Mitgliederakademie-Intensivführung – Die Sammlung Carl Schünemann

Die Sammlung Carl Schünemann. Kunstschätze des 15. bis 19. Jahrhunderts

In einem ausführlichen Rundgang widmen wir uns der wertvollen Sammlung von Altmeistergemälden des Bremer Kaufmanns Carl Schünemann, die 2017 als Schenkung an den Kunstverein in Bremen gelangte. Es ist die bedeutendste Schenkung Alter Meister seit der Gründung des Vereins vor fast 200 Jahren.

Im Zentrum stehen 32 Gemälde der niederländischen Meister des 17. Jahrhunderts, die die Ausstellung „Tulpen, Tabak, Heringsfang“ präsentiert. Darunter befinden sich faszinierende Stillleben und Genrebilder, charakteristische Landschaften und Seestücke, die sich durch künstlerische und kunsthistorische Besonderheiten auszeichnen und uns einen erkenntnisreichen Einblick in die Kunst des Goldenen Zeitalters der Niederlande gewinnen lassen.

Besondere Aufmerksamkeit soll sodann der „Madonna mit Kind und Heiligen“ von Giovanni di Tano Fei aus dem frühen 15. Jahrhundert und der – ebenfalls aus der Sammlung Schünemann stammenden – Zeichnung einer Rückenansicht von Adolph Menzel geschenkt werden.

TERMIN 12. August 2018, 10.30 bis 13.00 Uhr (inkl. Pause)
LEITUNG Dr. Alice Gudera
KOSTENBEITRAG 15 Euro für Mitglieder
ANMELDUNG bis 1. August

Gespräche vor Bildern – Blumenstillleben von Rachel Ruysch bis Auguste Renoir

In unserer Reihe Gespräche vor Bildern erschließen wir uns im Dialog das ganze faszinierende Spektrum der Kunstgeschichte – jeden ersten Donnerstag im Monat, mit wechselnden Dozentinnen und Dozenten.

Treffpunkt ist das Foyer der Hamburger Kunsthalle (vor dem Museumsshop). Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Diese Veranstaltungsreihe ist für Mitglieder der Freunde der Kunsthalle kostenfrei.
Nichtmitglieder zahlen für die Führungen, was sie können und möchten, zzgl. Eintritt.

Bremen: Niederländische Malerei und Zeichenkunst in der Kunsthalle

Auf unserer Tagesfahrt nach Bremen widmen wir uns diesmal intensiv der niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts. Gleich zwei Ausstellungen mit Gemälden und Zeichnungen laden dazu ein. Sie bieten außerdem eine gute Gelegenheit, die Inhalte der nun endenden Seminarreihe über diese Epoche zu vertiefen und zu erweitern.

„Tulpen, Tabak, Heringsfang“ lautet der Titel der Ausstellung, die eine wertwolle, lange Zeit im Verborgenen gebliebene Sammlung von Altmeister-Gemälden präsentiert. Sie wurde vom Bremer Kaufmann Carl Schünemann zusammengetragen, der sie kürzlich dem Kunstverein in Bremen schenkte. Die großartigen Bilder geben einen umfassenden Einblick in die niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts. Darunter befinden sich faszinierende Stillleben und Genrebilder sowie charakteristische Landschaften und Seestücke, die sich durch künstlerische und kunsthistorische Besonderheiten auszeichnen und damit hervorragend den Bestand an Gemälden dieser Zeit in der Kunsthalle Bremen ergänzen.

Holländische und flämische Zeichnungen des 16. bis 18. Jahrhunderts, die einer mehrjährigen Restaurierung unterzogen waren, zeigt das Museum parallel dazu nun erstmals in einer exquisiten Auswahl. Zu den bekannten Künstlern zählen Jacob Jordaens, Anthonis van Dyck und Jan van Goyen. Weite Landschaften, maritime Darstellungen sowie ausdrucksstarke Figurenstücke, derbe Wirtshausszenen und detailreiche Historien von höchster künstlerischer Finesse zeugen von einer Blütezeit der Kunst. Zudem vermittelt die Ausstellung Kenntnis von historischen Materialien und Techniken sowie Herangehensweisen bei der Restaurierung.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
BEGLEITUNG Florian Britsch, M. A.
TERMIN Donnerstag, 14. Juni 2018
KOSTENBEITRAG 68 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 15 Euro
LEISTUNGEN Fahrt mit dem Metronom, 2. Klasse ab/an Hamburg, öfftl. Verkehrsmittel, Eintritte, Führungen, Reiseleitung
Anmeldung erforderlich

Den Haag bis Rotterdam: Niederländische Kunst des Goldenden Zeitalters und der Moderne

Auf unserer viertägigen Studienreise in die Niederlande erkunden wir die Kunst der glanzvollen Zeit des Landes im 17. Jahrhundert, aber auch die niederländische Malerei und Architektur der Moderne bis heute. Unser Standort ist Den Haag, noch heute reich an Zeugnissen des Goldenen Zeitalters wie des 19. und 20. Jahrhunderts. Wir starten im Mauritshuis, das eine eindrucksvolle Sammlung weltberühmter Gemälde beherbergt, darunter Rembrandts „Anatomie des Dr. Tulp“ und Vermeers „Mädchen mit dem Perlenohrgehänge“. In unmittelbarer Nähe befindet sich das Museum Bredius mit Altmeistergemälden, Silber und Porzellan in einem Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert.

