Bremen: „Max Beckmann. Welttheater“ in der Kunsthalle und „Schlaf. Eine produktive Zeitverschwendung“ im Paula Modersohn-Becker Museum

Max Beckmann (1884–1950) war zeitlebens fasziniert von der Welt des Theaters, des Zirkus und der Varietés. Schauspiel, Akrobatik und Tanz waren für ihn metaphorischer Schauplatz menschlicher Beziehungen ebenso wie des großen Weltgeschehens. In seinem Werk finden sich zahlreiche Gemälde, Druckgraphiken, Zeichnungen und Skulpturen, die sich unmittelbar auf diesen Themenbereich beziehen und seine Wiederaufnahme der alten Idee von der Welt als Bühne vermitteln.

Die Ausstellung in der Kunsthalle Bremen – in Kooperation mit dem Museum Barberini in Potsdam erarbeitet – macht Beckmanns Welttheater erstmals visuell und ideengeschichtlich greifbar und führt vor Augen, wie sich der Autor von zwei bislang kaum beachteten Dramen auch in seiner Malerei als „Theaterdirektor, Regisseur und Kulissenschieber“ verstand. Ausgangspunkt sind die Bestände der Kunsthalle Bremen, die mit zahlreichen Gemälden und dem fast vollständigen druckgraphischen Œuvre eine der größten Beckmann-Sammlungen in Deutschland besitzt. Diese wird ergänzt durch Leihgaben aus bedeutenden deutschen und internationalen Museen sowie Privatsammlungen.

Zweite Station unserer Tagesfahrt ist das Paula Modersohn-Becker Museum, wo sich im Herbst eine große Ausstellung dem Thema „Schlaf“ widmet, das Künstler seit jeher fasziniert hat – nicht zuletzt als Quelle des Traums, des Unbewussten und der Kreativität. Mit 70 Werken von Gustave Courbet über Edvard Munch, Félix Vallotton und Ernst Barlach bis zu Andy Warhol und Martin Eder umkreist die Schau die vielen Rätsel und Geschichten, die sich um diesen unbewussten Zustand ranken, in fünf Kapiteln: der private, der öffentliche, der erotische und der märchenhafte Schlaf sowie schließlich das Bett als Ort des Geschehens.

Leitung Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M.A.

Die Farben der Kunst. Rot – Farbe der Macht

Farben sind Bedeutungsträger – und haben zugleich ihre jeweils ganz eigene Material- und Symbolgeschichte. So galt beispielsweise das Blau keineswegs schon immer als Farbe der Sehnsucht, Transzendenz und Spiritualität – des „Geistigen“ –, als die es seit der Romantik zumeist verstanden wurde. Im Gegenteil, für die alten Römer hatte Blau zeitweise gar den Ruch des „Barbarischen“. Und auch seine symbolische Verwendung in der christlichen Kunst und Architektur – etwa als Farbe der Muttergottes oder als Ausdruck des immateriellen göttlichen Lichts – entwickelte sich erst allmählich seit dem 12. Jahrhundert.

Ganz anders das Rot: Es wurde in nahezu allen Kulturen mit Blut und Feuer, Leben und Tod in Verbindung gebracht und galt daher von Anbeginn an als Farbe der Macht. Rot (bzw. Purpur) kleidete die Herrscher der Antike und später den triumphierenden Christus. Es stand für die überwältigende Macht der Liebe, die verführerische Macht der Erotik und die siegreiche Macht der Revolution, sowie schließlich in der Malerei des 20. Jahrhunderts – bei Henri Matisse oder Barnett Newman – auch für die Macht der Kunst selbst.

In unserer außerordentlich beliebten Seminarreihe zeichnen wir die Geschichte der wichtigsten Farben und ihre Verwendung in der Kunst von der Antike bis in die Gegenwart nach und wollen in diesem Zusammenhang auch die Sammlung der Hamburger Kunsthalle aus einer neuen Perspektive betrachten.

Auf vielfachen Wunsch wiederholen wir nun im Herbst die beiden ersten Sitzungen zu den Farben Blau und Rot – Spät- und Neueinsteiger sind also herzlich willkommen! Jede Veranstaltung innerhalb der Reihe ist thematisch in sich abgeschlossen. Die Seminare finden in der Sammlung sowie im Veranstaltungsraum statt.

