Hannover: Max Slevogt-Retrospektive und Höhepunkte der Sammlung des 19. Jahrhunderts im Landesmuseum

Max Slevogt (1868–1932) wird zusammen mit Max Liebermann und Lovis Corinth stets als Hauptvertreter des „deutschen Impressionismus“ um 1900 bezeichnet. Sein vielschichtiges und eigenwilliges Werk ist jedoch in seiner ganzen Fülle noch zu entdecken. Zum 150. Geburtstag würdigt nun das Landesmuseum Hannover den Künstler mit einer großen Retrospektive. Die 150 ausgestellten Arbeiten bieten die einmalige Gelegenheit, sämtliche Schaffensphasen Slevogts im Zusammenhang kennenzulernen.

Seine künstlerische Ausbildung erhielt Slevogt an der Akademie der Bildenden Künste in München; für weitere Studien ging er 1889 nach Paris an die freie Académie Julian. Es war das Jahr der Weltausstellung, und der französische Impressionismus erfuhr nun auch in bürgerlichen Kreisen wachsende Anerkennung. In Deutschland – so auch bei Slevogt – machte sich die Tendenz zur Aufhellung der Palette und zur malerischen Virtuosität und Skizzenhaftigkeit freilich erst im Laufe der Jahre bemerkbar. In München faszinierten Slevogt zunächst eher deutsche Vorbilder wie Wilhelm Leibl und Arnold Böcklin. Slevogt gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Münchener Secession, malte Landschafts-, Figuren- und Aktbilder und gestaltete Illustrationen für die Zeitschriften „Jugend“ und „Simplicissimus“. Große Erfolge erzielte er schließlich ab 1898 als Mitglied der Berliner Secession; schnell gehörte er dort zum Kreis um die Brüder Cassirer. Seine wiederholte Hinwendung zu theatralischen und historischen Stoffen gab ihm jedoch stets eine eigene Stellung.

Im Anschluss an den Besuch der Slevogt-Retrospektive wollen wir uns zur Ergänzung der besonders umfangreichen Sammlung an Werken des „deutschen Impressionismus“ sowie dem Bestand an deutscher und französischer Malerei des 19. Jahrhunderts im Landesmuseum widmen.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Samstag, 12. Januar 2019
KOSTENBEITRAG 104 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 20 Euro
LEISTUNGEN Fahrt mit der Deutschen Bahn 2. Klasse ab/an Hamburg inkl. Reservierung, öfftl. Verkehrsmittel, Eintritt, Führungen, Reiseleitung
Anmeldung erforderlich

Heinrich Reinhold. Der Landschaft auf der Spur – Ausstellungsführung

Eine lange Schaffenszeit war ihm nicht vergönnt – Heinrich Reinhold (1788–1825) starb mit nur 36 Jahren in Rom an Luftröhrenschwindsucht. Umso beeindruckender sind sein Lebensweg und das künstlerische Werk, das er hinterlassen hat, und das nun in der Hamburger Ausstellung erstmals in Gänze präsentiert wird.

Ausbildung und Studium in Gera, Leipzig und Wien, Arbeit als Kupferstecher in Paris im Auftrag des napoleonischen Kunstagenten und Museumsdirektors Vivant Denon, nach dem Sturz Napoleons 1814 Rückkehr nach Wien, Wanderungen in der Schneeberggegend, im Salzkammergut und im Berchtesgadener Land. „Auch treibt mich mein Gemüth zur Landschaft“, hatte er kurz zuvor an seinen Bruder Gottfried geschrieben. 1819 endlich erfüllte sich Reinhold einen langgehegten Wunsch und reiste zusammen mit seinem Künstlerfreund Johann Christoph Erhard nach Rom. Dort wohnte er bei dem Hamburger Maler Johann Joachim Faber, fand schnell Anschluss im deutschrömischen Künstlerkreis und blieb bis zu seinem Tod in der „Ewigen Stadt“. Fünf Jahre lebte und arbeitet er dort, bereiste verschiedene Regionen Italiens und hielt seine Eindrücke stets in Landschaftsstudien fest.

