Teil I: Montag, 7.03.2022, 20:15 bis 21:15 Uhr
Teil II: Montag, 14.03.2022, 20:15 bis 21:15 Uhr
- Kosten
- 24 € Erwachsene(r)
20 € Mitglied(er)
20 € ermäßigt - Anmeldung
- Nur als Paket buchbar. Studierende zahlen den ermäßigten Preis.
Teil I: Montag, 7.03.2022, 20:15 bis 21:15 Uhr
Teil II: Montag, 14.03.2022, 20:15 bis 21:15 Uhr
In der großen Herbstausstellung Manet und Astruc. Künstlerfreunde trägt die Kunsthalle Bremen erstmals weltberühmte Meisterwerke Edouard Manets und die überraschenden Arbeiten seines Freundes Zacharie Astruc zusammen. Beide begeisterten sich für dieselben Themen wie Kunst und Kultur Spaniens und Japans. Auch andere Künstler und Kritiker im Paris der 1860er und 1870er Jahre waren davon fasziniert. Daher zeigt die Ausstellung zudem Gemälde von Freunden und Zeitgenossen der beiden, darunter Henri Fantin-Latour, Claude Monet und Pierre-Auguste Renoir. Sie vermitteln ein vielschichtiges Bild eines engmaschigen Netzwerkes, das wir in diesem Seminar besonders in den Blick nehmen.
Mit der Online-Akademie bietet die Kunsthalle Bremen als erstes Kunstmuseum ein Programm interaktiver Live-Seminare an. So wird kulturelle Bildung im Austausch mit anderen Menschen möglich – zuhause oder an jedem anderen Ort mit Internetanschluss.
In den 1860er Jahren kam es in Paris zur ersten Welle einer regelrechten Japanmode. Die Begeisterung für die japanische Kunst und Kultur entwickelte sich, als seit den 1850er Jahren zunehmend japanische Kunstgegenstände nach Europa gelangt waren, nachdem sich Japan mehr als 200 Jahre lang weitgehend isoliert hatte. Die Rezeption der japanischen Kultur, vor allem des japanischen Farbholzschnitts, sollte schließlich ein wesentlicher Katalysator für die Entwicklung der modernen Malerei in Frankreich werden. Das Zentrum der Japan-Begeisterung und des Handels mit japanischen Gegenständen war Paris, das sich nach der Mitte des 19. Jahrhunderts wie kein anderer Ort Europas veränderte. Bestärkt durch die Kunstkritik und befördert durch die Pariser Weltausstellung 1867 kam es hier zum sogenannten Japonismus (Japonisme) in Malerei und Kunstgewerbe. Edouard Manet und Zacharie Astruc gehörten zu jenem Künstlerkreis, in dem man sich zuerst über die neu entdeckten japanischen Arbeiten austauschte und Motive wie auch Gestaltungsprinzipien der japanischen Kunst mit eigenen Vorstellungen verschmolz. Die asiatischen Werke bestätigen und beförderten neue künstlerische Ansätze. Die Pariser Weltausstellung von 1878 befeuerte diese anhaltende Euphorie. Danach setzte eine Phase des Japonismus ein, die etwa in der Kunst Vincent van Goghs oder Paul Gauguins und insbesondere im europäischen Jugendstil ihren Ausdruck fand.
Kosten: 25 Euro
In der Reihe der »Monumente Europas« widmen wir uns denjenigen Denkmälern der europäischen Kulturgeschichte, die in als Wahrzeichen in die Geschichte ihres Landes eingegangen sind, aber auch für den Kontinent insgesamt Bedeutung haben. Für Auguste Rodins 1895 erstmals gegossene Bronzearbeit Die Bürger von Calais gilt dies in besonderer Weise. Das Werk steht an vielen Stellen Europas, und es verkörpert jenseits seiner historischen Voraussetzungen letztlich demokratische Grundsätze in Skulptur: Rodin stellte die Personen als Gruppe von Individualisten dar, die für die gemeinsame Sache kämpfen. Unter Verzicht auf heroisches Gebaren und ohne erhöhenden Sockel spricht der bewegte Ausdruck ihrer inneren Haltung auch die Betrachter als Bestandteile eines großen Ganzen an.
Die Zahl der Teilnehmenden ist bei dieser Live-Veranstaltung auf 20 Personen pro Termin begrenzt.
Voraussetzungen zur Teilnahme: Computer /Tablet mit Audioausgang bzw. Lautsprecher, für die Seminare nach Möglichkeit zusätzlich mit Kamera; stabile Internet-Verbindung. Zugang über das Videokonferenzprogramm Zoom (Browser oder Installation) mit dem in der Anmeldebestätigung versendeten Konferenzcode. Einwahl 10 Minuten vor Beginn der Veranstaltung unter Angabe des Namens oder eines eindeutigen Kürzels.
In der Reihe der »Monumente Europas« widmen wir uns denjenigen Denkmälern der europäischen Kulturgeschichte, die in als Wahrzeichen in die Geschichte ihres Landes eingegangen sind, aber auch für den Kontinent insgesamt Bedeutung haben. Für Auguste Rodins 1895 erstmals gegossene Bronzearbeit Die Bürger von Calais gilt dies in besonderer Weise. Das Werk steht an vielen Stellen Europas, und es verkörpert jenseits seiner historischen Voraussetzungen letztlich demokratische Grundsätze in Skulptur: Rodin stellte die Personen als Gruppe von Individualisten dar, die für die gemeinsame Sache kämpfen. Unter Verzicht auf heroisches Gebaren und ohne erhöhenden Sockel spricht der bewegte Ausdruck ihrer inneren Haltung auch die Betrachter als Bestandteile eines großen Ganzen an.
