Picasso. Blau und rosa. Anlässlich der Ausstellung im Musée d’Orsay

In einer großen Ausstellung würdigt das Pariser Musée d’Orsay, in Kooperation mit dem Picasso-Museum, im Herbst dieses Jahres die in die Kunstgeschichte als Blaue und Rosa Periode eingegangene frühe Werkphase des Jahrhundertkünstlers Pablo Picasso (1881–1973). Es entsteht ein umfassendes Panorama von Picassos künstlerischen Anfängen in Frankreich, einer Zeit, die für die Entwicklung der modernen Kunst von kaum zu überschätzender Bedeutung war.

Im Jahr 1900 geht der noch völlig unbekannte Künstler mit seinem Jugendfreund Carlos Casagemas in die französische Hauptstadt, um dort die Weltausstellung zu besuchen. Den Spanier interessieren die Werke von Cézanne, Degas und Bonnard, und er macht Bekanntschaft mit Toulouse-Lautrec. Zurück in Madrid, erfährt er vom Tod Casagemas’. Das Bild, das er von seinem verstorbenen Freund auf dem Totenbett malt, markiert den Anfang der Blauen Periode, die einen melancholischen Grundton trägt und viele der nun folgenden Werke prägt. Spuren des Symbolismus, die Farbauffassung van Goghs und die Körperbildung Rodins verarbeitet Picasso in seinen blaugetränkten Werken.

Wir widmen uns dieser Phase und ihren Quellen ebenso wie den anschließenden Übergängen und zuletzt der Rosa Periode ab 1904 mit ihrem besonderen, teils heiteren Klang, der sich vor allem in außergewöhnlichen Darstellungen von Gauklern, Seiltänzern und Harlekinen zeigt. Der Akt spielt eine zunehmend wichtige Rolle; das Studium der Kunst Ingres und iberischer Skulpturen findet seinen Ausdruck in einer neuen Figurenauffassung, die den Weg in die Moderne weist. Die für das nachfolgende Œuvre so elementaren Erdtöne verabschieden das Rosa leise, aber nachhaltig – Picasso macht sich, gemeinsam mit Georges Braque, auf den Weg zum Kubismus.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Mittwoch, 17. Oktober 2018, 14.30 bis 17 Uhr
KOSTENBEITRAG 22 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Picasso. Blau und rosa. Anlässlich der Ausstellung im Musée d’Orsay

In einer großen Ausstellung würdigt das Pariser Musée d’Orsay, in Kooperation mit dem Picasso-Museum, im Herbst dieses Jahres die in die Kunstgeschichte als Blaue und Rosa Periode eingegangene frühe Werkphase des Jahrhundertkünstlers Pablo Picasso (1881–1973). Es entsteht ein umfassendes Panorama von Picassos künstlerischen Anfängen in Frankreich, einer Zeit, die für die Entwicklung der modernen Kunst von kaum zu überschätzender Bedeutung war.

Im Jahr 1900 geht der noch völlig unbekannte Künstler mit seinem Jugendfreund Carlos Casagemas in die französische Hauptstadt, um dort die Weltausstellung zu besuchen. Den Spanier interessieren die Werke von Cézanne, Degas und Bonnard, und er macht Bekanntschaft mit Toulouse-Lautrec. Zurück in Madrid, erfährt er vom Tod Casagemas’. Das Bild, das er von seinem verstorbenen Freund auf dem Totenbett malt, markiert den Anfang der Blauen Periode, die einen melancholischen Grundton trägt und viele der nun folgenden Werke prägt. Spuren des Symbolismus, die Farbauffassung van Goghs und die Körperbildung Rodins verarbeitet Picasso in seinen blaugetränkten Werken.

