Online-Seminar – Monumente Europas: Von Napoleon bis Christo – der Arc de Triomphe in Paris

Der Pariser Arc de Triomphe auf der Place Charles-de-Gaulle (früher Place de l’Étoile), 1806 von Napoleon I. zum Ruhm der siegreichen kaiserlichen Armeen beauftragt und 1836 unter der Julimonarchie vollendet, ist längst zum Denkmal einer ganzen Nation geworden. Spätere Diktatoren wie Hitler (mit seinem Triumphbogen für die geplante »Welthauptstadt Germania«) und französische Staatspräsidenten wie Mitterand (mit der Grande Arche im Hochhausviertel La Défense) haben sich in ihren städtebaulichen Projekten an ihm gemessen. Ab dem 18. September 2021 steht das Monument nun erneut im Fokus der Weltöffentlichkeit, wenn es in einem letzten, posthumen Projekt nach den Plänen des Künstlerehepaars Christo und Jeanne-Claude für gut zwei Wochen verhüllt wird. 

Die Zahl der Teilnehmenden ist bei dieser Live-Veranstaltung auf 20 Personen pro Termin begrenzt.

Voraussetzungen zur Teilnahme: Computer /Tablet mit Audioausgang bzw. Lautsprecher, für die Seminare nach Möglichkeit zusätzlich mit Kamera; stabile Internet-Verbindung. Zugang über das Videokonferenzprogramm Zoom (Browser oder Installation) mit dem in der Anmeldebestätigung versendeten Konferenzcode. Einwahl 10 Minuten vor Beginn der Veranstaltung unter Angabe des Namens oder eines eindeutigen Kürzels.

Dr. Alice Gudera und Florian Britsch M.A.
Kostenbeitrag:
12 Euro, Studierende bis 30 Jahre 8 Euro

Mitgliederakademie der Kunsthalle Bremen – Von der Akademie zur Avantgarde. Das Blumenstillleben

Das Stillleben genoss in akademischen Kreisen in Frankreich im 19. Jahrhundert keinen guten Ruf, da es vermeintlich allein die vom Künstler arrangierten Dinge spiegele und keine übergeordneten Ideen vermittle. Doch viele Künstler widmeten sich dem Sujet mit großem Engagement, gerade weil sie hier die Freiheit sahen, neue Ausdrucksformen in der Malerei zu entwickeln. In Manets Werk spielen Stillleben eine große Rolle. Sie tauchen stets in seinen komplexen Kompositionen auf, aber er malte auch eine große Zahl reiner Stillleben. Intensiv widmete er sich dem Blumenstilleben. 1864 malte er sechs Bilder mit Pfingstrosen und 1882/83 entstanden 16 kleinformatige Gemälde von Sträußen in Glasvasen. Außerdem fertigte er Blumendarstellungen in Aquarell, mit denen er 1880 zahlreiche Briefe schmückte.
Auch Zacharie Astruc schuf eine große Zahl eindrucksvoller Blumenstillleben, die er jedoch nicht öffentlich ausstellte. Die Experimentierfreude, die mit diesem Thema verbunden war, setzte bereits bei Eugène Delacroix in den 1840er Jahren ein, dessen Malerei für Manet, Astruc und viele junge Künstler der 1860er und 1870er Jahre vorbildlich war. Im Laufe des 19. Jahrhunderts sollte das Blumenstillleben in besonderem Maße zum künstlerischen Ausweis der Avantgarde entwickeln. Davon legen letztlich insbesondere Vincent van Goghs Sonnenblumen Zeugnis ab.

