Mitgliederakademie: Vom Mittelalter in die Gegenwart, IV: Der Klassizismus, Teil III

Möbel, Kunsthandwerk

„Der einzige Weg für uns groß, ja, wenn es möglich ist, unnachahmlich zu werden, ist die Nachahmung der Alten.“ Diese 1755 formulierte Maxime des deutschen Archäologen Johann Joachim Winckel­mann (1717–1768) markiert den Durchbruch zu einer bedeutenden Neuorientierung in Kunst und Gesellschaft, bei der die Nachahmung des klassi­schen Altertums zum Programm wurde. Sie ist un­trennbar mit der Erforschung der antiken Stätten einhergegangen: Ab 1711 hatte man begonnen Her­culaneum, ab 1733 Pompeji auszugraben. 1751–55 wurden erstmals die antiken Tempel in Athen ver­messen. Im Geist der Aufklärung entdeckte man die Größe der antiken Kunst mit ihren edlen und klaren Formen neu und suchte damit ein Gegen­modell zum Barock, dessen verspielten Pomp man mit feudalistischen Herrschaftssystemen assoziierte. Im Seminar werden die bedeutenden Denkmäler der klassizistischen Architektur in England, Frank­reich und Deutschland behandelt. Wir lernen die eindrucksvollen Ausformungen des Klassizismus in der Skulptur und im Möbel kennen und werden bei der Malerei schließlich dazu kommen, wie Klassizis­mus und Romantik sehr bald ineinander übergehen.

Leitung Dr. Alice Gudera
Anmeldung bis 10. August

Mitgliederakademie: Einführung: Die Ausstellungskuratorinnen Dr. Anne Buschhoff (Fernando Bryce) und Julia Binter (Der blinde Fleck) im Gespräch mit Dr. Alice Gudera

Bremen war im 19. und frühen 20. Jahrhundert ein Zentrum schnell wachsender internationaler Handelsbeziehungen und profitierte von kolonia­ler Expansion wie von der massenhaften Auswan­derung nach Übersee. Auch im 1823 gegründeten Kunstverein haben diese globalen Verflechtungen Spuren hinterlassen. Bis heute blieben sie jedoch unentdeckt. Die Ausstellung Der blinde Fleck ver­knüpft die Geschichte des Kunstvereins in Bremen mit der Handelsgeschichte der Hansestadt und be­fragt Werke von Paula Modersohn­-Becker, Emil Nolde oder Fritz Behn auf ihre kolonialen Zusam­menhänge. Behns sogenanntes Reichskolonial­-Ehrenmal (heute: Antikolonialismus­-Denkmal) am Rande des Bürgerparks ist auch Gegenstand der Werkgruppe Unvergessenes Land des chilenischen Künstlers Fernando Bryce, der sich in seinem Werk intensiv mit Phänomenen des Kolonialismus und Imperialismus auseinandersetzt.

Anmeldung bis 20. August

Mitgliederakademie: Vom Mittelalter in die Gegenwart, IV: Der Klassizismus, Teil II

Skulptur

Der einzige Weg für uns groß, ja, wenn es möglich ist, unnachahmlich zu werden, ist die Nachahmung der Alten.“ Diese 1755 formulierte Maxime des deutschen Archäologen Johann Joachim Winckel­ mann (1717–1768) markiert den Durchbruch zu einer bedeutenden Neuorientierung in Kunst und Gesellschaft, bei der die Nachahmung des klassi­schen Altertums zum Programm wurde. Sie ist un­trennbar mit der Erforschung der antiken Stätten einhergegangen: Ab 1711 hatte man begonnen Her­culaneum, ab 1733 Pompeji auszugraben. 1751–55 wurden erstmals die antiken Tempel in Athen ver­messen. Im Geist der Aufklärung entdeckte man die Größe der antiken Kunst mit ihren edlen und klaren Formen neu und suchte damit ein Gegen­modell zum Barock, dessen verspielten Pomp man mit feudalistischen Herrschaftssystemen assoziierte. Im Seminar werden die bedeutenden Denkmäler der klassizistischen Architektur in England, Frank­ reich und Deutschland behandelt. Wir lernen die eindrucksvollen Ausformungen des Klassizismus in der Skulptur und im Möbel kennen und werden bei der Malerei schließlich dazu kommen, wie Klassizis­mus und Romantik sehr bald ineinander übergehen.