Reinholds Darstellungen reichen dabei von einfachen Feder- und Bleistiftzeichnungen bis hin zu erstaunlich modernen Ölstudien in freier Natur – eigentlich eine Domäne der französischen Landschaftsmaler und für die deutsche Kunstgeschichte damals noch eine Besonderheit. Sie sind in ihrer direkten Erfassung von Licht und Atmosphäre der Landschaft wegweisend für die Freilichtmalerei.

Alice Gudera erläutert das Werk Heinrich Reinholds und seine Bedeutung für die Kunstgeschichte in einer ausführlichen Führung durch die Ausstellung.

FÜHRUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Dienstag, 11. Dezember 2018, 14 bis 15.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 12 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Heinrich Reinhold. Der Landschaft auf der Spur – Ausstellungsführung

Eine lange Schaffenszeit war ihm nicht vergönnt – Heinrich Reinhold (1788–1825) starb mit nur 36 Jahren in Rom an Luftröhrenschwindsucht. Umso beeindruckender sind sein Lebensweg und das künstlerische Werk, das er hinterlassen hat, und das nun in der Hamburger Ausstellung erstmals in Gänze präsentiert wird.

Ausbildung und Studium in Gera, Leipzig und Wien, Arbeit als Kupferstecher in Paris im Auftrag des napoleonischen Kunstagenten und Museumsdirektors Vivant Denon, nach dem Sturz Napoleons 1814 Rückkehr nach Wien, Wanderungen in der Schneeberggegend, im Salzkammergut und im Berchtesgadener Land. „Auch treibt mich mein Gemüth zur Landschaft“, hatte er kurz zuvor an seinen Bruder Gottfried geschrieben. 1819 endlich erfüllte sich Reinhold einen langgehegten Wunsch und reiste zusammen mit seinem Künstlerfreund Johann Christoph Erhard nach Rom. Dort wohnte er bei dem Hamburger Maler Johann Joachim Faber, fand schnell Anschluss im deutschrömischen Künstlerkreis und blieb bis zu seinem Tod in der „Ewigen Stadt“. Fünf Jahre lebte und arbeitet er dort, bereiste verschiedene Regionen Italiens und hielt seine Eindrücke stets in Landschaftsstudien fest.

Reinholds Darstellungen reichen dabei von einfachen Feder- und Bleistiftzeichnungen bis hin zu erstaunlich modernen Ölstudien in freier Natur – eigentlich eine Domäne der französischen Landschaftsmaler und für die deutsche Kunstgeschichte damals noch eine Besonderheit. Sie sind in ihrer direkten Erfassung von Licht und Atmosphäre der Landschaft wegweisend für die Freilichtmalerei.

Alice Gudera erläutert das Werk Heinrich Reinholds und seine Bedeutung für die Kunstgeschichte in einer ausführlichen Führung durch die Ausstellung.

FÜHRUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Dienstag, 11. Dezember 2018, 11 bis 12.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 12 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

 

Aus nächster Nähe so fern. Die Kunst der Naturstudie von der Renaissance bis heute

Unser Augenmerk liegt in dieser Veranstaltung auf den stets faszinierend gemalten, gezeichneten oder fotografierten Naturstudien, die Künstler seit mehr als 500 Jahren zum Ausgangspunkt oder gar Ziel ihrer Kunst erklärt haben. Die Arbeiten Heinrich Reinholds (1788–1825), die Anlass unseres Seminars sind, lassen uns vor den Originalen immer wieder vor- und zurücktreten, so sehr ziehen die Feder-, Bleistift- und Ölstudien in feinster Ausführung oder skizzenhafter Eindringlichkeit den Blick an, lassen uns auf das Künstlerische im Detail und dann wieder auf die Gesamtwirkung schauen. Für die Geschichte der Ölstudie nimmt Reinhold in Deutschland gar eine Pionierstellung ein, schon zu seinen Lebzeiten waren sie begehrt und in ihrer Eigenständigkeit anerkannt.

