TAGESSEMINAR: DIE FARBEN DER KUNST – BLAU. FARBE DER FERNE

In unserer Seminarreihe wollen wir den wichtigsten Farben jeweils besondere Aufmerksamkeit schenken. Dabei beschäftigen wir uns mit ihrer Verwendung und Bedeutung vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Wie sehr die Farbwahrnehmung und inhaltliche Aufladung vom historischen und gesellschaftlichen Kontext abhängt, zeigt gerade die Farbe Blau, mit der die Reihe beginnt. In der Antike und bis ins 12. Jahrhundert kam ihr keinesfalls eine royale oder marianische Bedeutung zu, galt sie doch als Farbe der Kelten und Germanen, also der „Barbaren“. Im hohen Mittalter wird dann schließlich das Ultramarin zur Königs- und Marienfarbe. Gewonnen aus dem kostbaren Lapislazuli, hat man das Pigment in der Renaissance sogar mit Gold aufgewogen. In unserem Seminar soll darüber hinaus die Entdeckung der Primärfarben in der Malerei des 17. Jahrhunderts Thema sein wie das sehnsuchtsvolle Blau der Romantiker und die Licht-, Luft- und Schattenfarbe der Impressionisten, die Kunst des „Blauen Reiter“ und schließlich die monochrome Malerei eines Yves Klein.

Die Seminare zu den einzelnen Farben sind in sich abgeschlossen.

Mitgliederakademie Kunsthalle Bremen

Kosten: 35 Euro

Anmeldung erforderlich

SEMINAR: RENOIR. ROCOCO REVIVAL – ANLÄSSLICH DER AUSSTELLUNG IM STÄDEL MUSEUM

Die Impressionisten waren Maler des modernen Lebens in Paris, nicht ohne sich augenscheinlich auf vorangehende Epochen zu beziehen. Dazu gehörte in besonderem Maße das französische Rokoko. Galt diese Kunst des 18. Jahrhunderts nach der Französischen Revolution zunächst als frivol und unmoralisch, so erlebte sie im 19. Jahrhundert eine fulminante Wiederbelebung. Pierre-Auguste Renoir (1841–1919), dessen Inspirationen durch das Rokoko im Mittelpunkt einer großangelegten Ausstellung des Frankfurter Städel stehen, lernte diese Kunst in seiner anfänglichen Ausbildung als Porzellanmaler kennen. Die Malerei von Künstlern wie Antoine Watteau, Jean-Baptiste Siméon Chardin, François Boucher und Jean-Honoré Fragonard war ihm daher schon früh bestens vertraut. Renoir teilt mit dem Rokoko die Vorliebe für bestimmte Themen wie das Flanieren in Parkanlagen und am Flussufer, die Rast im Freien oder das Gartenfest. Ebenso widmete er sich der Darstellung häuslicher Szenen und befasste sich wiederholt mit dem familiären Beieinander sowie mit intimen Momenten wie dem Baden, Lesen oder Musizieren. Neben seiner Orientierung an der Motivwelt des Rokoko schätzte Renoir besonders die lockere und skizzenhafte Malweise sowie die leuchtende Palette dieser Werke, die sowohl für ihn als auch für zahlreiche weitere Künstlerinnen und Künstler im Umfeld des Impressionismus vorbildhaft waren.

Kosten: 25 Euro

Anmeldung erforderlich

TAGESSEMINAR: DIE FARBEN DER KUNST. GRÜN – ZWISCHEN WACHSTUM UND VERDERBEN

Grün ist heute die nahezu universelle Farbe der Natur, der Gesundheit und nicht zuletzt der Ökologie. Das war jedoch nicht immer so: Die längste Zeit war Grün als Farbstoff und Pigment so schwer zu gewinnen und so instabil wie in seiner Bedeutung ambivalent: Symbol des Lebens und der Liebe auf der einen Seite, war es andererseits mit Gift, Unglück sowie dem Teufel und seinen Kreaturen assoziiert. Spielt Grün naturgemäß eine wichtige Rolle in der Landschaftsmalerei, so wurde es in der abstrakten, von der sichtbaren Wirklichkeit gelösten Kunst gemieden.

Tagesseminar Mitgliederakademie

Kosten: 35 Euro

Anmeldung erforderlich

SEMINAR: DER AKT IN DER KUNST ALBRECHT DÜRERS

Anlässlich der Ausstellung Mannbilder. Der männliche Akt auf Papier im Kupferstichkabinett der Kunsthalle Bremen widmen wir uns den am Beginn des 16. Jahrhunderts radikal neuen Akt-Darstellungen Albrecht Dürers (1471–1528). Wir werfen dabei einen Blick auf seine Bilder des männlichen wie des weiblichen Körpers. In der religiösen Bilderwelt des Mittelalters tauchte bisweilen zwar der nackte Mensch auf, nicht aber der künstlerisch formulierte Akt als eigenständiges Thema. Dürer selbst sprach in Ermangelung eines Begriffs zu seiner Zeit von „nacketen Bildern“. Vor allem in Zeichnungen erkundete er immer wieder den menschlichen Körper, studierte systematisch dessen Proportionen, schuf sogar Selbstporträts als Akt. Nur wenige dieser Studien fanden später Eingang in seine Druckgrafik, noch viel seltener ins gemalte Tafelbild. Unabhängig von Vorbildern und dem gängigen Schönheitsideal begründete Dürer damit als erster Künstler der Renaissance den Akt als Kunstgattung.

