ALBERTO GIACOMETTI UND DIE RELATIVITÄT DES BLICKS. ZUM WERK DES SCHWEIZER BILDHAUERS

Alberto Giacometti (1901–1966) zählt zu den wichtigsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. In seinem Werk wird die Darstellbarkeit der menschlichen Figur skeptisch befragt und radikal erneuert – in der Skulptur ebenso wie in der Malerei. Nach kubistisch und surrealistisch geprägten Phasen, der die Modellierung von winzigen Skulpturen folgt, setzt 1946 im Werk des Künstlers der Übergang zu den dünnen, masse- und sozusagen gewichtslosen Skulpturen ein, welche den Charakter von ungreifbaren Erscheinungen in einem unbetretbaren Bildraum haben. Giacomettis Sicht auf die menschliche Gestalt steht dabei im Kontext der Suche nach einer neuen Bildsprache in Folge der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs. Mit seinen stabdünnen, gleichsam von der Umgebung aufgezehrten Figuren und Figurengruppen gehört er zu den großen Erneuerern der figürlichen Plastik im 20. Jahrhundert. In seinen Werken äußert sich ein grundlegend neues Verhältnis des Einzelnen zum Gegenüber sowie zum ihn umgebenden Raum.

Anmeldung erforderlich

 

REVISION: DIE GESCHICHTE DER FRANZÖSISCHEN KUNST. TEIL III: NATURSTUDIUM UND REALISMUS – DIE ENTDECKUNG DER WIRKLICHKEIT (SEMINAR)

Während sich in Frankreich Klassizismus und Romantik gleichermaßen an der traditionell ranghöchsten Bildgattung, der Historienmalerei, orientierten, setzte mit den Anfängen der Freilichtmalerei um 1800 parallel dazu eine Bewegung ein, die schließlich zu einer grundlegenden ästhetischen Neuorientierung und einer Umkehr der Gattungshierarchie führte. Eindrucksvoll lässt sich verfolgen, wie die zunächst wenig geschätzte reine Landschaft innerhalb weniger Jahrzehnte der Historie ihren Rang streitig machte. Eine Schlüsselrolle kam dabei dem Dorf Barbizon südöstlich von Paris zu; von hier aus erkundeten Maler wie Théodore Rousseau und Jean-François Millet seit den 1830er-Jahren den Wald von Fontainebleau, ein riesiges urwüchsiges Areal mit zahlreichen Naturdenkmälern. In den Umkreis der Maler von Barbizon gehört auch Gustave Courbet (1819–1877). Seiner herausragenden, als »realistisch« bezeichneten Malerei schenken wir ebenso Aufmerksamkeit wie der bedeutendsten Tiermalerin des 19. Jahrhunderts, die in der Nähe von Fontainebleau ihr Atelier hatte: Rosa Bonheur (1822–1899). Jede Veranstaltung innerhalb der Reihe ist thematisch in sich abgeschlossen.

Diese Veranstaltung ist bereits ausgebucht.

REVISION: DIE GESCHICHTE DER FRANZÖSISCHEN KUNST. TEIL III: NATURSTUDIUM UND REALISMUS – DIE ENTDECKUNG DER WIRKLICHKEIT (SEMINAR)

Während sich in Frankreich Klassizismus und Romantik gleichermaßen an der traditionell ranghöchsten Bildgattung, der Historienmalerei, orientierten, setzte mit den Anfängen der Freilichtmalerei um 1800 parallel dazu eine Bewegung ein, die schließlich zu einer grundlegenden ästhetischen Neuorientierung und einer Umkehr der Gattungshierarchie führte. Eindrucksvoll lässt sich verfolgen, wie die zunächst wenig geschätzte reine Landschaft innerhalb weniger Jahrzehnte der Historie ihren Rang streitig machte. Eine Schlüsselrolle kam dabei dem Dorf Barbizon südöstlich von Paris zu; von hier aus erkundeten Maler wie Théodore Rousseau und Jean-François Millet seit den 1830er-Jahren den Wald von Fontainebleau, ein riesiges urwüchsiges Areal mit zahlreichen Naturdenkmälern. In den Umkreis der Maler von Barbizon gehört auch Gustave Courbet (1819–1877). Seiner herausragenden, als »realistisch« bezeichneten Malerei schenken wir ebenso Aufmerksamkeit wie der bedeutendsten Tiermalerin des 19. Jahrhunderts, die in der Nähe von Fontainebleau ihr Atelier hatte: Rosa Bonheur (1822–1899). Jede Veranstaltung innerhalb der Reihe ist thematisch in sich abgeschlossen.

Dr. Alice Gudera, Florian Britsch M.A.

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 Anders Zorn (1860 — 1920). Schwedens Superstar

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Online-Seminar anlässlich der Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle

Der Schwede Anders Zorn gehörte bereits um 1900 zu den berühmtesten Künstlern seiner Zeit. Er war ein vielseitiger, weitgereister Maler, der sich auch auf dem Londoner Kunstmarkt etablierte, sich in Paris aufhielt, als der Impressionismus zum Durchbruch kamen, und schließlich eroberte er ab 1893 die USA im Sturm.  

Anders Zorn – Mrs. Walter Rathbone Bacon (Virginia Purdy Barker, 1862–1919). The Metropolitan Museum of Art.

Sein Werk lässt sich nicht durch einen einzelnen Begriff zuordnen: Es zeigt impressionistische Facetten wie bisweilen Tendenzen zur sog. Salonmalerei. Wiederholt malt er Motive seiner schwedischen Heimat, wo seine Gemälde schon lange zu den populärsten Kunsthighlights gehören.

Termin

Sonntag, 28.09.2025
16:00 bis 18:30 Uhr inkl. Pause

Kosten

40,00 Euro inkl. 19% USt.