Naturstudien fokussieren ein Tier oder eine Pflanze und regen ein konzentriertes Betrachten, ein genaues Hinschauen an. Neben isolierten Darstellungen einer einzelnen Spezies können auch kleinste, nahansichtige Landschaftsausschnitte als Naturstudien gelten. Sie wirken häufig ausgesprochen wirklichkeitsnah. Daneben entwickelt sich die Naturstudie mit ungewöhnlichen Bildausschnitten und in skizzenhafter Manier zum Experimentierfeld für künstlerische Ausdrucksformen. Über die Jahrhunderte lassen sich daher unterschiedliche Funktionen unterscheiden – im Kontext ihrer Entstehungszeit wie auch im Gesamtwerk eines Künstlers. Dienten Naturstudien anfänglich in erster Linie zur Vorbereitung größerer Arbeiten, konnten sie im Laufe der Jahrhunderte zusehends den Rang eines vollendeten Kunstwerks beanspruchen. Unser Bogen reicht von den Arbeiten Albrecht Dürers (1471–1528) bis zu den „Blättern“ Manfred Holtfrerichs (geb. 1948).

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum sowie in der Ausstellung „Heinrich Reinhold. Der Landschaft auf der Spur“ statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Mittwoch, 19. Dezember 2018, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 26 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Wir bieten dieses Seminar alternativ auch am 13. Dezember 2019 an.

Aus nächster Nähe so fern. Die Kunst der Naturstudie von der Renaissance bis heute

Unser Augenmerk liegt in dieser Veranstaltung auf den stets faszinierend gemalten, gezeichneten oder fotografierten Naturstudien, die Künstler seit mehr als 500 Jahren zum Ausgangspunkt oder gar Ziel ihrer Kunst erklärt haben. Die Arbeiten Heinrich Reinholds (1788–1825), die Anlass unseres Seminars sind, lassen uns vor den Originalen immer wieder vor- und zurücktreten, so sehr ziehen die Feder-, Bleistift- und Ölstudien in feinster Ausführung oder skizzenhafter Eindringlichkeit den Blick an, lassen uns auf das Künstlerische im Detail und dann wieder auf die Gesamtwirkung schauen. Für die Geschichte der Ölstudie nimmt Reinhold in Deutschland gar eine Pionierstellung ein, schon zu seinen Lebzeiten waren sie begehrt und in ihrer Eigenständigkeit anerkannt.

Naturstudien fokussieren ein Tier oder eine Pflanze und regen ein konzentriertes Betrachten, ein genaues Hinschauen an. Neben isolierten Darstellungen einer einzelnen Spezies können auch kleinste, nahansichtige Landschaftsausschnitte als Naturstudien gelten. Sie wirken häufig ausgesprochen wirklichkeitsnah. Daneben entwickelt sich die Naturstudie mit ungewöhnlichen Bildausschnitten und in skizzenhafter Manier zum Experimentierfeld für künstlerische Ausdrucksformen. Über die Jahrhunderte lassen sich daher unterschiedliche Funktionen unterscheiden – im Kontext ihrer Entstehungszeit wie auch im Gesamtwerk eines Künstlers. Dienten Naturstudien anfänglich in erster Linie zur Vorbereitung größerer Arbeiten, konnten sie im Laufe der Jahrhunderte zusehends den Rang eines vollendeten Kunstwerks beanspruchen. Unser Bogen reicht von den Arbeiten Albrecht Dürers (1471–1528) bis zu den „Blättern“ Manfred Holtfrerichs (geb. 1948).

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum sowie in der Ausstellung „Heinrich Reinhold. Der Landschaft auf der Spur“ statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Donnerstag, 13. Dezember 2018, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 26 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Wir bieten dieses Seminar alternativ auch am 19.12.2018 an.