Leitung Dr. Alice Gudera
Anmeldung bis 10. August

Mitgliederakademie: Vom Mittelalter in die Gegenwart, IV: Die Kunst des Klassizismus 1750 bis 1850, Teil I

Einführung – Klassizistische Architektur

„Der einzige Weg für uns groß, ja, wenn es möglich ist, unnachahmlich zu werden, ist die Nachahmung der Alten.“ Diese 1755 formulierte Maxime des deutschen Archäologen Johann Joachim Winckel­ mann (1717–1768) markiert den Durchbruch zu einer bedeutenden Neuorientierung in Kunst und Gesellschaft, bei der die Nachahmung des klassi­schen Altertums zum Programm wurde. Sie ist un­trennbar mit der Erforschung der antiken Stätten einhergegangen: Ab 1711 hatte man begonnen Her­culaneum, ab 1733 Pompeji auszugraben. 1751–55 wurden erstmals die antiken Tempel in Athen ver­messen. Im Geist der Aufklärung entdeckte man die Größe der antiken Kunst mit ihren edlen und klaren Formen neu und suchte damit ein Gegen­modell zum Barock, dessen verspielten Pomp man mit feudalistischen Herrschaftssystemen assoziierte. Im Seminar werden die bedeutenden Denkmäler der klassizistischen Architektur in England, Frank­ reich und Deutschland behandelt. Wir lernen die eindrucksvollen Ausformungen des Klassizismus in der Skulptur und im Möbel kennen und werden bei der Malerei schließlich dazu kommen, wie Klassizis­mus und Romantik sehr bald ineinander übergehen.

Leitung: Dr. Alice Gudera
Anmeldung bis 10. August

Die Farben der Kunst. Teil VI: Grau – zwischen Reflexion und Emotion

Grau ist eine besondere Farbe: Sie kann die Abwesenheit von Farbe bedeuten oder die Summe aller Farben, Ende oder Nullpunkt und Anfang der Malerei. In der Differenz zur Alltagserfahrung einer farbigen Welt ist Grau ein Medium der Abstraktion und Distanznahme – zeitlich, gedanklich, emotional – und lädt wie keine andere Farbe zur Reflexion künstlerischer Mittel oder gattungsspezifischer Verfahren ein.

Umgekehrt kann die Farbe aber auch – wie in den symbolistischen Stadtbildern und Interieurs von Fernand Khnopff oder Vilhelm Hammershøi – der gedanklichen und emotionalen Vertiefung dienen. Von der mittelalterlichen Grisaille bis zu Gerhard Richter birgt das auf den ersten Blick so unscheinbare Grau eine Fülle von Überraschungen und Entdeckungen.

In unserer Seminarreihe wollen wir die Geschichte der wichtigsten Farben und ihre Verwendung in der Kunst von der Antike bis in die Gegenwart nachzeichnen und in diesem Zusammenhang auch die Sammlung der Hamburger Kunsthalle aus einer neuen Perspektive betrachten.

Jede Veranstaltung innerhalb der Reihe ist thematisch in sich abgeschlossen. Das Seminar findet in der Sammlung sowie im Veranstaltungsraum statt.

Leitung: Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M. A.

Die Farben der Kunst. Teil VI: Grau – zwischen Reflexion und Emotion

Grau ist eine besondere Farbe: Sie kann die Abwesenheit von Farbe bedeuten oder die Summe aller Farben, Ende oder Nullpunkt und Anfang der Malerei. In der Differenz zur Alltagserfahrung einer farbigen Welt ist Grau ein Medium der Abstraktion und Distanznahme – zeitlich, gedanklich, emotional – und lädt wie keine andere Farbe zur Reflexion künstlerischer Mittel oder gattungsspezifischer Verfahren ein.