Wir widmen uns dieser Phase und ihren Quellen ebenso wie den anschließenden Übergängen und zuletzt der Rosa Periode ab 1904 mit ihrem besonderen, teils heiteren Klang, der sich vor allem in außergewöhnlichen Darstellungen von Gauklern, Seiltänzern und Harlekinen zeigt. Der Akt spielt eine zunehmend wichtige Rolle; das Studium der Kunst Ingres und iberischer Skulpturen findet seinen Ausdruck in einer neuen Figurenauffassung, die den Weg in die Moderne weist. Die für das nachfolgende Œuvre so elementaren Erdtöne verabschieden das Rosa leise, aber nachhaltig – Picasso macht sich, gemeinsam mit Georges Braque, auf den Weg zum Kubismus.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Mittwoch, 17. Oktober 2018, 10.30 bis 13 Uhr
KOSTENBEITRAG 22 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Die Küste. Bilder von Wohlstand, Katastrophe und Freizeitvergnügen zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert

Bilder der Küste entwickelten sich erstmals in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts zu einem eigenständigen Sujet. Als Teil der Marinemalerei spiegelten sie die Handels- und Seefahrernation der Vereinigten Niederlande, waren Zeugnis vom technischen Know-how im Schiffbau sowie in der Kriegsführung und bezeugten die wirtschaftliche Prosperität des Landes. Wiederholt demonstrieren die Szenen, wie sehr man den Schrecken des Meeres, der Bedrohung durch Angriff und Unwetter aus eigener Kraft widerstand.

Im fortgeschrittenen 17. Jahrhundert widmete sich ein Teil der Maler ausschließlich der stimmungsvollen Erfassung der Szenerie am Meer. Bereits zu Beginn des Jahrhunderts bereichern außerdem bisweilen Küstenbesucher – zumeist wohlhabende Städter – die Schauplätze. Im französischen 18. Jahrhundert machten die „erhabenen“ Schreckensszenarien eines Claude-Joseph Vernet Geschichte. Es sollte indes noch dauern, bis sich der Übergang von Land zu Wasser auch als Ort der Erholung und des Freizeitvergnügens entwickelte. Diese neue Sicht auf Küste und Strand mit heilsamer Brise und wohltuendem Naturschauspiel nahm ihren Anfang in den englischen Seebädern und gelangte schließlich im 19. Jahrhundert auch nach Frankreich. Auf die ersten Freiluftmaler folgten Künstler wie Eugène Boudin und sein Schüler Claude Monet; sie malten die Pariser Bourgeosie bei der Sommerfrische in der Normandie.

Daneben blieb freilich auch die Katastrophe ein beliebtes Thema jener Künstler, die im Pariser Salon Erfolg suchten: literarisch bzw. mythologisch geprägt wie bei Eugène Delacroix, zeitgeschichtlich motiviert wie bei Théodore Gericault oder mit Blick auf die immerwährende Gewalt des Meeres wie bei Eugène Isabey.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum sowie in der Ausstellung „Entfesselte Natur“ statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Donnerstag, Samstag, 1. September 2018, jeweils 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 26 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Wir bieten dieses Seminar alternativ auch am 16. und 23.8.2018 an.

Die Küste. Bilder von Wohlstand, Katastrophe und Freizeitvergnügen zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert

Bilder der Küste entwickelten sich erstmals in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts zu einem eigenständigen Sujet. Als Teil der Marinemalerei spiegelten sie die Handels- und Seefahrernation der Vereinigten Niederlande, waren Zeugnis vom technischen Know-how im Schiffbau sowie in der Kriegsführung und bezeugten die wirtschaftliche Prosperität des Landes. Wiederholt demonstrieren die Szenen, wie sehr man den Schrecken des Meeres, der Bedrohung durch Angriff und Unwetter aus eigener Kraft widerstand.