Die Farben der Kunst – von der Antike bis zur Gegenwart. Ein Resümee

Farbe: Die einen – die Florentiner Renaissancekünstler ebenso wie die Anhänger Poussins, aber auch die Zisterzienser des 12. oder die Reformatoren des 16. Jahrhunderts – haben sie eher geringgeschätzt, dem Intellekt und der Linie untergeordnet oder gar der Täuschung, Verführung und Unmoral verdächtigt. Für die anderen – Tizian, Rubens, die französischen Romantiker oder die Abstrakten Expressionisten – war sie dagegen die „Seele“ der Malerei.

Mit Newton begann ihre moderne naturwissenschaftliche Erforschung, Goethe suchte ihre „sinnlich-sittliche“ Wirkung zu erschließen, Kandinsky und die Maler am Bauhaus wollten auf ihr eine rein abstrakte, vom Gegenstand unabhängige „Sprache“ begründen. Farben wurden immer wieder zur Demonstration von Macht und Reichtum eingesetzt, aber umgekehrt auch zur Stigmatisierung und Ausgrenzung – und nicht selten hat sich ihre Bedeutung dabei im Verlauf der Geschichte grundlegend gewandelt, mitunter sogar ins Gegenteil verkehrt. Mit einem Wort: Farben sind alles andere als selbstverständlich oder gar „natürlich“, es sind vielmehr vielschichtige kulturelle Gebilde, die sich jeder vorschnellen Verallgemeinerung widersetzen.

Über zweieinhalb Jahre haben wir in unserer Seminarreihe die faszinierende Kunst- und Kulturgeschichte der Farben von der Antike bis in die Gegenwart verfolgt – und dabei nicht zuletzt die Sammlung der Hamburger Kunsthalle aus einer neuen Perspektive betrachtet. Für alle diejenigen, die uns auf dieser Expedition begleitet haben, aber ebenso für die, die sich demnächst selbst auf Entdeckungsreise begeben wollen, bieten wir nun zum Abschluss ein 5-stündiges Resümee an – Kaffee und Erfrischungspausen eingeschlossen, Erkenntnisgewinn garantiert.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M. A.
TERMIN Donnerstag, 29. November 2018, 11 bis 16 Uhr
KOSTENBEITRAG 29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Wir bieten dieses Seminar alternativ auch am 14.11.2018 an.

Die Farben der Kunst – von der Antike bis zur Gegenwart. Ein Resümee

Farbe: Die einen – die Florentiner Renaissancekünstler ebenso wie die Anhänger Poussins, aber auch die Zisterzienser des 12. oder die Reformatoren des 16. Jahrhunderts – haben sie eher geringgeschätzt, dem Intellekt und der Linie untergeordnet oder gar der Täuschung, Verführung und Unmoral verdächtigt. Für die anderen – Tizian, Rubens, die französischen Romantiker oder die Abstrakten Expressionisten – war sie dagegen die „Seele“ der Malerei.

Mit Newton begann ihre moderne naturwissenschaftliche Erforschung, Goethe suchte ihre „sinnlich-sittliche“ Wirkung zu erschließen, Kandinsky und die Maler am Bauhaus wollten auf ihr eine rein abstrakte, vom Gegenstand unabhängige „Sprache“ begründen. Farben wurden immer wieder zur Demonstration von Macht und Reichtum eingesetzt, aber umgekehrt auch zur Stigmatisierung und Ausgrenzung – und nicht selten hat sich ihre Bedeutung dabei im Verlauf der Geschichte grundlegend gewandelt, mitunter sogar ins Gegenteil verkehrt. Mit einem Wort: Farben sind alles andere als selbstverständlich oder gar „natürlich“, es sind vielmehr vielschichtige kulturelle Gebilde, die sich jeder vorschnellen Verallgemeinerung widersetzen.