Die Zahl der Teilnehmenden ist bei dieser Live-Veranstaltung auf 20 Personen pro Termin begrenzt.
Voraussetzungen zur Teilnahme: Computer /Tablet mit Audioausgang bzw. Lautsprecher, für die Seminare nach Möglichkeit zusätzlich mit Kamera; stabile Internet-Verbindung. Zugang über das Videokonferenzprogramm Zoom (Browser oder Installation) mit dem in der Anmeldebestätigung versendeten Konferenzcode. Einwahl 10 Minuten vor Beginn der Veranstaltung unter Angabe des Namens oder eines eindeutigen Kürzels.
Werke Johannes Vermeers (1632–1675) ziehen Kunstinteressierte seit ihrer Wiederentdeckung im 19. Jahrhundert fast magisch an. Die anhaltende Faszination der zumeist kleinformatigen Gemälde mit gehobenen Genreszenen erreicht zurzeit mit der Ausstellung in der Dresdner Gemäldegalerie einen erneuten Höhepunkt. Dabei schien doch gerade dort der Topos des Malers der feinsinnigen Atmosphäre lichtdurchfluteter Räume in still-subtiler Ausstrahlung ins Wanken zu geraten, als sich durch Freilegung eines robust erscheinenden Putto im Hintergrund eines Dresdner Gemäldes eine an dieser Stelle nicht vermutete Bildgestaltung Vermeers offenbarte. Was also macht die Bilder scheinbar zeitlos attraktiv?
Wir wollen dem Phänomen Vermeer nachgehen, sein kleines Œuvre beleuchten und die Entwicklung seiner Kunst – auch im Vergleich zu seinen Mitstreitern – verfolgen.
Werke Johannes Vermeers (1632–1675) ziehen Kunstinteressierte seit ihrer Wiederentdeckung im 19. Jahrhundert fast magisch an. Die anhaltende Faszination der zumeist kleinformatigen Gemälde mit gehobenen Genreszenen erreicht zurzeit mit der Ausstellung in der Dresdner Gemäldegalerie einen erneuten Höhepunkt. Dabei schien doch gerade dort der Topos des Malers der feinsinnigen Atmosphäre lichtdurchfluteter Räume in still-subtiler Ausstrahlung ins Wanken zu geraten, als sich durch Freilegung eines robust erscheinenden Putto im Hintergrund eines Dresdner Gemäldes eine an dieser Stelle nicht vermutete Bildgestaltung Vermeers offenbarte. Was also macht die Bilder scheinbar zeitlos attraktiv? Wir wollen dem Phänomen Vermeer nachgehen, sein kleines Œuvre beleuchten und die Entwicklung seiner Kunst – auch im Vergleich zu seinen Mitstreitern – verfolgen.
Dieses Präsenz-Seminar ist ausgebucht.
»In Wahrheit hat der Geschmack für japanische Kunst in Paris durch unsere Maler Wurzeln gefasst; dann ist er auf die Amateure übergesprungen, dann auf die Leute von Welt, und in der Folge hat er sich in der Kunstindustrie durchgesetzt«, schrieb Ernest Chesneau nach der eindrucksvollen Präsentation Japans auf der Pariser Weltausstellung von 1878. Die Anfänge der künstlerischen Entdeckung Japans lagen da bereits zwei Jahrzehnte zurück. Seit den 1850er-Jahren waren zunehmend japanische Kunstgegenstände nach Europa gelangt, nachdem sich das Land zuvor mehr als 200 Jahre lang weitgehend isoliert hatte. Befördert durch die Weltausstellung 1867 kam es dann vor allem in Paris zu einer regelrechten Japanmode, der der Kritiker Philippe Burty schließlich 1872 ihren Namen verlieh: Japonismus (Japonisme). Édouard Manet und die Künstler in seinem Umkreis gehörten zu den ersten, die Motive wie Gestaltungsprinzipien der japanischen Kunst übernahmen. Die Rezeption der japanischen Kultur, vor allem des japanischen Farbholzschnitts, sollte schließlich ein wesentlicher Katalysator für die Entwicklung der modernen Malerei werden.
Der Pariser Arc de Triomphe auf der Place Charles-de-Gaulle (früher Place de l’Étoile), 1806 von Napoleon I. zum Ruhm der siegreichen kaiserlichen Armeen beauftragt und 1836 unter der Julimonarchie vollendet, ist längst zum Denkmal einer ganzen Nation geworden. Spätere Diktatoren wie Hitler (mit seinem Triumphbogen für die geplante »Welthauptstadt Germania«) und französische Staatspräsidenten wie Mitterand (mit der Grande Arche im Hochhausviertel La Défense) haben sich in ihren städtebaulichen Projekten an ihm gemessen. Ab dem 18. September 2021 steht das Monument nun erneut im Fokus der Weltöffentlichkeit, wenn es in einem letzten, posthumen Projekt nach den Plänen des Künstlerehepaars Christo und Jeanne-Claude für gut zwei Wochen verhüllt wird.
Die Zahl der Teilnehmenden ist bei dieser Live-Veranstaltung auf 20 Personen pro Termin begrenzt.
Voraussetzungen zur Teilnahme: Computer /Tablet mit Audioausgang bzw. Lautsprecher, für die Seminare nach Möglichkeit zusätzlich mit Kamera; stabile Internet-Verbindung. Zugang über das Videokonferenzprogramm Zoom (Browser oder Installation) mit dem in der Anmeldebestätigung versendeten Konferenzcode. Einwahl 10 Minuten vor Beginn der Veranstaltung unter Angabe des Namens oder eines eindeutigen Kürzels.