Im fortgeschrittenen 17. Jahrhundert widmete sich ein Teil der Maler ausschließlich der stimmungsvollen Erfassung der Szenerie am Meer. Bereits zu Beginn des Jahrhunderts bereichern außerdem bisweilen Küstenbesucher – zumeist wohlhabende Städter – die Schauplätze. Im französischen 18. Jahrhundert machten die „erhabenen“ Schreckensszenarien eines Claude-Joseph Vernet Geschichte. Es sollte indes noch dauern, bis sich der Übergang von Land zu Wasser auch als Ort der Erholung und des Freizeitvergnügens entwickelte. Diese neue Sicht auf Küste und Strand mit heilsamer Brise und wohltuendem Naturschauspiel nahm ihren Anfang in den englischen Seebädern und gelangte schließlich im 19. Jahrhundert auch nach Frankreich. Auf die ersten Freiluftmaler folgten Künstler wie Eugène Boudin und sein Schüler Claude Monet; sie malten die Pariser Bourgeosie bei der Sommerfrische in der Normandie.

Daneben blieb freilich auch die Katastrophe ein beliebtes Thema jener Künstler, die im Pariser Salon Erfolg suchten: literarisch bzw. mythologisch geprägt wie bei Eugène Delacroix, zeitgeschichtlich motiviert wie bei Théodore Gericault oder mit Blick auf die immerwährende Gewalt des Meeres wie bei Eugène Isabey.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum sowie in der Ausstellung „Entfesselte Natur“ statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Donnerstag, 23. August 2018, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 26 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Wir bieten dieses Seminar alternativ auch am 16.8. und 1.9.2018 an.

Die Küste. Bilder von Wohlstand, Katastrophe und Freizeitvergnügen zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert

Bilder der Küste entwickelten sich erstmals in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts zu einem eigenständigen Sujet. Als Teil der Marinemalerei spiegelten sie die Handels- und Seefahrernation der Vereinigten Niederlande, waren Zeugnis vom technischen Know-how im Schiffbau sowie in der Kriegsführung und bezeugten die wirtschaftliche Prosperität des Landes. Wiederholt demonstrieren die Szenen, wie sehr man den Schrecken des Meeres, der Bedrohung durch Angriff und Unwetter aus eigener Kraft widerstand.

Im fortgeschrittenen 17. Jahrhundert widmete sich ein Teil der Maler ausschließlich der stimmungsvollen Erfassung der Szenerie am Meer. Bereits zu Beginn des Jahrhunderts bereichern außerdem bisweilen Küstenbesucher – zumeist wohlhabende Städter – die Schauplätze. Im französischen 18. Jahrhundert machten die „erhabenen“ Schreckensszenarien eines Claude-Joseph Vernet Geschichte. Es sollte indes noch dauern, bis sich der Übergang von Land zu Wasser auch als Ort der Erholung und des Freizeitvergnügens entwickelte. Diese neue Sicht auf Küste und Strand mit heilsamer Brise und wohltuendem Naturschauspiel nahm ihren Anfang in den englischen Seebädern und gelangte schließlich im 19. Jahrhundert auch nach Frankreich. Auf die ersten Freiluftmaler folgten Künstler wie Eugène Boudin und sein Schüler Claude Monet; sie malten die Pariser Bourgeosie bei der Sommerfrische in der Normandie.

Daneben blieb freilich auch die Katastrophe ein beliebtes Thema jener Künstler, die im Pariser Salon Erfolg suchten: literarisch bzw. mythologisch geprägt wie bei Eugène Delacroix, zeitgeschichtlich motiviert wie bei Théodore Gericault oder mit Blick auf die immerwährende Gewalt des Meeres wie bei Eugène Isabey.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum sowie in der Ausstellung „Entfesselte Natur“ statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Donnerstag, 16. August 2018, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 26 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Mitgliederakademie – Die Farben der Kunst. Teil I: Blau – Farbe der Ferne