Über zweieinhalb Jahre haben wir in unserer Seminarreihe die faszinierende Kunst- und Kulturgeschichte der Farben von der Antike bis in die Gegenwart verfolgt – und dabei nicht zuletzt die Sammlung der Hamburger Kunsthalle aus einer neuen Perspektive betrachtet. Für alle diejenigen, die uns auf dieser Expedition begleitet haben, aber ebenso für die, die sich demnächst selbst auf Entdeckungsreise begeben wollen, bieten wir nun zum Abschluss ein 5-stündiges Resümee an – Kaffee und Erfrischungspausen eingeschlossen, Erkenntnisgewinn garantiert.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M. A.
TERMIN Mittwoch, 14. November 2018, 11 bis 16 Uhr
KOSTENBEITRAG 29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Wir bieten dieses Seminar alternativ auch am 29.11.2018 an.

Max Slevogt und der „deutsche Impressionismus“

Der 150. Geburtstag Max Slevogts (1868–1932) und die damit verbundenen Ausstellungen bieten Anlass für eine intensivere Auseinandersetzung mit seinem vielseitigen malerischen und graphischen Œuvre. Slevogt bildet zusammen mit Max Liebermann und Lovis Corinth das sogenannte Dreigestirn des „deutschen Impressionismus“ und schuf als Jüngster dieses Trios eindrucksvolle Bilder des mondänen Berlin sowie der ihm vertrauten Landschaften, insbesondere der Pfalz. Berühmt wurde er mit seinen eigenwilligen Porträts; sein Hang zur Bühne und zur Weltliteratur gaben ihm stets neue Impulse für ein künstlerisch eigenständiges Werk.

Unser Seminar widmet sich den Entwicklungslinien und Hauptarbeiten Slevogts sowie dem „deutschen Impressionismus“, einer Richtung in der Malerei um 1900, von der oftmals selbstverständlich die Rede ist und die sich doch nicht mit einem Satz erfassen lässt. Der Begriff lässt an den Vorbildcharakter der französischen Kunst denken; vielfach gilt die künstlerische Strömung in Deutschland als unmittelbare Folgeerscheinung dessen, was Maler wie Manet, Monet und Pissarro in Frankreich hervorbrachten. Tatsächlich hielten sich die meisten deutschen Künstler – wie auch Slevogt – zu Studienzwecken in Paris auf. Zunächst interessierten sie sich jedoch für die frühe Freiluftmalerei der Maler von Barbizon, erst in den 1890er-Jahren hellte sich ihre Palette auf und sie öffneten sich einer stärker impressionistischen Malweise. Inwieweit sie die modernen Impulse mit weiteren, teils sehr unterschiedlichen Tendenzen zu neuen Ergebnissen führten, wollen wir an Beispielen der drei Hauptvertreter sowie jener Künstler hinterfragen, die das weite Spektrum des „deutschen Impressionismus“ veranschaulichen.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum sowie in der Sammlung statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Mittwoch, 7. November 2018, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 26 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Wir bieten dieses Seminar alternativ auch am 1.11.2018 an.

Max Slevogt und der „deutsche Impressionismus“

Der 150. Geburtstag Max Slevogts (1868–1932) und die damit verbundenen Ausstellungen bieten Anlass für eine intensivere Auseinandersetzung mit seinem vielseitigen malerischen und graphischen Œuvre. Slevogt bildet zusammen mit Max Liebermann und Lovis Corinth das sogenannte Dreigestirn des „deutschen Impressionismus“ und schuf als Jüngster dieses Trios eindrucksvolle Bilder des mondänen Berlin sowie der ihm vertrauten Landschaften, insbesondere der Pfalz. Berühmt wurde er mit seinen eigenwilligen Porträts; sein Hang zur Bühne und zur Weltliteratur gaben ihm stets neue Impulse für ein künstlerisch eigenständiges Werk.