Kosten: 25 Euro

Anmeldung erforderlich

 

DER MÄNNLICHE AKT AUF PAPIER – Dr. Alice Gudera im Gespräch mit Dr. Christine Demele

Dr. Alice Gudera im Gespräch mit der Dr. Christine Demele, Kuratorin der Ausstellung „Mannsbilder. Der männliche Akt auf Papier“

In der Kunst ist der nackte männliche Körper in all seinen Facetten zu finden: Antike Helden mit athletischen Körpern, christliche Märtyrer in schmerzverzerrter Pose, Badende und Freizeitsportler, klassische Aktmodelle und Selbstbildnisse. Die ausgestellten Werke in der aktuellen Ausstellung des Kupferstichkabinetts stellen zeitlose Fragen nach Schönheit und Männlichkeit, die uns bis heute bewegen. In der Ausstellung stehen sich ideale und individuelle Körper gegenüber. Manns-Bilder präsentiert die vielfältige Darstellung des männlichen nackten Körpers auf Graphiken des 15. bis 20. Jahrhunderts. Die ausgestellten Werke stammen von prominenten Künstlern und Künstlerinnen wie Albrecht Dürer, Marcantonio Raimondi, Annibale Carraci, Hendrick Goltzius, Rembrandt van Rijn, Angelika Kauffmann, Paul Cézanne, Paula Modersohn-Becker, Max Klinger, Renée Sintenis, Max Beckmann und Mark Tobey. Insgesamt werden über 70 Zeichnungen und Druckgraphiken aus dem eigenen Bestand im Kupferstichkabinett ausgestellt, darunter selten gezeigte Schätze.

Kosten: 25 Euro

Anmeldung erforderlich

FÜHRUNG durch die Ausstellung RICHARD MOSSE

Richard Mosse

Der 1980 im irischen Kilkenny geborene Richard Mosse lotet in seinen Fotografien und Filmen die Grenzen zwischen konventioneller Reportagefotografie und zeitgenössischer Konzeptkunst aus. Dabei setzt er den Fokus auf aktuelle politische und ökologische Krisen wie den Bürgerkrieg in der Demokratischen Republik Kongo, die europäische Flüchtlings- und Migrationspolitik sowie aktuell die Bedrohung der tropischen Regenwälder im Amazonasgebiet.

Für seine monumentalen Fotografien greift Mosse auf Bildtechnologien zurück, die ursprünglich für militärische oder wissenschaftliche Zwecke entwickelt wurden und Dinge sichtbar machen, die für das menschliche Auge eigentlich nicht wahrnehmbar sind. Spannungsvoll changieren Mosses Werke zwischen Ästhetik und aktueller politischer wie auch ethischer Brisanz. Damit fordern sie zur intensiven Auseinandersetzung mit den Krisen und Zukunftsfragen unserer Zeit heraus. 2013 vertrat Mosse Irland auf der Biennale in Venedig und 2014 gewann er den Deutsche Börse Photography Foundation Prize.

Die Ausstellung mit Richard Mosse in der Kunsthalle Bremen ist seine erste umfassende Werkschau in Deutschland. Sie wird anhand von repräsentativen Fotoarbeiten sowie einer neuen Videoinstallation einen breiten Überblick über seine zentralen Werkphasen geben.

Mitgliederakademie der Kunsthalle Bremen.

Kosten: 20 Euro

Anmeldung erforderlich

SEMINAR: RENOIR. ROCOCO REVIVAL – ANLÄSSLICH DER AUSSTELLUNG IM STÄDEL MUSEUM

Die Impressionisten waren Maler des modernen Lebens, doch nicht ohne sich auf vorangehende Epochen der Kunstgeschichte zu beziehen. Dazu gehörte in besonderem Maße das französische Rokoko. Galt diese Kunst des 18. Jahrhunderts nach der Französischen Revolution zunächst als frivol und unmoralisch, so erlebte sie im 19. Jahrhundert eine fulminante Wiederbelebung. Pierre-Auguste Renoir (1841−1919), dessen Inspiration durch das Rokoko im Mittelpunkt einer großen Ausstellung im Frankfurter Städel steht, lernte diese Kunst bereits in seiner anfänglichen Ausbildung als Porzellanmaler kennen.

