DAS MATERIAL DER KUNST: KUNSTSTOFF – ZWISCHEN HYPERREALISMUS UND FORMLOSIGKEIT

In der US-amerikanischen Zeitschrift Fortune erschien im Oktober 1940 eine im Rückblick prophetisch anmutende Illustration: die fiktive Landkarte eines neuen Kontinents mit dem Namen »Synthetica«. Die Länder, Inseln und Hauptstädte heißen Petrolia, Vinyl, Nylon Island oder Bakelite City: eine »schöne neue Welt« aus Kunststoff. Tatsächlich begann Mitte des 20. Jahrhunderts nicht nur in der industriellen Konsumwelt des Westens wie des Ostens ein regelrechtes Plastikzeitalter.

Die neuen synthetischen Stoffe haben vielmehr auch die Kunst radikal verändert, angefangen bei der Pop Art über die futuristischen Architektur- und Designutopien der 1960er- und 1970er-Jahre bis hin zu ersten Ansätzen einer »ökologischen Plastik«. An die Stelle des Ewigkeitsversprechens der klassischen Materialien Stein und Bronze trat die Idee der Veränderlichkeit und Auflösung der Form.

Dr. Alice Gudera und Florian Britsch M.A.

Kostenbeitrag:
32 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Anmeldung erforderlich

 

DAS MATERIAL DER KUNST: KUNSTSTOFF – ZWISCHEN HYPERREALISMUS UND FORMLOSIGKEIT

In der US-amerikanischen Zeitschrift Fortune erschien im Oktober 1940 eine im Rückblick prophetisch anmutende Illustration: die fiktive Landkarte eines neuen Kontinents mit dem Namen »Synthetica«. Die Länder, Inseln und Hauptstädte heißen Petrolia, Vinyl, Nylon Island oder Bakelite City: eine »schöne neue Welt« aus Kunststoff. Tatsächlich begann Mitte des 20. Jahrhunderts nicht nur in der industriellen Konsumwelt des Westens wie des Ostens ein regelrechtes Plastikzeitalter.

Die neuen synthetischen Stoffe haben vielmehr auch die Kunst radikal verändert, angefangen bei der Pop Art über die futuristischen Architektur- und Designutopien der 1960er- und 1970er-Jahre bis hin zu ersten Ansätzen einer »ökologischen Plastik«. An die Stelle des Ewigkeitsversprechens der klassischen Materialien Stein und Bronze trat die Idee der Veränderlichkeit und Auflösung der Form.

Dr. Alice Gudera und Florian Britsch M.A.

Kostenbeitrag:
32 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

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VORTRAG: META SCHÜTTE UND ADELE WOLDE.

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BREMER SAMMLERINNEN DER FRANZÖSISCHEN MODERNE

Die Bremerinnen Meta Schütte und Adele Wolde bauten selbstbewusst nach dem Tod ihrer Ehemänner 1911 Sammlungen französischer Meisterwerke mit berühmten Gemälden von Monet bis van Gogh auf. Ihre Werke befinden sich heute in der Kunsthalle Bremen und in großen Museen der Welt.

Termin: 07.01.2024, 11:30 – 13:00 Uhr

Kosten: € 6,- pro Person, Tickets erhalten Sie am Tag des Vortrags direkt an der Kasse.