In unserer Seminarreihe wollen wir den wichtigsten Farben jeweils besondere Aufmerksamkeit schenken. Dabei beschäftigen wir uns mit ihrer Verwendung und Bedeutung vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Wie sehr die Farbwahrnehmung und inhaltliche Aufladung vom historischen und gesellschaftlichen Kontext abhängt, zeigt gerade die Farbe Blau, mit der die Reihe beginnt. In der Antike und bis ins 12. Jahrhundert kam ihr keinesfalls eine royale oder marianische Bedeutung zu, galt sie doch als Farbe der Kelten und Germanen, also der „Barbaren“. Im hohen Mittalter wird dann schließlich das Ultramarin zur Königs- und Marienfarbe. Gewonnen aus dem kostbaren Lapislazuli, hat man das Pigment in der Renaissance sogar mit Gold aufgewogen. In unserem Seminar soll darüber hinaus die Entdeckung der Primärfarben in der Malerei des 17. Jahrhunderts Thema sein wie das sehnsuchtsvolle Blau der Romantiker und die Licht-, Luft- und Schattenfarbe der Impressionisten, die Kunst des „Blauen Reiter“ und schließlich die monochrome Malerei eines Yves Klein.

Das Seminar findet in der Sammlung sowie im Veranstaltungsraum statt.

KOSTEN 28 € Mitglied(er)

ANMELDUNG bis 10. Februar

Klöster und ihre Schätze in Niedersachsen: Kloster Wienhausen und „200 Jahre Klosterkammer“ im Landesmuseum Hannover

Anlass unserer Tagesfahrt ist das 200-jährige Bestehen der Klosterkammer Hannover, die das wertvolle Erbe vieler niedersächsischer Klöster verwaltet und bewahrt. Eine Sonderausstellung im Landesmuseum Hannover bietet die einmalige Chance, sich ein Bild von den zahlreichen Schätzen unter der Obhut der Klosterkammer zu machen. Bei einem ausführlichen Rundgang lernen wir die Klostergeschichte Niedersachsens anhand aufwendig zusammengetragener Kostbarkeiten kennen – ein Gang durch die Zeiten, bei dem der Blick über die nachreformatorischen Entwicklungen bis heute gelenkt wird.

Zu den bedeutendsten Stücken der Ausstellung gehören wertvolles liturgisches Gerät und Alltagsgegenstände aus dem Kloster Wienhausen bei Celle. Dieses um 1230 gegründete ehemalige Zisterzienserinnenkloster, heute evangelisches Frauenkloster, soll daher die erste Station auf unserer Fahrt sein. Das historische Klosterensemble ist noch weitgehend erhalten – mit einem romanischen Kirchenteil, der Klosterkirche mit dem Nonnenchor und seinen einzigartigen Malereien des 14. Jahrhunderts im Obergeschoss und dem Pilgersaal im Erdgeschoss. Wirtschafts- und Konventsgebäude sowie ein Klostermuseum zeugen vom klösterlichen Alltag.

Sehenswert ist außerdem die Sammlung wertvoller gotischer Bildteppiche aus dem 14. und 15. Jahrhundert, so dass uns insgesamt ein beeindruckendes Panorama klösterlicher Kultur und mittelalterlicher Kunst erwartet. Nach einer Mittagspause in der ländlichen Atmosphäre Wienhausens wollen wir unsere Eindrücke am Nachmittag in der Hannoveraner Ausstellung vertiefen.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Donnerstag, 9. August 2018
KOSTENBEITRAG 112 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 20 Euro
LEISTUNGEN Fahrt mit dem Reisebus ab/an Hamburg, Eintritte, Kuratorenführungen in Wienhausen und Hannover, Reiseleitung
Anmeldung erforderlich

Niederländische Malerei und Zeichenkunst in der Kunsthalle Bremen

Auf unserer Tagesfahrt nach Bremen widmen wir uns diesmal intensiv der niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts. Gleich zwei Ausstellungen mit Gemälden und Zeichnungen laden dazu ein. Sie bieten außerdem eine gute Gelegenheit, die Inhalte der nun endenden Seminarreihe über diese Epoche zu vertiefen und zu erweitern.