Leitung Alice Gudera, Florian Britsch, M.A.

Die Farben der Kunst. Blau – die Farbe des Geistes

Farben sind Bedeutungsträger – und haben zugleich ihre jeweils ganz eigene Material- und Symbolgeschichte. So galt beispielsweise das Blau keineswegs schon immer als Farbe der Sehnsucht, Transzendenz und Spiritualität – des „Geistigen“ –, als die es seit der Romantik zumeist verstanden wurde. Im Gegenteil, für die alten Römer hatte Blau zeitweise gar den Ruch des „Barbarischen“. Und auch seine symbolische Verwendung in der christlichen Kunst und Architektur – etwa als Farbe der Muttergottes oder als Ausdruck des immateriellen göttlichen Lichts – entwickelte sich erst allmählich seit dem 12. Jahrhundert.

Ganz anders das Rot: Es wurde in nahezu allen Kulturen mit Blut und Feuer, Leben und Tod in Verbindung gebracht und galt daher von Anbeginn an als Farbe der Macht. Rot (bzw. Purpur) kleidete die Herrscher der Antike und später den triumphierenden Christus. Es stand für die überwältigende Macht der Liebe, die verführerische Macht der Erotik und die siegreiche Macht der Revolution, sowie schließlich in der Malerei des 20. Jahrhunderts – bei Henri Matisse oder Barnett Newman – auch für die Macht der Kunst selbst.

In unserer außerordentlich beliebten Seminarreihe zeichnen wir die Geschichte der wichtigsten Farben und ihre Verwendung in der Kunst von der Antike bis in die Gegenwart nach und wollen in diesem Zusammenhang auch die Sammlung der Hamburger Kunsthalle aus einer neuen Perspektive betrachten.

Auf vielfachen Wunsch wiederholen wir nun im Herbst die beiden ersten Sitzungen zu den Farben Blau und Rot – Spät- und Neueinsteiger sind also herzlich willkommen! Jede Veranstaltung innerhalb der Reihe ist thematisch in sich abgeschlossen. Die Seminare finden in der Sammlung sowie im Veranstaltungsraum statt.

Leitung Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M.A.

Niederländische Malerei von Jan van Eyck bis Rembrandt. Teil II: Die Stillleben- und Genremalerei des Goldenen Zeitalters

Das 17. Jahrhundert war für die nördlichen Provinzen der Niederlande, die sich vom spanisch beherrschten Flandern abgespalten hatten, ein wahrhaft „Goldenes Zeitalter“. Unter Führung der Provinz Holland – insbesondere Amsterdams – war eine bedeutende Handels- und Kolonialmacht entstanden, die eine ebenso eigenständige wie zukunftsweisende Kunst hervorbrachte.

Während der Süden des Landes zu einem Zentrum der Gegenreformation wurde, kam es im überwiegend protestantischen Norden zu einer Bildproduktion unter Marktbedingungen, wie es sie in diesem Umfang nie zuvor gegeben hatte. Um das Repräsentationsbedürfnis des noch jungen Bürgertums zu befriedigen, entwickelte sich ein Spezialistentum, das die zum Teil neu entstehenden profanen Gattungen erst zur Vollendung führen konnte. Parallel zur Ausstellung im Bucerius Kunst Forum zur Entwicklung des Kunstmarkts in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts bietet unser Seminar einen vertieften Einstieg in die Epoche. Wir lernen die bedeutendsten Künstler wie Rembrandt, Frans Hals, Johannes Vermeer oder Jacob van Ruisdael kennen.

Im zweiten Teil unserer Reihe beschäftigt uns zunächst die Gattung des Stilllebens mit ihren einheimischen wie exotischen Gegenständen, deren überbordende Fülle der Prosperität des Landes Ausdruck verleiht. Außerdem wollen wir die subtilen Genredarstellungen eines Gerard ter Borch und Johannes Vermeer näher beleuchten. Glas und Porzellan, Samt und Seide, Heringe und Tulpen reizen unsere Aufmerksamkeit und suggerieren einen intimen Einblick ins Innere der niederländischen Gesellschaft des 17. Jahrhunderts. Das Seminar endet mit einem Rundgang durch die reiche Sammlung der niederländischen Malerei der Hamburger Kunsthalle.