Auch seine impressionistischen Kolleginnen und Kollegen reizten Themen, die sie im Rokoko vorgeprägt fanden: das Flanieren in Parkanlagen und am Flussufer, die Rast im Freien oder das Gartenfest, häusliche Szenen und mußevolle Beschäftigungen wie Lesen, Baden oder Musizieren.

Kosten: 24 Euro
Anmeldung erforderlich

SEMINAR: RENOIR. ROCOCO REVIVAL – ANLÄSSLICH DER AUSSTELLUNG IM STÄDEL MUSEUM

Die Impressionisten waren Maler des modernen Lebens, doch nicht ohne sich auf vorangehende Epochen der Kunstgeschichte zu beziehen. Dazu gehörte in besonderem Maße das französische Rokoko. Galt diese Kunst des 18. Jahrhunderts nach der Französischen Revolution zunächst als frivol und unmoralisch, so erlebte sie im 19. Jahrhundert eine fulminante Wiederbelebung. Pierre-Auguste Renoir (1841−1919), dessen Inspiration durch das Rokoko im Mittelpunkt einer großen Ausstellung im Frankfurter Städel steht, lernte diese Kunst bereits in seiner anfänglichen Ausbildung als Porzellanmaler kennen.

Auch seine impressionistischen Kolleginnen und Kollegen reizten Themen, die sie im Rokoko vorgeprägt fanden: das Flanieren in Parkanlagen und am Flussufer, die Rast im Freien oder das Gartenfest, häusliche Szenen und mußevolle Beschäftigungen wie Lesen, Baden oder Musizieren.

Kosten: 24 Euro
Anmeldung erforderlich

Das Bild und sein Rahmen

Selten werden Gemälde mit ihren Rahmen abgebildet, obschon sie doch ohne wie ein nackter Mensch oder ein Diamant ohne Fassung wirken. Dabei verfügen die wenigsten alten Bilder über ihre Originalrahmen. 

Es verwundert daher kaum, dass eine der häufigsten Fragen von Besuchern im Museum lautet, ob der Rahmen zum Gemälde gehöre.  

Das Seminar soll eine „Kleine Stilgeschichte des Rahmens“ bieten, aber auch die Bedeutung von Rahmen im jeweiligen kulturellen Zusammenhang deutlich machen. Jede Zeit und jede Region hat ihre Rahmen hervorgebracht und damit religiöse, kulturelle, künstlerische oder ästhetische Vorstellungen zum Ausdruck gebracht. Mit der Gründung von Museen bekamen Rahmen eine neue Rolle. Und nicht zuletzt haben zahlreiche Künstler zu ihren Gemälden auch die Rahmen entworfen und gestaltet.

Termine

Freitag, 17.06.2022
17:00 bis 18:30 Uhr

und

Freitag, 24.06.2022
17:00 bis 18:30 Uhr

Kosten

2 x 90 Minuten

40,00 Euro inkl. USt.

Anmeldung per
E-Mail an kunst@alicegudera.de  oder über das  Buchungsformular bis 10.06.2022


Zur Buchung

Spiegel und Spiegelungen in der Kunst

Lange bevor es Spiegel gab, waren die Menschen vom Widerschein fasziniert, wie er sich etwa auf der Wasseroberfläche zeigt und im antiken Mythos des Narziss große Bedeutung erlangte. Als man Spiegel herstellen konnte, galten sie als ungemein kostbar und waren selbst eine Form von Kunst. Später wurden Spiegel künstlerisch gestaltet. Und schließlich nutzten Künstler sie als optisches  Instrument – vor allem für das Malen von Selbstporträts. 

Zugleich wählte man sie als beliebtes Sujet – oft mit symbolischer Aufladung. Meisterwerke der Kunstgeschichte mit Spiegeln und Spiegelungen geben bis heute zahlreiche Rätsel auf und versetzen uns in Erstaunen. Dazu gehören so berühmte Gemälde wie die Arnolfini-Hochzeit des Jan van Eyck, Parmigianinos Selbstporträt im Konvexspiegel, Diego Velázquez‘ Las Meninas oder Édouard Manets Bar in den Folies-Bergères

Eine eigene Bedeutung verbindet sich mit dem Spiegelsaal in Schloss Versailles. Er setzte Maßstäbe in ganz Europa und zeugt im Kern von der Macht und Allgegenwart des Herrschers. Heute dienen Spiegel in der Kunst oft als künstlerisches Material, lassen uns aber nach wie vor nach Schein und Wirklichkeit fragen.

Termine

Freitag, 06.05.2022
17:00 bis 18:30 Uhr

und

Freitag, 20.05.2022
17:00 bis 18:30 Uhr

Kosten

für 2 x 90 Minuten

40,00 Euro inkl. 19% USt.


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