Veranstaltungsort: Kunsthalle Bremen, Am Wall 207, Bremen

Paul Cézanne,Tulpen in einer Vase, 1888/90, Norton Simon Museum, Pasadena

©Norton Simon Art Foundation

Claude Monet, Die Wiege, 1868, National Gallery of Art, Washington

Claude Monet, Boote, 1869, Kunsthalle Bremen – Der Kunstverein in Bremen

Dr. Alice Gudera – Kunsthistorikerin

Dr. Alice Gudera
Foto vom Studientag "Der Impressionismus" in der Hamburger Kunsthalle
Leitung des Studientages Der Impressionismus in der Hamburger Kunsthalle (Veranstaltung der Freunde der Kunsthalle e.V.) am 20. Juni 2024, hier im Studiensaal des Kupferstichkabinetts.
Seit Jahren erfolgreich: meine Seminarreihe Die Farben der Kunst.
Führung durch die von mir mitkuratierte Ausstellung Manet und Astruc. Künstlerfreunde der Kunsthalle Bremen.
Dr. Alice Gudera während einer Führung in der Sunset-Ausstellung der Bremer Kunsthalle
In der Ausstellung SUNSET. Ein Hoch auf die sinkende Sonne der Kunsthalle Bremen.
Kunst und Architektur des Mittelalters gehören regelmäßig in meine Programme. Hier: Exkursion zum Kloster Wienhausen bei Celle.
Dr. Alice Gudera im Gespräch mit Florian Britsch, M.A.

Maler der Elemente: William Turner (1775–1851)

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Das Lenbachhaus in München veranstaltet in diesem Herbst in Kooperation mit der Tate Gallery in London eine Ausstellung zu Joseph Mallord William Turner, einem der bedeutendsten britischen Künstler der Geschichte, der als Vorreiter der Moderne gilt. Schon früh begann er, die Möglichkeiten der Landschaftsmalerei zu erkunden, sowohl im Studium berühmter Vorbilder wie in der direkten Auseinandersetzung mit der Umwelt. Er löste sich von den Konventionen der Gattung, integrierte Naturwissenschaften, Mythos, Geschichte und Zeitgeschehen. Bald lösten sich seine Werke so deutlich von der anschaulichen Natur, dass sie in ihrer Reduktion auf Farbe, Licht und Atmosphäre die abbildende Funktion des Bildes in Frage stellten. Darin verblüfften und provozierten sie die Zeitgenossen. Die Nachwelt feiert bis heute seine erstaunliche Modernität.

 

Maler der Elemente: William Turner (1775–1851)

Das Lenbachhaus in München veranstaltet in diesem Herbst in Kooperation mit der Tate Gallery in London eine Ausstellung zu Joseph Mallord William Turner, einem der bedeutendsten britischen Künstler der Geschichte, der als Vorreiter der Moderne gilt. Schon früh begann er, die Möglichkeiten der Landschaftsmalerei zu erkunden, sowohl im Studium berühmter Vorbilder wie in der direkten Auseinandersetzung mit der Umwelt. Er löste sich von den Konventionen der Gattung, integrierte Naturwissenschaften, Mythos, Geschichte und Zeitgeschehen. Bald lösten sich seine Werke so deutlich von der anschaulichen Natur, dass sie in ihrer Reduktion auf Farbe, Licht und Atmosphäre die abbildende Funktion des Bildes in Frage stellten. Darin verblüfften und provozierten sie die Zeitgenossen. Die Nachwelt feiert bis heute seine erstaunliche Modernität.

 

Symbolistische Bildwelten: Edvard Munch (1863–1944)

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Anlässlich der Ausstellungen in der Berlinischen Galerie und im Museum Barberini, Potsdam

Gleich zwei Ausstellungen widmen sich in diesem Herbst dem Werk des Norwegers Edvard Munch. Die Berlinische Galerie präsentiert Munch. Zauber des Nordens und das Potsdamer Museum Barberini Munch. Lebenslandschaft. Die Thesen und wichtigsten Exponate beider Ausstellungen wollen wir in den Blick nehmen. Der Ausnahmekünstler Munch hat mit seinen symbolistischen Werken in vielfältiger Weise die Kunstregionen Europas geprägt. Für Deutschland spielen seine Gemälde und Druckgrafiken eine wichtige Rolle auf dem Weg der Kunst ins 20. Jahrhundert. Bereits 1892 wurden sie im Verein Berliner Künstler gezeigt. Diese Begegnung mit seiner Malerei bedeutete nicht nur eine Initialzündung für die Moderne. Auch die bis dahin gängige Vorstellung vom „Zauber des Nordens“ (Stefan Zweig) erfuhr einen Wandel. Statt mit romantischen oder naturalistischen Fjordlandschaften verband man damit nun Munchs psychisch verdichtete Bildwelten. Unter der nationalsozialistischen Diktatur ab 1933 wurde der Maler zunächst von der Kulturpolitik ideologisch als „großer nordischer Künstler“ vereinnahmt, aber auch schon früh als Beispiel für „Entartung“ verfemt.