Die abschließende Sitzung Anfang 2018 wird dann der Landschafts-, Porträt- und Historienmalerei gewidmet sein.

Leitung Alice Gudera

Niederländische Malerei von Jan van Eyck bis Rembrandt. Teil II: Die Stillleben- und Genremalerei des Goldenen Zeitalters

Das 17. Jahrhundert war für die nördlichen Provinzen der Niederlande, die sich vom spanisch beherrschten Flandern abgespalten hatten, ein wahrhaft „Goldenes Zeitalter“. Unter Führung der Provinz Holland – insbesondere Amsterdams – war eine bedeutende Handels- und Kolonialmacht entstanden, die eine ebenso eigenständige wie zukunftsweisende Kunst hervorbrachte.

Während der Süden des Landes zu einem Zentrum der Gegenreformation wurde, kam es im überwiegend protestantischen Norden zu einer Bildproduktion unter Marktbedingungen, wie es sie in diesem Umfang nie zuvor gegeben hatte. Um das Repräsentationsbedürfnis des noch jungen Bürgertums zu befriedigen, entwickelte sich ein Spezialistentum, das die zum Teil neu entstehenden profanen Gattungen erst zur Vollendung führen konnte. Parallel zur Ausstellung im Bucerius Kunst Forum zur Entwicklung des Kunstmarkts in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts bietet unser Seminar einen vertieften Einstieg in die Epoche. Wir lernen die bedeutendsten Künstler wie Rembrandt, Frans Hals, Johannes Vermeer oder Jacob van Ruisdael kennen.

Im zweiten Teil unserer Reihe beschäftigt uns zunächst die Gattung des Stilllebens mit ihren einheimischen wie exotischen Gegenständen, deren überbordende Fülle der Prosperität des Landes Ausdruck verleiht. Außerdem wollen wir die subtilen Genredarstellungen eines Gerard ter Borch und Johannes Vermeer näher beleuchten. Glas und Porzellan, Samt und Seide, Heringe und Tulpen reizen unsere Aufmerksamkeit und suggerieren einen intimen Einblick ins Innere der niederländischen Gesellschaft des 17. Jahrhunderts. Das Seminar endet mit einem Rundgang durch die reiche Sammlung der niederländischen Malerei der Hamburger Kunsthalle.

Die abschließende Sitzung Anfang 2018 wird dann der Landschafts-, Porträt- und Historienmalerei gewidmet sein.

Leitung Dr. Alice Gudera

Niederländische Malerei von Jan van Eyck bis Rembrandt. Teil II: Die Stillleben- und Genremalerei des Goldenen Zeitalters

Das 17. Jahrhundert war für die nördlichen Provinzen der Niederlande, die sich vom spanisch beherrschten Flandern abgespalten hatten, ein wahrhaft „Goldenes Zeitalter“. Unter Führung der Provinz Holland – insbesondere Amsterdams – war eine bedeutende Handels- und Kolonialmacht entstanden, die eine ebenso eigenständige wie zukunftsweisende Kunst hervorbrachte.

Während der Süden des Landes zu einem Zentrum der Gegenreformation wurde, kam es im überwiegend protestantischen Norden zu einer Bildproduktion unter Marktbedingungen, wie es sie in diesem Umfang nie zuvor gegeben hatte. Um das Repräsentationsbedürfnis des noch jungen Bürgertums zu befriedigen, entwickelte sich ein Spezialistentum, das die zum Teil neu entstehenden profanen Gattungen erst zur Vollendung führen konnte. Parallel zur Ausstellung im Bucerius Kunst Forum zur Entwicklung des Kunstmarkts in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts bietet unser Seminar einen vertieften Einstieg in die Epoche. Wir lernen die bedeutendsten Künstler wie Rembrandt, Frans Hals, Johannes Vermeer oder Jacob van Ruisdael kennen.