Anmeldung

Bitte per E-Mail oder unten stehendem Formular bis zum 28.09.2025.


Zur Buchung

Alle Preise verstehen sich inklusive 19% USt.
Falls Sie einen Gutschein besitzen, geben Sie bitte hier die Gutscheinnummer ein.
Für die Kaufabwicklung, die Bereitstellung der Zugangsdaten für das Online-Seminar und den Anforderungen der steuerrechtlichen Vorgaben ist die Speicherung Ihrer angegebenen Daten erforderlich.

Liebesbotschaften — Johannes Vermeer, Rembrandt van Rijn und die Briefkultur in den Niederlanden im 17. Jahrhundert

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Online-Seminar anlässlich der Ausstellung Vermeer’s Love Letters in der Frick Collection, New York

Eine kleine, aber sehr feine Ausstellung mit Werken Johannes Vermeers (1632—1675) in der gerade wiedereröffneten New Yorker Frick Collection bietet Anlass für unser Seminar. Im Fokus stehen die allseits bewunderten Gemälde mit Briefleserinnen und Briefschreiberinnen des niederländischen Malers und seiner Kollegen wie Rembrandt van Rijn im 17. Jahrhundert.  

Wieder gibt es Neues über Vermeer, aber auch über das sozio-kulturelle Leben der Niederlande in verschiedenen gesellschaftlichen Schichten zu erfahren.

Termin

Freitag, 22. August 2025
17:00 bis 18.30 Uhr

Anmeldung

Per Mail oder unten stehendem Formular bis zum 22.08.2025.

Kosten

20,00 Euro inkl. Ust.


Zur Buchung

Alle Preise verstehen sich inklusive 19% USt.
Falls Sie einen Gutschein besitzen, geben Sie bitte hier die Gutscheinnummer ein.
Für die Kaufabwicklung, die Bereitstellung der Zugangsdaten für das Online-Seminar und den Anforderungen der steuerrechtlichen Vorgaben ist die Speicherung Ihrer angegebenen Daten erforderlich.

SCHLÜSSELWERKE DER KUNSTGESCHICHTE: JOHANNES VERMEER, DIE MALKUNST, UM 1666/68, KUNSTHISTORISCHES MUSEUM, WIEN (SEMINAR)

Die Malkunst von Johannes Vermeer (1632–1675) gehört zu den Schlüsselwerken der Kunstgeschichte. Innerhalb seines Œuvres markiert die Atelierszene eine höchst eigenwillige Ausnahme, denn der Maler widmete sich sonst zumeist dem gehobenen Genre oder dem sog. Tronie wie bei dem Mädchen mit dem Perlenohrring. Gleich einem künstlerischen Vermächtnis erscheint das Bild, in dem Vermeer hier über die Rolle der Malerei in seiner Zeit reflektiert. Vermutlich ohne Auftrag entstanden, befand sich das Gemälde zu Lebzeiten des Malers in seinem Atelier.

Kosten: 30 € Erwachsene(r), 25 € Mitglied(er)
5 € ermäßigt

Hinweis: Für alle unter 27 Jahren gilt der ermäßigte Preis.

Anmeldung erforderlich

DER SURREALISMUS. EINE EINFÜHRUNG – AUS ANLASS DER AUSSTELLUNG „RENDEZVOUS DER TRÄUME. SURREALISMUS UND DEUTSCHE ROMANTIK“ (Seminar)

Wir nehmen die Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle Rendezvous der Träume zum Anlass für ein einführendes Seminar zum Surrealismus. Die Richtung entwickelte sich ab 1921 in Paris unter der Führung des französischen Schriftstellers und Kritikers André Breton (1896–1966). 1924 erschien dessen programmatisches „Manifeste du Surréalisme“. Der Surrealismus, zunächst weniger ein Stil als eine geistig-politische Haltung, forderte die Aufhebung der Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit, Wahn und Vernunft, Subjektivem und Objektivem. Entscheidende künstlerische Impulse gaben vor allem der Magische Realismus, der Symbolismus, die Pittura Metafisica und der Dadaismus.

Kosten: 30 € Erwachsene(r), 25 € Mitglied(er)
5 € ermäßigt

Hinweis: Für alle unter 27 Jahren gilt der ermäßigte Preis.

Anmeldung erforderlich

 

REVISION: DIE GESCHICHTE DER FRANZÖSISCHEN KUNST. TEIL II: ROMANTIK (1815–1860) (SEMINAR)

Im zweiten Teil unserer Seminarreihe zur französischen Kunst vom Klassizismus bis zum Surrealismus widmen wir uns dem Aufbruch in die Moderne nach dem Ende der napoleonischen Ära. Zu nennen ist hier in erster Linie die Malerei der Romantik mit ihren Protagonisten Théodore Géricault (1791–1824) und Eugène Delacroix (1798–1863). Das Historienbild als traditionell ranghöchste Gattung blieb für beide, im Unterschied zur deutschen Romantik, nach wie vor prägend. Doch trat an die Stelle des siegesgewissen nun der zweifelnde und gebrochene Held – die Demonstration allgemeingültiger Ideale wurde abgelöst durch die Erforschung subjektiver Gefühlszustände und psychischer Grenzsituationen. Damit einhergehend entwickelte sich nicht nur – in bewusster Abkehr von der klassizistischen Umrisslinie – die Farbe in ihrem emotionalen Ausdrucksgehalt mehr und mehr zum bestimmenden Element des Bildes. Es kam auch zu einer Neubestimmung der Rolle der Geschlechter. Jede Veranstaltung innerhalb der Reihe ist thematisch in sich abgeschlossen.

Dr. Alice Gudera, Florian Britsch M.A.

Kostenbeitrag:
32 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Anmeldung erforderlich