KUNST UND KURIOSUM IN DEN NIEDERLANDEN DES 17. JAHRHUNDERTS. VON PERSPEKTIVKÄSTEN, ANAMORPHOSEN UND ANDEREN AUGENBETRÜGERN (SEMINAR)

Im 17. Jahrhundert erlebte der Illusionismus in der niederländischen Malerei einen glanzvollen Höhepunkt. Augentäuschende Gemälde, aber auch Kuriositäten wie Perspektivkästen und Spiegel-Anamorphosen, die Gegenstände und Räume lediglich aus einem bestimmten Blickwinkel täuschend echt erscheinen ließen, waren in Sammlerkreisen begehrt und wurden zu Bestandteilen eines geistreichen Spiels um Täuschung und Enttäuschung. Sie standen zum einen für höchste künstlerische Finesse und trafen damit den Nerv eines wirtschaftlich erstarkenden und zugleich kunstliebenden Bürgertums.

Zum anderen reflektieren sie das wissenschaftliche Interesse an der Optik, der Mathematik und der Kartographie; allesamt Wissensgebiete, die für eine Seefahrer- und Handelsnation wie die Vereinigten Niederlande von überragender Bedeutung waren. So entsteht das Bild einer visuellen Kultur, die in ihrer Hinwendung zur Wirklichkeit im Europa der damaligen Zeit ihresgleichen suchte.

Kostenbeitrag:
29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Anmeldung erforderlich

 

 

»REMBRANDTS AMSTERDAM. GOLDENE ZEITEN?« ANLÄSSLICH DER AUSSTELLUNG IM STÄDEL MUSEUM (SEMINAR)

Amsterdam war im 17. Jahrhundert die europäische Metropole schlechthin, in der Wirtschaft und Handel, Wissenschaft und Kunst gleichermaßen florierten. Die städtische Elite – Angehörige der Schützengilden und »Regenten«, Vorsteher der vom Bürgertum getragenen sozialen Einrichtungen – ließ sich von Meistern wie Rembrandt, Ferdinand Bol, Govert Flinck und anderen aufwendig ins Bild setzen. Doch beruhte die wirtschaftliche und kulturelle Blüte in den Vereinigten Niederlanden auf der Ausbeutung der Kolonien, und auch in der Stadt selbst hatten nicht alle gleichermaßen Anteil am Glanz des »Goldenen Zeitalters«.

Die Ausstellung im Städel Museum öffnet daher den Blick auch auf das Bild anderer gesellschaftlicher Gruppen und erzählt die Geschichte einer Stadt, die von Reichtum und Ungleichheit, Glück und Verderben, Macht und Ohnmacht geprägt war.

Kostenbeitrag:
29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro

Anmeldung erforderlich

KUNST UND KURIOSUM IN DEN NIEDERLANDEN DES 17. JAHRHUNDERTS. VON PERSPEKTIVKÄSTEN, ANAMORPHOSEN UND ANDEREN AUGENBETRÜGERN (SEMINAR)

Im 17. Jahrhundert erlebte der Illusionismus in der niederländischen Malerei einen glanzvollen Höhepunkt. Augentäuschende Gemälde, aber auch Kuriositäten wie Perspektivkästen und Spiegel-Anamorphosen, die Gegenstände und Räume lediglich aus einem bestimmten Blickwinkel täuschend echt erscheinen ließen, waren in Sammlerkreisen begehrt und wurden zu Bestandteilen eines geistreichen Spiels um Täuschung und Enttäuschung. Sie standen zum einen für höchste künstlerische Finesse und trafen damit den Nerv eines wirtschaftlich erstarkenden und zugleich kunstliebenden Bürgertums.

Zum anderen reflektieren sie das wissenschaftliche Interesse an der Optik, der Mathematik und der Kartographie; allesamt Wissensgebiete, die für eine Seefahrer- und Handelsnation wie die Vereinigten Niederlande von überragender Bedeutung waren. So entsteht das Bild einer visuellen Kultur, die in ihrer Hinwendung zur Wirklichkeit im Europa der damaligen Zeit ihresgleichen suchte.

