in sie hineingezogen werden. Manches scheint aus der Ferne auf, Andeutungen lassen die Phantasie spielen, Humorvolles wechselt mit melancholischem Ernst. Geschichten klingen an, ohne tatsächlich erzählt zu werden. Menschen, zentral in Schwontkowskis Werk, schauen suchend, wecken die Neugier, ihren Blicken zu folgen. Selbst große Formate versprühen nicht selten einen poetischen Klang, – ohne jedoch gefällig zu wirken.

Kosten
20 € Mitglied(er)
Anmeldung
Anmeldung bis 10. April

wird verschoben/entfällt – Mitgliederakademie der Kunsthalle Bremen: Die Farben der Kunst. Teil IV: Grün – Zwischen Wachstum und Verderben

Grün ist heute die nahezu universelle Farbe der Natur, der Gesundheit und nicht zuletzt der Ökologie. Das war jedoch nicht immer so: Die längste Zeit war Grün als Farbstoff und Pigment so schwer zu gewinnen und so instabil wie in seiner Bedeutung ambivalent: Symbol des Lebens und der Liebe auf der einen Seite, war es andererseits mit Gift, Unglück sowie dem Teufel und seinen Kreaturen assoziiert. Spielt Grün naturgemäß eine wichtige Rolle in der Landschaftsmalerei, so wurde es in der abstrakten, von der sichtbaren Wirklichkeit gelösten Kunst gemieden.

Kosten
28 € Mitglied(er)
Anmeldung
Diese Veranstaltung ist bereits ausgebucht. Für den Zusatztermin am 25. April sind noch Anmeldungen möglich.

Mitgliederakademie der Kunsthalle Bremen: Meisterwerke live. Teil II: Yves Klein, Barnett Newman, Mark Rothko – Monochrome Malerei in Frankreich und den USA

Zu den herausragenden Leihgaben in der großen Sonderausstellung der Kunsthalle Bremen „Ikonen. Was wir Menschen anbeten“ gehören Meisterwerke der amerikanischen Farbfeldmalerei: Barnett Newmans „Who’s afraid of red, yellow and blue III“ von 1967/68 und „Ohne Titel (Drei Schwarz in Dunkelblau)“, das zu den bahnbrechenden color field paintings Mark Rothkos aus dem Jahr 1960 zählt. Wir nutzen die einmalige Gelegenheit, uns intensiv und vor den Originalen mit dieser ungegenständlichen, auf Farbentfaltung und -wirkung zielenden Malerei zu widmen. Wird der Betrachter bei Rothko in einen Farbraum gezogen und werden damit transzendentale Wahrnehmungsräume eröffnet, so fordert uns Newman mit machtvollem Rot, vor dem wir mit nur geringem Abstand stehen sollen, heraus. Wie verhalten wir uns im Gegenüber einer so erhaben auf uns kommenden Farbmalerei, die nichts mehr erzählt, vorgibt und Auslöser von Grenzerfahrungen sein kann?
Auch die Arbeiten des französischen Künstlers Yves Klein bestechen durch intensive Farbwirkung: Hier wird die lange Tradition von Farbbedeutungen ohne den Gegenstand virulent: Das Blau allein weckt nun die Assoziation an Ferne. Auch an etwas Sakrales lässt es erinnern, wie das ebenfalls von Klein eingesetzte Gold es von jeher mit sich brachte.
Nach einer Einführung in den kunsthistorischen Kontext der monochromen Malerei im Seminarraum setzen wir das Seminar in der Sonderausstellung fort.

Kosten
20 € Mitglied(er)
Anmeldung
Diese Veranstaltung ist bereits ausgebucht.

Den Haag bis Rotterdam: Niederländische Kunst des Goldenden Zeitalters und der Moderne

Erneut erkundeten wir mit den Freunden der Hamburger Kunsthalle auf einer fünftägigen Studienreise in die Niederlande die Kunst der glanzvollen Zeit des Landes im 17. Jahrhundert, aber auch die Malerei und Architektur der Moderne bis heute. Wir starteten gleich mit einem echten Highlight: Das Amsterdamer Rijksmuseum stellt zum 350. Todestag Rembrandts die Werke des Meisters denjenigen von Velázquez gegenüber.