Umgekehrt kann die Farbe aber auch – wie in den symbolistischen Stadtbildern und Interieurs von Fernand Khnopff oder Vilhelm Hammershøi – der gedanklichen und emotionalen Vertiefung dienen. Von der mittelalterlichen Grisaille bis zu Gerhard Richter birgt das auf den ersten Blick so unscheinbare Grau eine Fülle von Überraschungen und Entdeckungen.

In unserer Seminarreihe wollen wir die Geschichte der wichtigsten Farben und ihre Verwendung in der Kunst von der Antike bis in die Gegenwart nachzeichnen und in diesem Zusammenhang auch die Sammlung der Hamburger Kunsthalle aus einer neuen Perspektive betrachten.

Jede Veranstaltung innerhalb der Reihe ist thematisch in sich abgeschlossen. Das Seminar findet in der Sammlung sowie im Veranstaltungsraum statt.

Leitung: Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M. A.

Die Farben der Kunst. Teil VI: Grau – zwischen Reflexion und Emotion

Grau ist eine besondere Farbe: Sie kann die Abwesenheit von Farbe bedeuten oder die Summe aller Farben, Ende oder Nullpunkt und Anfang der Malerei. In der Differenz zur Alltagserfahrung einer farbigen Welt ist Grau ein Medium der Abstraktion und Distanznahme – zeitlich, gedanklich, emotional – und lädt wie keine andere Farbe zur Reflexion künstlerischer Mittel oder gattungsspezifischer Verfahren ein.

Umgekehrt kann die Farbe aber auch – wie in den symbolistischen Stadtbildern und Interieurs von Fernand Khnopff oder Vilhelm Hammershøi – der gedanklichen und emotionalen Vertiefung dienen. Von der mittelalterlichen Grisaille bis zu Gerhard Richter birgt das auf den ersten Blick so unscheinbare Grau eine Fülle von Überraschungen und Entdeckungen.

In unserer Seminarreihe wollen wir die Geschichte der wichtigsten Farben und ihre Verwendung in der Kunst von der Antike bis in die Gegenwart nachzeichnen und in diesem Zusammenhang auch die Sammlung der Hamburger Kunsthalle aus einer neuen Perspektive betrachten.

Jede Veranstaltung innerhalb der Reihe ist thematisch in sich abgeschlossen. Das Seminar findet in der Sammlung sowie im Veranstaltungsraum statt.

Leitung: Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M. A.

Niederländische Malerei von Jan van Eyck bis Rembrandt, Teil I: Die altniederländische Malerei (1420–1520)

Die altniederländische, vorrangig flämische Malerei zwischen 1420 und 1520 stellt einen unvergleichlichen Höhepunkt der nordalpinen Kunst dieser Zeit dar. In den Niederlanden, herrschaftlich mit dem Hause Burgund verbunden, entwickelte sich auf der Grundlage des Weichen Stils der franko-flämischen Schule eine neue Richtung, die von einer feinmalerischen Finesse der Wirklichkeitswiedergabe zeugt, wie sie für die Epoche einzigartig ist. Der Goldgrund wich differenzierten Landschaftshintergründen, die nicht selten die Frage nach einer benennbaren Topographie aufkommen lassen. Empirische Naturbeobachtung spiegelt sich darüber hinaus im Akt, so etwa bei den wie lebensecht empfundenen Bildern von Adam und Eva auf Jan van Eycks „Genter Altar“. Auch die Porträtmalerei brachte Werke von einer bis dahin nicht gekannten, bisweilen schonungslos realistischen Schilderung des Gegenübers hervor.

Die unterschiedlichen Oberflächen und Materialien wurden mit Hilfe von Lupen, feinsten Pinseln und vor allem durch das noch junge Medium der Ölmalerei in verblüffenden Naturalismus übersetzt. Die Faszination für diese künstlerischen Neuerungen blieb nicht auf ihr Ursprungsland beschränkt: Gezielt wurden Werke der „Maniera Fiamminga“ nach Italien exportiert, wo sie die dortige Kunst befruchteten. Auch die „Altdeutsche Kunst“ oder das französische 15. Jahrhundert griffen Impulse der alten Niederländer auf.