Kostenbeitrag:
29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Anmeldung erforderlich

KUNST UND KURIOSUM IN DEN NIEDERLANDEN DES 17. JAHRHUNDERTS. VON PERSPEKTIVKÄSTEN, ANAMORPHOSEN UND ANDEREN AUGENBETRÜGERN (SEMINAR)

Im 17. Jahrhundert erlebte der Illusionismus in der niederländischen Malerei einen glanzvollen Höhepunkt. Augentäuschende Gemälde, aber auch Kuriositäten wie Perspektivkästen und Spiegel-Anamorphosen, die Gegenstände und Räume lediglich aus einem bestimmten Blickwinkel täuschend echt erscheinen ließen, waren in Sammlerkreisen begehrt und wurden zu Bestandteilen eines geistreichen Spiels um Täuschung und Enttäuschung. Sie standen zum einen für höchste künstlerische Finesse und trafen damit den Nerv eines wirtschaftlich erstarkenden und zugleich kunstliebenden Bürgertums.

Zum anderen reflektieren sie das wissenschaftliche Interesse an der Optik, der Mathematik und der Kartographie; allesamt Wissensgebiete, die für eine Seefahrer- und Handelsnation wie die Vereinigten Niederlande von überragender Bedeutung waren. So entsteht das Bild einer visuellen Kultur, die in ihrer Hinwendung zur Wirklichkeit im Europa der damaligen Zeit ihresgleichen suchte.

Kostenbeitrag:
29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Anmeldung erforderlich

 

DIE GESCHICHTE DES MUSEUMS – VON DER WUNDERKAMMER BIS HEUTE (TEIL II: VON DER FRANZÖSISCHEN REVOLUTION BIS HEUTE)

Teil II: Von der Französischen Revolution bis heute

Wann hat man eigentlich in Europa damit begonnen, das, war vordem in religiöse Gebräuche und politische Ziele eingebunden war, als »Kunst« zu sammeln – und warum? In unserer zweiteiligen Seminarreihe wollen wir die Entstehung des öffentlichen Kunstmuseums in ihren Grundzügen nachzeichnen. Dafür begeben wir uns auf eine faszinierende Entdeckungsreise in die Geschichte des Sammelns und Ausstellens, Sehens und Denkens: von der Kunst- und Wunderkammer der Renaissance mit ihrer ganz eigenen »Ordnung der Dinge« über die barocke Gemäldegalerie, die Öffnung der höfischen Sammlungen und die Entstehung des bürgerlichen Museums nach der Französischen Revolution bis zu den Bilderstürmen und Reformversuchen des 20. und 21. Jahrhunderts.

Dr. Alice Gudera, Florian Britsch M.A.

Kostenbeitrag:
32 Euro pro Termin, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt), einzeln buchbar

Anmeldung erforderlich

»RACHEL RUYSCH. NATURE INTO ART«. ANLÄSSLICH DER AUSSTELLUNG IN DER ALTEN PINAKOTHEK (SEMINAR)

Sie war eine Ausnahmeerscheinung in ihrer Zeit und erlangte höchsten Ruhm: Die aus Den Haag stammende Rachel Ruysch (1664–1750) war in einer von Männern dominierten Kunstwelt das erste weibliche Mitglied der Malergilde ihrer Heimatstadt, Hofmalerin und Mutter von zehn Kindern. Ihre prachtvollen, täuschend echt wirkenden Blumenstillleben mit exotischen Pflanzen und Früchten, Schmetterlingen und Insekten galten bereits zu Lebzeiten als gesuchte und kostspielige Sammlerstücke. Über ihren Vater, einen renommierten Professor für Anatomie und Botanik, hatte sie Zugang zum botanischen Garten in Amsterdam, in dem auch Pflanzen zu sehen waren, die durch die koloniale Expansion nach Europa gelangten.

Die weltweit erste große monographische Ausstellung lädt nun zu einer vertieften Beschäftigung mit ihrem Werk und ihrem außergewöhnlichen Werdegang ein.

Kostenbeitrag:
24 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)

Anmeldung erforderlich

RACHEL RUYSCH UND DIE BRILLIANZ NIEDERLÄNDISCHER BLUMENSTILLEBEN ANLÄSSLICH DER AUSSTELLUNG IN DER ALTEN PINAKOTHEK

Sie war eine Ausnahmeerscheinung in ihrer Zeit und erlangte höchsten Ruhm: Die aus Den Haag stammende Rachel Ruysch (1664–1750) war Mitglied der Malergilde, Hofmalerin und Mutter von zehn Kindern. Ihre prachtvollen, täuschend echt wirkenden Blumenstillleben mit exotischen Pflanzen und Früchten, Schmetterlingen und Insekten galten bereits zu Lebzeiten als gesuchte und kostspielige Sammlerstücke.