„Tulpen, Tabak, Heringsfang“ lautet der Titel der Ausstellung, die eine wertwolle, lange Zeit im Verborgenen gebliebene Sammlung von Altmeister-Gemälden präsentiert. Sie wurde vom Bremer Kaufmann Carl Schünemann zusammengetragen, der sie kürzlich dem Kunstverein in Bremen schenkte. Die großartigen Bilder geben einen umfassenden Einblick in die niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts. Darunter befinden sich faszinierende Stillleben und Genrebilder sowie charakteristische Landschaften und Seestücke, die sich durch künstlerische und kunsthistorische Besonderheiten auszeichnen und damit hervorragend den Bestand an Gemälden dieser Zeit in der Kunsthalle Bremen ergänzen.

Holländische und flämische Zeichnungen des 16. bis 18. Jahrhunderts, die einer mehrjährigen Restaurierung unterzogen waren, zeigt das Museum parallel dazu nun erstmals in einer exquisiten Auswahl. Zu den bekannten Künstlern zählen Jacob Jordaens, Anthonis van Dyck und Jan van Goyen. Weite Landschaften, maritime Darstellungen sowie ausdrucksstarke Figurenstücke, derbe Wirtshausszenen und detailreiche Historien von höchster künstlerischer Finesse zeugen von einer Blütezeit der Kunst. Zudem vermittelt die Ausstellung Kenntnis von historischen Materialien und Techniken sowie Herangehensweisen bei der Restaurierung.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
BEGLEITUNG Florian Britsch, M. A.
TERMIN Freitag, 29. Juni 2018
KOSTENBEITRAG 68 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 15 Euro
LEISTUNGEN Fahrt mit dem Metronom, 2. Klasse ab/an Hamburg, öfftl. Verkehrsmittel, Eintritte, Führungen, Reiseleitung
Anmeldung erforderlich

Rubens und van Dyck. Die Kunst Flanderns im 17. Jahrhundert

Mitgliederakademie Tagesseminar

Im Unterschied zur neu entstandenen Republik der Vereinigten Niederlande im Norden, die bürgerlich und vom calvinistischen bzw. reformierten Glauben geprägt war, blieben die südlichen Provinzen nach der Teilung des Landes unter spanisch-katholischer Herrschaft.

Beeinflusst vom Pathos der römischen Kunst der Gegenreformation, konnte sich der flämische Barock in Antwerpen, der bedeutenden Handelsmetropole an der Schelde, besonders glanzvoll entfalten. Vor allem Peter Paul Rubens (1577–1640), der nach Lehrjahren in Italien 1608 zum Hofmaler der katholischen Erzherzöge Albrecht und Isabella avancierte, steht für den Bruch mit dem perspektivisch geordneten Bühnenraum der Renaissance, eine Dramatisierung der Handlung und dynamische Bildkompositionen. Sein ausgeprägtes, auf der Trias der Grundfarben Rot, Blau und Gelb basierendes Kolorit und seine prononcierte Affektdarstellung verdanken sich nicht zuletzt seiner Rezeption naturwissenschaftlicher und medizinischer Erkenntnisse. Rubens‘ Auseinandersetzung mit der Antike sowie den Künstlern seiner Zeit sind Thema der großen Ausstellung „Rubens. Kraft der Verwandlung“ im Frankfurter Städel Museum, auf deren Erkenntnisse wir im Seminar gezielt zu sprechen kommen.

Neben Rubens sind es Jacob Jordaens (1593–1678) und Anthonis van Dyck (1599–1641), die die flämische Kunst des 17. Jahrhunderts nachdrücklich geprägt haben. Beide arbeiteten in jungen Jahren in Rubens’ Werkstatt, entwickelten dann aber einen eigenen, unverwechselbaren Stil. Wiewohl auch religiöse und mythologische Sujets zu seinem Œuvre gehören, gilt vor allem Van Dyck als der große Porträtist Flanderns. Insbesondere die Bildnisse, die er am englischen Hof Karls I. in London malte, tragen ihm bis heute ungebrochenen Ruhm ein.

TERMIN 22. Oktober 2018
LEITUNG Dr. Alice Gudera
KOSTENBEITRAG 28 € für Mitglied(er)
ANMELDUNG bis 10. September