Kosten
25 € Mitglied(er)

Mitgliederakademie der Kunsthalle Bremen – Manet und Goya. Revolutionäre Radierungen

Gespräch: Dr. Alice Gudera mit Dr. Christine Demele

Francisco José de Goya y Lucientes (1746–1828) war ein brillanter Malerradierer. Er hinterließ vier bedeutende druckgraphische Zyklen, in denen er satirische Gesellschaftskritik übte, die Schrecken des Krieges dokumentierte, den Stierkampf feierte und dämonische Traumbilder schuf. Besondere Meisterschaft entwickelte Goya in der noch jungen Technik der Aquatinta-Radierung, deren malerische Wirkung er virtuos einsetzte.
Zum Teil erst postum in Umlauf gebracht, entfalteten seine Radierungen eine große Wirkung. So ließ sich Edouard Manet (1832–1883) in Bezug auf Themen, Motive und Technik von Goya inspirieren. Beide eint zudem die Bewunderung für Velázquez, nach dessen Gemälden sie jeweils frühe Radierungen schufen. Die Kabinett-Ausstellung zeigt Goyas eindrucksvolle Radierkunst und stellt seine Werke ausgewählten Beispielen von Manet gegenüber.

Kosten
20 € Mitglied(er)

Mitgliederakademie der Kunsthalle Bremen – Manet und Astruc. Künstlerfreunde

In diesem Seminar widmen wir uns den verschiedenen Aspekten der großen Herbstausstellung Manet und Astruc. Künstlerfreunde. Die Schau vermittelt eindrucksvoll die enge Bindung und gegenseitige Inspiration zweier Künstler, die im Rahmen ihrer Werke verwandte Themen wie Musik, Spanienmode und Japonismus bearbeiteten. Während Edouard Manet jedoch großen Ruhm und Bekanntheit erlangte, ist sein Künstlerfreund Zacharie Astruc bis heute nahezu unbekannt. Zunächst machte Astruc als Kritiker von sich reden, und als erster verteidigte er öffentlich die Arbeiten Manets. Doch er schuf auch zahlreiche Bilder und Skulpturen. Seine Werke wurden im Pariser Salon wie auch in der ersten Ausstellung der Impressionisten 1874 gezeigt. Wir vollziehen den spannenden Dialog beider Künstler sowie ihre jeweils eigenen Interpretationen vor der Folie des Pariser Kunstbetriebs nach.

Kosten
35 € Mitglied(er)
Ort
Vortragssaal der Kunsthalle Bremen

Mitgliederakademie der Kunsthalle Bremen – Die Farben der Kunst: Weiß. Tabula rasa und Neuanfang

Weiß, seit Aristoteles eine der Grundfarben und bereits traditionell mit Reinheit und Unschuld, aber auch mit dem Göttlichen assoziiert, erfuhr in der Moderne noch einmal eine enorme Aufwertung. Die Antikensehnsucht des 18. Jahrhunderts dachte sich die klassischen Skulpturen weiß – im Gegensatz zur Buntheit und Profanität der Welt. Die antikische Aura von Kühle und Erhabenheit beeinflusste nicht nur die Architektur des Klassizismus; auch die Architekten der Avantgarde von Theo van Duisburg über Walter Gropius bis Le Corbusier träumten vom asketisch weißen, vergeistigten Bau der Moderne.
Nachdem die Kunst des 19. Jahrhunderts von Turner über Monet bis Whistler das Weiß als Farbe rehabilitiert hatte, wurde es – parallel zu seiner ideologischen Besetzung in der Architektur – auch in der avantgardistischen Malerei zu einem zentralen Thema. Die Idee des weißen Bildes stand nunmehr, bei Kandinsky ebenso wie bei Malewitsch oder nach dem Zweiten Weltkrieg bei Lucio Fontana und den Künstlern der Gruppe ZERO, als Synonym für die „tabula rasa“ und einen fundamentalen Neuanfang.
In der konzeptuellen Malerei eines Robert Ryman schließlich – aber auch im „White Cube“ des Galerieraums – kommt die Kunst gleichsam zu sich selbst; sie hat sich von allen außerbildlichen Bezügen befreit. Unsere Seminarreihe, in der wir die Geschichte der wichtigsten Farben und ihre Verwendung in der Kunst von der Antike bis in die Gegenwart nachgezeichnet haben, beschließen wir daher mit dem Weiß.