Unser Standort war Den Haag, reich an Zeugnissen des Goldenen Zeitalters wie des 19. und 20. Jahrhunderts. So beherbergt das Mauritshuis eine eindrucksvolle Sammlung weltberühmter Gemälde, darunter Vermeers „Mädchen mit dem Perlenohrgehänge“. Im 19. Jahrhundert spielte Den Haag eine wichtige Rolle in der Landschaftsmalerei. Besonders beeindruckt noch immer das „Panorama Mesdag“, ein sinnentäuschendes Rundgemälde aus dem Jahr 1881, das uns höchst illusionistisch an die niederländische Küste versetzt. Die „Haager Schule“, der es zuzurechnen ist, findet sich hervorragend im Gemeentemuseum vertreten. Darüber hinaus erwarteten uns hier eine Ausstellung zu Monets Gartenbildern, die weltweit größte Mondrian-Sammlung, Bilder der Gruppe de Stijl und vieler Vertreter der Moderne.

Weitere Stationen unserer Reise waren Delft, wo eine große Pieter de Hooch-Ausstellung viele seiner wundervollen Interieurs erstmals wieder an den Ort zurückbringt, an dem sie vor nahezu 400 Jahren gemalt wurden, außerdem Haarlem mit dem Frans Hals Museum und dem Teylers Museum, einer Art Kunst- und Wunderkammer in passendem architektonischen Ambiente. Am letzten Tag fahren widmen wir uns in Rotterdam den Highlights der modernen Architektur an der Maas, wo nicht erst die Architekturbüros von Rem Koolhaas und Norman Foster mit ihren Entwürfen Geschichte geschrieben haben.

Von Weimar nach Dessau: 100 Jahre Bauhaus

Das Bauhaus, heute ein Synonym für Architektur und Design der Moderne, wurde am 21. März 1919 von Walter Gropius als Reformschule in Weimar gegründet. Nach dem aus politischen Gründen erzwungenen Umzug nach Dessau 1925 und Berlin 1932 wurde es 1933 endgültig geschlossen. Es existierte damit genauso lange wie die Weimarer Republik, und wie diese war es ein einzigartiges Laboratorium der Moderne, dessen gestalterische wie soziale Experimente das Aussehen unserer gebauten Umwelt bis heute prägen.

Anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums haben wir uns vier Tage lang an den Originalschauplätzen mit der Geschichte dieser Institution, die zugleich unsere eigene Geschichte ist, beschäftigt. In Weimar interessierten uns die expressionistisch beeinflussten Anfänge des „Staatlichen Bauhauses“ ebenso wie seine Wurzeln im Jugendstil und die an diesem Ort besonders prägende klassische Tradition. Unter anderem haben wir den ersten Sitz der Schule in dem von Henry van de Velde entworfenen Gebäude der ehemaligen Kunstgewerbeschule besucht, das Neue Museum Weimar, das demnächst eröffnende bauhaus museum weimar sowie das legendäre, 1923 von Georg Muche entworfene Musterhaus Am Horn.

Die nächsten zwei Tage verbrachten wir in Dessau, wo das Bauhaus bis heute so präsent ist nirgendwo sonst. Mit dem 1925/26 nach Plänen von Walter Gropius errichteten Bauhausgebäude schuf sich die Schule optimale Arbeitsbedingen und realisierte zugleich die Idee des Gesamtkunstwerks: die Verbindung von Künsten und Handwerk am Bau. Außerdem besuchten wir die von Gropius entworfenen „Meisterhäuser“, und schließlich lässt sich in Dessau am Beispiel der „Siedlung Törten“ exemplarisch die jüngere Geschichte des Siedlungsbaus verfolgen, der für die am Bauhaus betriebene Suche nach dem „Neuen Menschen“ von zentraler Bedeutung war.

LEITUNG Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M. A.
TERMIN 22. bis 25. August 2019

Mitgliederakademie der Kunsthalle Bremen: Rembrandt van Rijn – Meister des Goldenen Zeitalters der Niederlande

Als genialer Maler des Goldenden Zeitalters der Niederlande gab er dem glanzvollen Zeitalter ein höchst eindringliches künstlerisches Gewicht: Er schuf mit der „Nachtwache“ oder den „Staalmeesters“ eine sensationelle neue Formulierung des für die junge Republik so repräsentativen Gruppenporträts, er verlieh seinem Gegenüber in den Porträts eine Präsenz und Einzigartigkeit, die schon im 17. Jahrhundert allseits bewundert wurde, entwickelte eine psychologische Durchdringung des historischen Dramas auf der Leinwand, wie sie für Nachfolger fast unerreichbar schien und ging dabei so mutig und unkonventionell mit Farbe und Pinsel um, dass er Vorbild bis in die Moderne blieb. In unserem Seminar widmen wir uns – mit Blick auf die großen Jubiläumsausstellungen – ausführlich dem malerischen OEuvre Rembrandts.

Kosten28 € Mitglied(er)

Anmeldung

Diese Veranstaltung ist ausgebucht.