Zu ihren Hauptvertretern zählen der Meister von Flémalle (mit dem man heute zumeist Robert Campin identifiziert), Jan van Eyck und Rogier van der Weyden. Dieric Bouts, Petrus Christus, Hugo van der Goes, Hans Memling, Gerard David und Hieronymus Bosch gehören gleichfalls zu den unangefochtenen Meistern der altniederländischen Malerei.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum statt.

Leitung: Dr. Alice Gudera

Niederländische Malerei von Jan van Eyck bis Rembrandt, Teil I: Die altniederländische Malerei (1420–1520)

Die altniederländische, vorrangig flämische Malerei zwischen 1420 und 1520 stellt einen unvergleichlichen Höhepunkt der nordalpinen Kunst dieser Zeit dar. In den Niederlanden, herrschaftlich mit dem Hause Burgund verbunden, entwickelte sich auf der Grundlage des Weichen Stils der franko-flämischen Schule eine neue Richtung, die von einer feinmalerischen Finesse der Wirklichkeitswiedergabe zeugt, wie sie für die Epoche einzigartig ist. Der Goldgrund wich differenzierten Landschaftshintergründen, die nicht selten die Frage nach einer benennbaren Topographie aufkommen lassen. Empirische Naturbeobachtung spiegelt sich darüber hinaus im Akt, so etwa bei den wie lebensecht empfundenen Bildern von Adam und Eva auf Jan van Eycks „Genter Altar“. Auch die Porträtmalerei brachte Werke von einer bis dahin nicht gekannten, bisweilen schonungslos realistischen Schilderung des Gegenübers hervor.

Die unterschiedlichen Oberflächen und Materialien wurden mit Hilfe von Lupen, feinsten Pinseln und vor allem durch das noch junge Medium der Ölmalerei in verblüffenden Naturalismus übersetzt. Die Faszination für diese künstlerischen Neuerungen blieb nicht auf ihr Ursprungsland beschränkt: Gezielt wurden Werke der „Maniera Fiamminga“ nach Italien exportiert, wo sie die dortige Kunst befruchteten. Auch die „Altdeutsche Kunst“ oder das französische 15. Jahrhundert griffen Impulse der alten Niederländer auf.

Zu ihren Hauptvertretern zählen der Meister von Flémalle (mit dem man heute zumeist Robert Campin identifiziert), Jan van Eyck und Rogier van der Weyden. Dieric Bouts, Petrus Christus, Hugo van der Goes, Hans Memling, Gerard David und Hieronymus Bosch gehören gleichfalls zu den unangefochtenen Meistern der altniederländischen Malerei.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum statt.

Leitung: Dr. Alice Gudera

Die Farben der Kunst. Teil VI: Grau – zwischen Reflexion und Emotion

Grau ist eine besondere Farbe: Sie kann die Abwesenheit von Farbe bedeuten oder die Summe aller Farben, Ende oder Nullpunkt und Anfang der Malerei. In der Differenz zur Alltagserfahrung einer farbigen Welt ist Grau ein Medium der Abstraktion und Distanznahme – zeitlich, gedanklich, emotional – und lädt wie keine andere Farbe zur Reflexion künstlerischer Mittel oder gattungsspezifischer Verfahren ein.

Umgekehrt kann die Farbe aber auch – wie in den symbolistischen Stadtbildern und Interieurs von Fernand Khnopff oder Vilhelm Hammershøi – der gedanklichen und emotionalen Vertiefung dienen. Von der mittelalterlichen Grisaille bis zu Gerhard Richter birgt das auf den ersten Blick so unscheinbare Grau eine Fülle von Überraschungen und Entdeckungen.

In unserer Seminarreihe wollen wir die Geschichte der wichtigsten Farben und ihre Verwendung in der Kunst von der Antike bis in die Gegenwart nachzeichnen und in diesem Zusammenhang auch die Sammlung der Hamburger Kunsthalle aus einer neuen Perspektive betrachten.

Jede Veranstaltung innerhalb der Reihe ist thematisch in sich abgeschlossen. Das Seminar findet in der Sammlung sowie im Veranstaltungsraum statt.

Leitung: Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M. A.