 

Aus weiter Ferne so nah: Caspar David Friedrich

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Anlässlich der Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle

Es ist eines der großen kulturellen Highlights in diesem Winter: die Caspar David Friedrich-Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle. Der Künstler hat mit Gemälden wie dem «Tetschener Altar» und dem «Mönch am Meer» seine Zeitgenossen gleichermaßen irritiert und fasziniert. Heute sind sie Ikonen der deutschen Romantik. In diesem Seminar widmen wir uns den neuesten Ansätzen der Friedrich-Forschung und tauchen intensiv in seine Bildwelt ein, wie sie uns die Ausstellung präsentiert.

SCHLÜSSELWERKE DER KUNSTGESCHICHTE – GEORGES SEURAT, EIN SONNTAGNACHMITTAG AUF DER INSEL LA GRANDE JATTE, 1884-1886

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Das Gemälde Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte (1884–1886) von Georges Seurat gehört zu den Schlüsselwerken der Kunstgeschichte. Das in Punkten aus reinen Farben gemalte Bild steht am Beginn der Moderne und gabKünstlern und Künstlerinnen des ausgehenden 19. Jahrhunderts – wie etwa Vincent van Gogh – entscheidende Impulse für die Entwicklung der modernen, vom Abbild gelösten Malerei. Seurat malte es teils im Freien und teils im Atelier, wo er sich am Nachmittag und Abend geduldig mit dem Auftragen der Punkte beschäftigte. Im Jahr 1884 war die Seine-Insel der Treffpunkt für Ruderer, Segler und Spaziergänger – vor allem am Sonntag. Monatelang beschäftigte sich Seurat mit den einzelnen Motiven seines Gemäldes, wobei er die Protagonisten in 34 impressionistischen Ölskizzen und den für ihn typischen Zeichnungen festhielt. Nach den Naturstudien arbeitete Seurat im Pariser Atelier am Boulevard de Clichy seine revolutionäre Komposition aus, bei der er pseudowissenschaftliche Erkenntnisse seiner Zeit über die Wahrnehmung von Farbe verarbeitete. Ein Sonntagnachmittag auf der Insel La Grande Jatte war schließlich im Jahr 1886 die große Sensation auf der achten und letzten Impressionisten-Ausstellung in Paris.

Kosten
25 € Mitglied(er)

MITGLIEDERAKADEMIE KUNSTHALLE BREMEN: DER ZAUBER DES MALERISCHEN – DAS STILLEBEN IM IMPRESSIONISMUS

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Der Impressionismus wird vor allem mit der Gattung der Landschaftsmalerei und mit Darstellungen des modernen Pariser Lebens assoziiert. Doch Maler und Malerinnen wie Manet, Monet, Morisot, Renoir oder Pissarro widmeten sich immer wieder auch intensiv der Stilllebenmalerei. Manet hat 1881 das Stillleben sogar als „Prüfstein des Malers“ bezeichnet, denn gute Malerei zeigte sich für ihn in der wahrhaftigen Wiedergabe der Natur, nicht am bedeutungsvollen Bildmotiv. Damit distanzierte er sich selbstbewusst von der tradierten Hierarchie der Gattungen, in der Stillleben weit unter den Historien- und Figurenbildern rangierten. So boten Stillleben für viele Künstler und Künstlerinnen ein Experimentierfeld für die Erprobung künstlerischer Mittel unabhängig vom dargestellten Gegenstand. Maler wie van Gogh oder Cézanne, Vertreter der frühen Moderne, haben mit ihrer Stilllebenmalerei das Bild endgültig vom Dienst der Abbildung befreit. Einige herausragende Stillleben des Impressionismus und Postimpressionismus zeigt die Kunsthalle Bremen in der aktuellen Ausstellung Geburtstagsgäste. Monet bis van Gogh.

Kosten 25 Euro (Mitglieder)

Anmeldung erforderlich