Kosten
35 € Mitglied(er)
Ort
Vortragssaal der Kunsthalle Bremen
Mehr Informationen
Bitte beachten Sie, dass alle Veranstaltungen in den Räumen der Kunsthalle vorbehaltlich der gesetzlichen Rahmenbedingungen stattfinden. Unsere Hygiene-Maßnahmen und Abstandsregelungen finden Sie hier: Ihr Besuch

Online-Akademie der Kunsthalle Bremen – Édouard Manet Manet und der Pariser Salon

Anlässlich der Ausstellung Manet und Astruc. Künstlerfreunde in der Kunsthalle Bremen (23.10.2021 bis 27.10.2022)

Montag, 25.10.2021, 20.15 bis 21.15 Uhr
Édouard Manet (1832-1883) im Paris seiner Zeit

Sonntag, 14.11.2021, 17 bis 18 Uhr
Manet und die Fotografie

Sonntag, 21.11.2021, 17 bis 18 Uhr
Manet und der Pariser Salon

 

Kosten
12 € Erwachsene(r)
10 € Mitglied(er)
10 € ermäßigt

36 € Erwachsene / alle Termine
30 € Mitglied(er) / alle Termine
30 € ermäßigt

 

Online-Akademie der Kunsthalle Bremen – Édouard Manet und die Fotografie

Anlässlich der Ausstellung Manet und Astruc. Künstlerfreunde in der Kunsthalle Bremen (23.10.2021 bis 27.02.2022)

Montag, 25.10.2021, 20.15 bis 21.15 Uhr
Édouard Manet (1832-1883) im Paris seiner Zeit

Sonntag, 14.11.2021, 17 bis 18 Uhr
Manet und die Fotografie

Sonntag, 21.11.2021, 17 bis 18 Uhr
Manet und der Pariser Salon

 

Kosten
12 € Erwachsene(r)
10 € Mitglied(er)
10 € ermäßigt

36 € Erwachsene / alle Termine
30 € Mitglied(er) / alle Termine
30 € ermäßigt

Mitgliederakademie der Kunsthalle Bremen – Die Farben der Kunst: Schwarz. Zwischen Abstraktion und Verweigerung

Schwarz – das ist die Nacht, die Finsternis vor der Schöpfung, gar ihr tödlicher Widersacher und der Inbegriff des Bösen, aber auch die „materia prima“, die geheimnisvolle Ursubstanz der Welt, von der die alchemistische Verwandlung ihren Ausgang nimmt: Mystische Bedeutungsdimensionen, die noch im „Schwarzen Quadrat“ Malewitschs (1913) oder in Gregor Schneiders im wörtlichen Sinne abgründiger Rauminstallation „END“ (2010) nachklingen.
Schwarz kann für Bedrohung und Trauer, aber auch für Askese, Eleganz und Würde stehen. Aus dem Kanon der Farben schien es seit Newtons Prismen-Experimenten endgültig verbannt. Und doch hat das Schwarz – als sogenannte unbunte Farbe – in der Kunst insbesondere seit dem 17. Jahrhundert eine herausragende Stellung inne. Unter den Alten Meistern reizte es besonders Velázquez; Manet zitiert und verwendet es im 19. Jahrhundert wie kein Zweiter; die Moderne bedient sich seiner als Ausdruck und Motor der Abstraktion, denkt man an die schwarzen Umrisslinien bei Gauguin, Matisse, Picasso und Beckmann sowie nicht zuletzt an die monochrom-schwarzen „Letzten Bilder“ Ad Reinhardts.

Kosten
35 € Mitglied(er)
Ort
Vortragssaal der Kunsthalle Bremen
Mehr Informationen
Bitte beachten Sie, dass alle Veranstaltungen in den Räumen der Kunsthalle vorbehaltlich der gesetzlichen Rahmenbedingungen stattfinden. Unsere Hygiene-Maßnahmen und Abstandsregelungen finden Sie hier: Ihr Besuch