Unser Seminar widmet sich den Entwicklungslinien und Hauptarbeiten Slevogts sowie dem „deutschen Impressionismus“, einer Richtung in der Malerei um 1900, von der oftmals selbstverständlich die Rede ist und die sich doch nicht mit einem Satz erfassen lässt. Der Begriff lässt an den Vorbildcharakter der französischen Kunst denken; vielfach gilt die künstlerische Strömung in Deutschland als unmittelbare Folgeerscheinung dessen, was Maler wie Manet, Monet und Pissarro in Frankreich hervorbrachten. Tatsächlich hielten sich die meisten deutschen Künstler – wie auch Slevogt – zu Studienzwecken in Paris auf. Zunächst interessierten sie sich jedoch für die frühe Freiluftmalerei der Maler von Barbizon, erst in den 1890er-Jahren hellte sich ihre Palette auf und sie öffneten sich einer stärker impressionistischen Malweise. Inwieweit sie die modernen Impulse mit weiteren, teils sehr unterschiedlichen Tendenzen zu neuen Ergebnissen führten, wollen wir an Beispielen der drei Hauptvertreter sowie jener Künstler hinterfragen, die das weite Spektrum des „deutschen Impressionismus“ veranschaulichen.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum sowie in der Sammlung statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Donnerstag, 1. November 2018, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 26 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Wir bieten dieses Seminar alternativ auch am 7.11.2018 an.

Salon im Klingersaal: Théodore Géricault, Das Floß der Medusa, 1818/19

Es gilt als das Katastrophenbild der Moderne schlechthin: Théodore Géricaults monumentales „Floß der Medusa“, ausgestellt im Pariser Salon des Jahres 1819. Das Ereignis, das der Maler zum Thema machte, lag damals gut drei Jahre zurück: Am 2. Juli 1816 war die französische Fregatte „Medusa“ vor der Westküste Afrikas auf eine Sandbank gelaufen und kurz darauf auseinandergebrochen. Da es an Bord nicht genügend Rettungsboote gab, wurde in aller Eile ein Floß gezimmert, auf dem 150 Menschen Platz fanden. Als das auf offenem Meer treibende Floß schließlich entdeckt wurde, waren nur noch 15 Personen übriggeblieben. Dazwischen lagen 12 Tage Kampf, Not und Ungewissheit, unvorstellbares Leiden und grauenerregende Gewaltszenen. Der künstlerische Ertrag war ein Bild, das mit allen Konventionen der Historienmalerei brach und sofort, bald zustimmend, bald ablehnend, als Fanal einer neuen Kunst angesehen wurde.

Für die Ausstellung „Entfesselte Natur. Das Bild der Katastrophe seit 1600“ konnte Géricaults Gemälde aus dem Pariser Musée du Louvre nicht ausgeliehen werden. Dafür ist es – aus Anlass der Ausstellung – Thema im Salon der Freunde, in dem wir uns in loser Folge den vielzitierten 100 Meisterwerken der Kunstgeschichte widmen, jenen Bildern und Skulpturen also, die wir alle zu kennen glauben und die doch bei näherem Hinsehen immer neue Fragen aufwerfen.

Zu Gast im Klingersaal der Hamburger Kunsthalle ist diesmal Dr. Markus Bertsch, Leiter der Sammlung 19. Jahrhundert und Kurator der Ausstellung. Mit ihm diskutieren Dr. Alice Gudera und Florian Britsch über Géricaults gemalte Tragödie, den Entstehungskontext des Bildes und seinen kunsthistorischen Rang. Den Auftakt zu diesem gut einstündigen, spontanen kunsthistorischen „Terzett“ bildet ein kurzer einführender Vortrag zum Thema des Abends.

PODIUMSGESPRÄCH Dr. Alice Gudera, Dr. Markus Bertsch, Florian Britsch, M. A.
TERMIN Mittwoch, 29. August 2018, 19 bis 21.30 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr)
ORT Hamburger Kunsthalle, Klinger-Saal
KOSTENBEITRAG 15 Euro, Studierende unter 30 Jahren 10 Euro (inkl. Snacks, ohne Getränke)
Karten nur im Vorverkauf ab 1. Juli 2018 im Museumsshop in der Hamburger Kunsthalle sowie im Onlineshop unter freunde-shop.de (keine Abendkasse)