Kosten
30 € Erwachsene(r)
25 € Mitglied(er)
5 € ermäßigt

Anmeldung erforderlich

ONLINE: GUSTAVE CAILLEBOTTE: »PEINDRE LES HOMMES« – MÄNNLICHKEIT MALEN. ANLÄSSLICH DER AUSSTELLUNG IM MUSÉE D‘ORSAY

Der Name Gustave Caillebotte ist untrennbar mit Monet, Manet, Renoir und Degas verbunden. Der Maler, leidenschaftliche Segler und Bootskonstrukteur (1848–1894) stellte aber nicht nur gemeinsam mit den Impressionisten aus; berühmt wurde er zudem als Mäzen und Sammler ihrer Gemälde, die er nach seinem Tod dem französischen Staat vermachte. Caillebottes Bilder zeigen das im 19. Jahrhundert neu entstandene Paris mit seinen Boulevards, Plätzen und Brücken in oftmals extremen Perspektiven, Freizeit am Wasser, Gärten und Stillleben, aber auch Menschen bei der Arbeit.

Eine große Ausstellung im Musée d’Orsay beleuchtet nun insbesondere seine wiederholten, meist monumentalen Darstellungen männlicher Figuren, seien es elegante Flaneure, Sportler oder einfache Parkettschleifer. Einzigartig in ihrer Zeit, leisten diese Werke einen hochinteressanten Beitrag zur Neudefinition von Männlichkeit im bürgerlichen Zeitalter.

Anmeldung erforderlich

 

 

DIE GESCHICHTE DES MUSEUMS – VON DER WUNDERKAMMER BIS HEUTE (TEIL I: VON DER WUNDERKAMMER ZUR BAROCKEN GEMÄLDEGALERIE)

Teil I: Von der Wunderkammer zur barocken Gemäldegalerie

Wann hat man eigentlich in Europa damit begonnen, das, war vordem in religiöse Gebräuche und politische Ziele eingebunden war, als »Kunst« zu sammeln – und warum? In unserer zweiteiligen Seminarreihe wollen wir die Entstehung des öffentlichen Kunstmuseums in ihren Grundzügen nachzeichnen. Dafür begeben wir uns auf eine faszinierende Entdeckungsreise in die Geschichte des Sammelns und Ausstellens, Sehens und Denkens: von der Kunst- und Wunderkammer der Renaissance mit ihrer ganz eigenen »Ordnung der Dinge« über die barocke Gemäldegalerie, die Öffnung der höfischen Sammlungen und die Entstehung des bürgerlichen Museums nach der Französischen Revolution bis zu den Bilderstürmen und Reformversuchen des 20. und 21. Jahrhunderts.

Teil II: Von der Französischen Revolution bis heute am Freitag, 17. Januar 2025, 13 bis 17 Uhr

 

Dr. Alice Gudera und Florian Britsch, M.A.

Anmeldung erforderlich

GUSTAVE CAILLEBOTTE: »PEINDRE LES HOMMES« – MÄNNLICHKEIT MALEN. ANLÄSSLICH DER AUSSTELLUNG IM MUSÉE D‘ORSAY (SEMINAR)

Der Name Gustave Caillebotte ist untrennbar mit Monet, Manet, Renoir und Degas verbunden. Der Maler, leidenschaftliche Segler und Bootskonstrukteur (1848–1894) stellte aber nicht nur gemeinsam mit den Impressionisten aus; berühmt wurde er zudem als Mäzen und Sammler ihrer Gemälde, die er nach seinem Tod dem französischen Staat vermachte. Caillebottes Bilder zeigen das im 19. Jahrhundert neu entstandene Paris mit seinen Boulevards, Plätzen und Brücken in oftmals extremen Perspektiven, Freizeit am Wasser, Gärten und Stillleben, aber auch Menschen bei der Arbeit.

Eine große Ausstellung im Musée d’Orsay beleuchtet nun insbesondere seine wiederholten, meist monumentalen Darstellungen männlicher Figuren, seien es elegante Flaneure, Sportler oder einfache Parkettschleifer. Einzigartig in ihrer Zeit, leisten diese Werke einen hochinteressanten Beitrag zur Neudefinition von Männlichkeit im bürgerlichen Zeitalter.

 

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