 

Aufbruch in die Moderne: Der französische Impressionismus

In unserem zweiteiligen Seminar verfolgen wir die stets aufs Neue faszinierende Geschichte der impressionistischen Malerei in Frankreich sowie ihre gesellschaftlichen und kunsthistorischen Voraussetzungen.

Teil I: Die Geburt des Impressionismus

Die Entstehung der impressionistischen Malerei lässt sich vor der Folie des staatlichen Kunstbetriebs wie auch innerhalb der Entwicklung der französischen Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts nachvollziehen. Gesellschaftliche Umwälzungen, nicht zuletzt der Stadtumbau von Paris, brachten Maler und Malerinnen zu einer antiakademischen Kunst, die den flüchtigen Augenblick in den jeweiligen Licht- und Luftverhältnissen spiegelte. Anfangs noch am offiziellen „Salon“ orientiert, befreiten sich die Künstler zusehends davon und wurden zu „Malern des modernen Lebens“, die freilich noch lange um Anerkennung kämpfen mussten.

Teil II: Paris und die Blüte des Impressionismus

Im Jahr 1874 fand im Pariser Atelier des Fotografen Nadar die erste von insgesamt acht Impressionismus-Ausstellungen statt. Künstler und Künstlerinnen wie Monet, Degas, Pissarro, Sisley und Morisot präsentierten ihre Bilder mit Themen des modernen Großstadtlebens, des bürgerlichen Freizeitvergnügens in den neu entstandenen Cafés, der Oper, auf den Boulevards und in den Parks von Paris. Sie zeigten den Blick ins Private ebenso wie die Sommerfrische in der Normandie und die Landpartien an der Seine. Eine aufgehellte Farbpalette, skizzenhafte Pinselführung und rasante Bildschnitte kennzeichnen einen Großteil der Gemälde. Impulse des japanischen Farbholzschnitts, die Auseinandersetzung mit der noch jungen Fotografie sowie den Alten Meistern zeugen vom Aufbruch in ein neues Zeitalter der Kunst.

Die Seminare finden im Veranstaltungsraum sowie in der Sonderausstellung statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN
Teil I: Donnerstag, 14. November 2019, 16.30 bis 20 Uhr
Teil II: Donnerstag, 16. Januar 2020, 16.30 bis 20 Uhr

Teil I und II nicht separat buchbar

KOSTENBEITRAG 49 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 10 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Aufbruch in die Moderne: Der französische Impressionismus

In unserem zweiteiligen Seminar verfolgen wir die stets aufs Neue faszinierende Geschichte der impressionistischen Malerei in Frankreich sowie ihre gesellschaftlichen und kunsthistorischen Voraussetzungen.

Teil I: Die Geburt des Impressionismus

Die Entstehung der impressionistischen Malerei lässt sich vor der Folie des staatlichen Kunstbetriebs wie auch innerhalb der Entwicklung der französischen Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts nachvollziehen. Gesellschaftliche Umwälzungen, nicht zuletzt der Stadtumbau von Paris, brachten Maler und Malerinnen zu einer antiakademischen Kunst, die den flüchtigen Augenblick in den jeweiligen Licht- und Luftverhältnissen spiegelte. Anfangs noch am offiziellen „Salon“ orientiert, befreiten sich die Künstler zusehends davon und wurden zu „Malern des modernen Lebens“, die freilich noch lange um Anerkennung kämpfen mussten.

Teil II: Paris und die Blüte des Impressionismus

Im Jahr 1874 fand im Pariser Atelier des Fotografen Nadar die erste von insgesamt acht Impressionismus-Ausstellungen statt. Künstler und Künstlerinnen wie Monet, Degas, Pissarro, Sisley und Morisot präsentierten ihre Bilder mit Themen des modernen Großstadtlebens, des bürgerlichen Freizeitvergnügens in den neu entstandenen Cafés, der Oper, auf den Boulevards und in den Parks von Paris. Sie zeigten den Blick ins Private ebenso wie die Sommerfrische in der Normandie und die Landpartien an der Seine. Eine aufgehellte Farbpalette, skizzenhafte Pinselführung und rasante Bildschnitte kennzeichnen einen Großteil der Gemälde. Impulse des japanischen Farbholzschnitts, die Auseinandersetzung mit der noch jungen Fotografie sowie den Alten Meistern zeugen vom Aufbruch in ein neues Zeitalter der Kunst.

Die Seminare finden im Veranstaltungsraum sowie in der Sonderausstellung statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN
Teil I: Donnerstag, 14. November 2019, 11 bis 14.30 Uhr
Teil II: Donnerstag, 16. Januar 2020, 11 bis 14.30 Uhr

Teil I und II nicht separat buchbar

KOSTENBEITRAG 49 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 10 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich