REVISION: DIE GESCHICHTE DER FRANZÖSISCHEN KUNST. TEIL II: ROMANTIK (1815–1860) (SEMINAR)

Im zweiten Teil unserer Seminarreihe zur französischen Kunst vom Klassizismus bis zum Surrealismus widmen wir uns dem Aufbruch in die Moderne nach dem Ende der napoleonischen Ära. Zu nennen ist hier in erster Linie die Malerei der Romantik mit ihren Protagonisten Théodore Géricault (1791–1824) und Eugène Delacroix (1798–1863). Das Historienbild als traditionell ranghöchste Gattung blieb für beide, im Unterschied zur deutschen Romantik, nach wie vor prägend. Doch trat an die Stelle des siegesgewissen nun der zweifelnde und gebrochene Held – die Demonstration allgemeingültiger Ideale wurde abgelöst durch die Erforschung subjektiver Gefühlszustände und psychischer Grenzsituationen. Damit einhergehend entwickelte sich nicht nur – in bewusster Abkehr von der klassizistischen Umrisslinie – die Farbe in ihrem emotionalen Ausdrucksgehalt mehr und mehr zum bestimmenden Element des Bildes. Es kam auch zu einer Neubestimmung der Rolle der Geschlechter. Jede Veranstaltung innerhalb der Reihe ist thematisch in sich abgeschlossen.

Dr. Alice Gudera, Florian Britsch M.A.

Kostenbeitrag:
32 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Anmeldung erforderlich

 

CAMILLE PISSARRO UND DIE IMPRESSIONISTISCHE LANDSCHAFT (SEMINAR)

Das Potsdamer Museum Barberini ehrt mit einer Retrospektive eine zentrale Künstlerfigur des französischen Impressionismus: Camille Pissarro (1830–1903). Er trug nicht nur wesentlich zur Entwicklung der impressionistischen Landschaft bei, die sich von den gelehrten akademischen Idealen unterschied und daher von der Kritik bisweilen niederschmetternd beurteilt wurde, sondern ging in den 1890er-Jahren auch den Weg der Pointilisten zu einer gänzlich neuen Auffassung von Kunst mit. Seine zeitweise enge Zusammenarbeit mit Paul Cézanne ist ebenso legendär wie seine Rolle als Vermittler der impressionistischen und pointillistischen Kunst, etwa als der Niederländer Vincent van Gogh 1886 nach Paris kam.

Wir nehmen die Potsdamer Ausstellung Mit offenem Blick. Der Impressionist Pissarro zum Anlass, uns grundlegend mit der Landschaft im Impressionismus seit den 1860er-Jahren zu beschäftigen. Arbeiten von Künstlerkollegen wie Claude Monet, Alfred Sisley und Pierre-Auguste Renoir werden dabei ebenso besprochen wie die Hauptwerke Pissarros.

Kostenbeitrag:
26 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Anmeldung erforderlich

 

»BERLIN. COSMOPOLITE – DIE VERSUNKENE WELT VON FELICIE UND CARL BERNSTEIN« (SEMINAR)

Wenn es um den Einzug des französischen Impressionismus in Deutschland geht, gebührt Felicie (1849–1908) und Carl Bernstein (1842–1894) eine Vorreiterrolle. Sie erwarben diese moderne Kunst, als sie noch in keinem Museum vertreten war, in Frankreich selbst kaum geschätzt und im kaiserlichen Berlin verachtet wurde.

Erstmals widmet sich nun eine Ausstellung auf der Grundlage intensiver Forschungsarbeit dem jüdischen Sammlerehepaar, das 1882 von einem Besuch bei dem Verwandten Charles Ephrussi in Paris zehn impressionistische Gemälde mitbrachte. Ihr Haus entwickelte sich in der Folge zu einem bedeutenden Treffpunkt für Schriftsteller, Kritiker, Museumsleute und Künstler, darunter Wilhelm von Bode, Hugo von Tschudi und Alfred Lichtwark. Die Sammlung Bernstein prägte das Berliner Kulturleben um 1900 in höchstem Maße – nicht zuletzt auch das Kunstsammeln Max Liebermanns.

Kostenbeitrag:
24 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Anmeldung erforderlich

 

CAMILLE CLAUDEL (1864–1943) – AUS ANLASS DER AUSSTELLUNG »CAMILLE CLAUDEL & BERNHARD HOETGER. EMANZIPATION VON RODIN« IN DER ALTEN NATIONALGALERIE (SEMINAR)

Camille Claudel gehört zu den bedeutenden Ausnahmen der Zeit um 1900, denn nur wenige Frauen erlangten wie sie Anerkennung auf dem Gebiet der Bildhauerei. Der auch körperlich herausfordernde Schaffensakt wurde innerhalb der Künste als ganz besonders »männliche« Tätigkeit empfunden.

Die Künstlerin widersetzte sich den gesellschaftlichen Erwartungen und widmete sich ambitioniert und kraftvoll der menschlichen Figur mit existenziellen wie intim-alltäglichen Themen. Ihre leidenschaftliche und komplexe Beziehung zu ihrem Lehrer Auguste Rodin und ihre erzwungene Unterbringung in einer psychiatrischen Anstalt für die letzten 30 Jahre ihres Lebens sind vielfach beschrieben und verfilmt worden – ihre eindringlichen Werke haben eine gleichbleibend künstlerisch wie menschlich ausdrucksstarke Dimension.

Kostenbeitrag:
24 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Anmeldung erforderlich

 

CAMILLE CLAUDEL (1864–1943) – AUS ANLASS DER AUSSTELLUNG »CAMILLE CLAUDEL & BERNHARD HOETGER. EMANZIPATION VON RODIN« IN DER ALTEN NATIONALGALERIE (SEMINAR)

Camille Claudel gehört zu den bedeutenden Ausnahmen der Zeit um 1900, denn nur wenige Frauen erlangten wie sie Anerkennung auf dem Gebiet der Bildhauerei. Der auch körperlich herausfordernde Schaffensakt wurde innerhalb der Künste als ganz besonders »männliche« Tätigkeit empfunden.

Die Künstlerin widersetzte sich den gesellschaftlichen Erwartungen und widmete sich ambitioniert und kraftvoll der menschlichen Figur mit existenziellen wie intim-alltäglichen Themen. Ihre leidenschaftliche und komplexe Beziehung zu ihrem Lehrer Auguste Rodin und ihre erzwungene Unterbringung in einer psychiatrischen Anstalt für die letzten 30 Jahre ihres Lebens sind vielfach beschrieben und verfilmt worden – ihre eindringlichen Werke haben eine gleichbleibend künstlerisch wie menschlich ausdrucksstarke Dimension.

Kostenbeitrag:
24 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Anmeldung erforderlich

 

»BERLIN. COSMOPOLITE – DIE VERSUNKENE WELT VON FELICIE UND CARL BERNSTEIN« (SEMINAR)

Wenn es um den Einzug des französischen Impressionismus in Deutschland geht, gebührt Felicie (1849–1908) und Carl Bernstein (1842–1894) eine Vorreiterrolle. Sie erwarben diese moderne Kunst, als sie noch in keinem Museum vertreten war, in Frankreich selbst kaum geschätzt und im kaiserlichen Berlin verachtet wurde.

Erstmals widmet sich nun eine Ausstellung auf der Grundlage intensiver Forschungsarbeit dem jüdischen Sammlerehepaar, das 1882 von einem Besuch bei dem Verwandten Charles Ephrussi in Paris zehn impressionistische Gemälde mitbrachte. Ihr Haus entwickelte sich in der Folge zu einem bedeutenden Treffpunkt für Schriftsteller, Kritiker, Museumsleute und Künstler, darunter Wilhelm von Bode, Hugo von Tschudi und Alfred Lichtwark. Die Sammlung Bernstein prägte das Berliner Kulturleben um 1900 in höchstem Maße – nicht zuletzt auch das Kunstsammeln Max Liebermanns.

Kostenbeitrag:
24 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Anmeldung erforderlich

Rendezvous der Träume. Surrealismus und deutsche Romantik

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Online-Seminar zu den Hauptwerken der großen Surrealismus-Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle

Anlässlich des 100. Jubiläums des Surrealismus zeigt die Hamburger Kunsthalle eine umfangreiche Ausstellung zu der künstlerischen Richtung in Kooperation mit dem Pariser Centre Pompidou. Präsentiert werden 180 surrealistische Ikonen unter anderem von Max Ernst, Meret Oppenheim, René Magritte, Salvador Dalí, Valentine Hugo, Toyen, André Masson, Victor Brauner, Paul Klee u. v. m. Eine der wichtigsten Geistesverwandtschaften der Kunstströmung bestand zur deutschen Romantik mit ihren Traumwelten, Nachtseiten und beispielweise dem besonderen Naturgefühl wie auch der gelebten Poesie. Dies verdeutlicht die Ausstellung mit expliziten Hommagen und anregenden Gegenüberstellungen zu über 60 romantischen Meisterwerken, unter anderem von Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge. In diesem Online-Seminar geht es um die zentralen Werke der Ausstellung.

Termin

Freitag, 25. Juli 2025,
16:00 bis 18.30 Uhr (inkl. Pause)

Anmeldung

Per Mail bis zum 18.07.2025.

Kosten

40,00 Euro inkl. 19% USt.


Zur Buchung

Alle Preise verstehen sich inklusive 19% USt.
Falls Sie einen Gutschein besitzen, geben Sie bitte hier die Gutscheinnummer ein.
Für die Kaufabwicklung, die Bereitstellung der Zugangsdaten für das Online-Seminar und den Anforderungen der steuerrechtlichen Vorgaben ist die Speicherung Ihrer angegebenen Daten erforderlich.

Mit offenem Blick. Der Impressionist Camille Pissarro

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Online-Seminar zu den Hauptwerken der Ausstellung im Museum Barberini

Eines der Kunst-Highlights 2025 verspricht das Potsdamer Museum Barberini mit einer groß angelegten Ausstellung zu dem Impressionisten Camille Pissarro (1830–1903). Er entwickelte nicht nur die neue Richtung der Malerei maßgeblich mit, sondern ging in seiner pointillistischen Phase darüber hinaus und war nicht zuletzt für viele Künstlerkollegen, darunter Vincent van Gogh, ein entscheidender Vermittler der neuen Ideen. Über 100 Landschaften, Stadtansichten, Stillleben und Figurenbildern aus etwa 50 internationalen Sammlungen geben in Potsdam ab Mitte Juni 2025 einen fundierten Überblick über Pissarros gesamtes Schaffen.

Termin

Freitag, 11.Juli 2025,
16:00 bis 18.30 Uhr (inkl. Pause)

Kosten

40,00 Euro inkl. 19% USt.

Anmeldung

Per Mail bis 04.07.2025.


Zur Buchung

Alle Preise verstehen sich inklusive 19% USt.
Falls Sie einen Gutschein besitzen, geben Sie bitte hier die Gutscheinnummer ein.
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1870/71 – Die Impressionisten in London

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Als Claude Monet, Camille Pissarro und weitere heute berühmte Künstler vor dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 nach London flohen, lernten sie nicht nur ihren zukünftigen Händler Paul Durand-Ruel kennen, sondern konnten auch Werke von William M. Turner und James McNeill Whistler im Original studieren. Der längere Aufenthalt hatte einen bedeutenden Einfluss auf den sich in dieser Zeit herausbildenden Impressionismus. Ausstellungen der jüngsten Vergangenheit in London und Paris haben dazu neues Wissen hervorgebracht. Das Seminar kann auch zur vertiefenden, zusätzlichen Vorbereitung auf die große Pissarro-Ausstellung im Potsdamer Museum Barberini dienen.

Termin

Freitag, 13. Juni 2025,
17:00 bis 18.30 Uhr

Kosten

20,00 Euro inkl. 19% USt.

Anmeldung

Per Mail bis 06.06.2025.


Zur Buchung

Alle Preise verstehen sich inklusive 19% USt.
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REVISION: DIE GESCHICHTE DER FRANZÖSISCHEN KUNST, TEIL I: KLASSIZISMUS (1780–1830) (SEMINAR)

Die Kunstgeschichte hat im globalen Zeitalter und mit Blick auf bis vor wenigen Jahren kaum beachtete Fragestellungen neue Sichtweisen und Erkenntnisse gewonnen. Das gilt auch für die zumeist äußerst populäre und innerhalb Europas zeitweise führende französische Kunst. In unserer mehrteiligen Reihe verfolgen wir ihre Entwicklung vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs. Berühmten Künstlern stellen wir dabei wenig bekannte Künstlerinnen an die Seite, verfolgen neueste Debatten etwa über den französischen Impressionismus und widmen uns auch der Frage, wie der Umgang Paul Gauguins oder Pablo Picassos mit Werken der außereuropäischen Kunst heute kunsthistorisch einzuordnen ist. Am Beginn der Reihe steht die Malerei des Klassizismus, die im Zeitalter der Revolution eine Rückbesinnung nicht nur auf Formen, sondern auch auf ethische Gehalte der Antike mit sich brachte. Die herausgehobene Gestalt auf der Leinwand war nun nicht mehr der Märtyrer der Heilsgeschichte, sondern der Held der Antike, der historische, zunehmend aber auch der zeitgenössische Heros.