Im zweiten Teil unserer Reihe beschäftigt uns zunächst die Gattung des Stilllebens mit ihren einheimischen wie exotischen Gegenständen, deren überbordende Fülle der Prosperität des Landes Ausdruck verleiht. Außerdem wollen wir die subtilen Genredarstellungen eines Gerard ter Borch und Johannes Vermeer näher beleuchten. Glas und Porzellan, Samt und Seide, Heringe und Tulpen reizen unsere Aufmerksamkeit und suggerieren einen intimen Einblick ins Innere der niederländischen Gesellschaft des 17. Jahrhunderts. Das Seminar endet mit einem Rundgang durch die reiche Sammlung der niederländischen Malerei der Hamburger Kunsthalle.

Die abschließende Sitzung Anfang 2018 wird dann der Landschafts-, Porträt- und Historienmalerei gewidmet sein.

Leitung Dr. Alice Gudera

Niederländische Malerei von Jan van Eyck bis Rembrandt. Teil II: Die Stillleben- und Genremalerei des Goldenen Zeitalters

Das 17. Jahrhundert war für die nördlichen Provinzen der Niederlande, die sich vom spanisch beherrschten Flandern abgespalten hatten, ein wahrhaft „Goldenes Zeitalter“. Unter Führung der Provinz Holland – insbesondere Amsterdams – war eine bedeutende Handels- und Kolonialmacht entstanden, die eine ebenso eigenständige wie zukunftsweisende Kunst hervorbrachte.

Während der Süden des Landes zu einem Zentrum der Gegenreformation wurde, kam es im überwiegend protestantischen Norden zu einer Bildproduktion unter Marktbedingungen, wie es sie in diesem Umfang nie zuvor gegeben hatte. Um das Repräsentationsbedürfnis des noch jungen Bürgertums zu befriedigen, entwickelte sich ein Spezialistentum, das die zum Teil neu entstehenden profanen Gattungen erst zur Vollendung führen konnte. Parallel zur Ausstellung im Bucerius Kunst Forum zur Entwicklung des Kunstmarkts in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts bietet unser Seminar einen vertieften Einstieg in die Epoche. Wir lernen die bedeutendsten Künstler wie Rembrandt, Frans Hals, Johannes Vermeer oder Jacob van Ruisdael kennen.

Im zweiten Teil unserer Reihe beschäftigt uns zunächst die Gattung des Stilllebens mit ihren einheimischen wie exotischen Gegenständen, deren überbordende Fülle der Prosperität des Landes Ausdruck verleiht. Außerdem wollen wir die subtilen Genredarstellungen eines Gerard ter Borch und Johannes Vermeer näher beleuchten. Glas und Porzellan, Samt und Seide, Heringe und Tulpen reizen unsere Aufmerksamkeit und suggerieren einen intimen Einblick ins Innere der niederländischen Gesellschaft des 17. Jahrhunderts. Das Seminar endet mit einem Rundgang durch die reiche Sammlung der niederländischen Malerei der Hamburger Kunsthalle.

Die abschließende Sitzung Anfang 2018 wird dann der Landschafts-, Porträt- und Historienmalerei gewidmet sein.

Leitung Dr. Alice Gudera

Mitgliederakademie: Tagesseminar Max Beckmann und die Geschichte des Selbstbildnisses

Kaum ein Künstler des 20. Jahrhunderts hat sich so oft und so vielfältig im Selbstporträt befragt wie Max Beckmann. Wir nehmen die große Beckmann­-Ausstellung der Kunsthalle zum Anlass, diese Bildnisse genauer in den Blick zu nehmen und das spannende Thema durch die Kunstgeschichte zu verfolgen. Im 15. Jahrhundert dringen Mensch und Natur auf vor­her nicht gekannte Weise ins Bild. Künstler gewan­nen ein neues Selbstverständnis, das sich von dem Begriff des Handwerkers löste. Sie erachteten sich fortan als gleichwertig mit Philosophen, Literaten und Wissenschaftlern ihrer Zeit. Ein gesteigertes Selbstbewusstsein tritt in den Bildnissen zu Tage, eine genaue Sicht auf menschliche Eigenschaften des Innern wie Äußeren und nicht zuletzt die Suche nach innovativen künstlerischen Wegen. In Ausein­andersetzung mit der eigenen Physiognomie als all­gegenwärtigem Modell lassen Selbstbildnisse häufig auf die Haltung des Künstlers zur ihn umgebenden Welt und zu ihrer Auffassung über Kunst schließen. Wir widmen uns im Seminar den frühen Beispie­len des autonomen Künstlerporträts bei Albrecht Dürer vom Ende des 15. Jahrhunderts und spannen den Bogen bis zu zeitgenössischen Reflexionen des künstlerischen Ich in Foto und digitalen Medien.

Leitung Dr. Alice Gudera

Mitgliederakademie: Vom Mittelalter in die Gegenwart, IV: Der Klassizismus, Teil IV

Malerei

Der einzige Weg für uns groß, ja, wenn es möglich ist, unnachahmlich zu werden, ist die Nachahmung der Alten.“ Diese 1755 formulierte Maxime des deutschen Archäologen Johann Joachim Winckel­ mann (1717–1768) markiert den Durchbruch zu einer bedeutenden Neuorientierung in Kunst und Gesellschaft, bei der die Nachahmung des klassi­schen Altertums zum Programm wurde. Sie ist un­trennbar mit der Erforschung der antiken Stätten einhergegangen: Ab 1711 hatte man begonnen Her­culaneum, ab 1733 Pompeji auszugraben. 1751–55 wurden erstmals die antiken Tempel in Athen ver­messen. Im Geist der Aufklärung entdeckte man die Größe der antiken Kunst mit ihren edlen und klaren Formen neu und suchte damit ein Gegen­modell zum Barock, dessen verspielten Pomp man mit feudalistischen Herrschaftssystemen assoziierte. Im Seminar werden die bedeutenden Denkmäler der klassizistischen Architektur in England, Frank­ reich und Deutschland behandelt. Wir lernen die eindrucksvollen Ausformungen des Klassizismus in der Skulptur und im Möbel kennen und werden bei der Malerei schließlich dazu kommen, wie Klassizis­mus und Romantik sehr bald ineinander übergehen.

Leitung Dr. Alice Gudera

Anmeldung bis 10. August

Mitgliederakademie: Tagesseminar Cézanne, Matisse, Bonnard – Künstlerateliers des Südens

Aus Anlass der aktuellen Ausstellungen der Kunsthalle Karlsruhe und des Frankfurter Städel.

Die großen Herbstausstellungen in der Kunsthalle Karlsruhe zu Paul Cézanne wie zu Henri Matisse und Pierre Bonnard im Frankfurter Städel geben den Rahmen für unser Seminar, in dem wir auf die Strahlkraft des Südens für die Künstler der Moder­ne schauen wollen. Seit Van Goghs Traum von einem „Atelier des Sü­dens“ im legendären „Gelben Haus“ in Arles zog das südliche Licht die Künstler immer wieder an die französische Mittelmeerküste. Van Gogh und Cézanne, Matisse und Picasso haben wesentliche Teile ihres Werkes um und nach 1900 in Südfrank­ reich geschaffen. Bonnard und Auguste Renoir verbrachten hier ebenfalls ihre letzten Lebensjah­re. Noch heute kann man zahlreiche Spuren ihres Schaffens entlang der Küste finden. Landschaft und Klima spiegeln vielerorts scheinbar unverän­dert die Situation der Jahrhundertwende. Neben Kapellenausstattungen und Skulpturen im öffent­lichen Raum haben sich etliche Künstlerateliers erhalten oder sind – wie im Falle Cézannes – nach eingehender Recherche und mithilfe von Photo­graphien posthum rekonstruiert worden. Auf un­serer virtuellen Reise erkunden wir eingehen die Orte, an denen die Künstler zu ihren Meisterwer­ken fanden. Wir beginnen mit van Gogh in Arles und St. Rémy, begeben uns gedanklich zu Cézanne nach Aix­-en­-Provence, zu den beeindruckenden Häusern Picassos, widmen uns den Stätten, die wir mit Matisse in Verbindung bringen. Dabei soll es um die Kunst, die Orte, an denen sie entstanden ist, aber auch um die in den vergangenen Jahren neu errichteten oder umgestalteten Museen an oder nahe der Künstlerateliers gehen.

Leitung Dr. Alice Gudera