Im 19. Jahrhundert spielt Den Haag unter anderem eine wichtige Rolle in der Landschaftsmalerei. Besonders beeindruckt noch immer das „Panorama Mesdag“, ein sinnentäuschendes Rundgemäldes aus dem Jahr 1881, das uns höchst illusionistisch an die niederländische Küste versetzt. Die sogenannte „Haager Schule“, der es zuzurechnen ist, findet sich sodann hervorragend im Gemeentemuseum vertreten. Darüber hinaus gibt es hier die weltweit größte Mondrian-Sammlung, Bilder der Gruppe de Stijl und vieler Vertreter der Moderne.

Weitere Stationen unserer Reise sind Delft, wo wir auch die berühmte Porzellanmanufaktur besichtigen, Haarlem mit dem wunderbaren Frans Hals Museum sowie dem Teylers Museum, einer Art Kunst- und Wunderkammer in passendem architektonischen Ambiente. Am letzten Tag fahren wir nach Rotterdam und besuchen dort zunächst das Museum Boijmans van Beuningen, das Kunst vom Mittelalter bis heute präsentiert. Abschließend lassen wir uns zu den Highlights der modernen Architektur an der Maas führen, wo nicht erst die Architekturbüros von Rem Koolhaas und Norman Foster mit ihren Entwürfen Geschichte geschrieben haben.

LEITUNG Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M. A.
TERMIN 13. bis 16. September 2018
KOSTENBEITRAG 998 Euro p. P. im DZ, EZ-Zuschlag 212 Euro, Zuzahlung für Nicht-Mitglieder 120 Euro
LEISTUNGEN Fahrt mit der Deutschen Bahn, 2. Klasse inkl. Reservierung ab/an Hamburg, Reisebus vor Ort, 3 Übernachtungen im Holiday Inn Express Den Haag inkl. Frühstück, öfftl. Verkehrsmittel, Eintritte, Führungen, Reiseleitung
VERANSTALTER columbus tours
Anmeldung bis 20. April 2018

Die Farben der Kunst. Teil VIII: Weiß – Tabula rasa und Neuanfang

Weiß, seit Aristoteles eine der Grundfarben und bereits traditionell mit Reinheit und Unschuld, aber auch mit dem Göttlichen assoziiert, erfuhr in der Moderne noch einmal eine enorme Aufwertung. Die Antikensehnsucht des 18. Jahrhunderts dachte sich die klassischen Skulpturen weiß – im Gegensatz zur Buntheit und Profanität der Welt. Die antikische Aura von Kühle und Erhabenheit beeinflusste nicht nur die Architektur des Klassizismus; auch die Architekten der Avantgarde von Theo van Duisburg über Walter Gropius bis Le Corbusier träumten vom asketisch weißen, vergeistigten Bau der Moderne.

Nachdem die Kunst des 19. Jahrhunderts von Turner über Monet bis Whistler das Weiß als Farbe rehabilitiert hatte, wurde es – parallel zu seiner ideologischen Besetzung in der Architektur – auch in der avantgardistischen Malerei zu einem zentralen Thema. Die Idee des weißen Bildes stand nunmehr, bei Kandinsky ebenso wie bei Malewitsch oder nach dem Zweiten Weltkrieg bei Lucio Fontana und den Künstlern der Gruppe ZERO, als Synonym für die „tabula rasa“ und einen fundamentalen Neuanfang.

In der konzeptuellen Malerei eines Robert Ryman schließlich – aber auch im „White Cube“ des Galerieraums – kommt die Kunst gleichsam zu sich selbst; sie hat sich von allen außerbildlichen Bezügen befreit. Unsere Seminarreihe, in der wir in den vergangenen zwei Jahren die Geschichte der wichtigsten Farben und ihre Verwendung in der Kunst von der Antike bis in die Gegenwart nachgezeichnet und dabei auch die Sammlung der Hamburger Kunsthalle aus einer neuen Perspektive betrachtet haben, beschließen wir daher mit dem Weiß.

Wie alle bisherigen ist auch diese Veranstaltung thematisch in sich abgeschlossen. Das Seminar findet im Veranstaltungsraum sowie in der Sammlung statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M. A.
TERMIN Mittwoch, 22. August 2018, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Die Farben der Kunst. Teil VIII: Weiß – Tabula rasa und Neuanfang

Weiß, seit Aristoteles eine der Grundfarben und bereits traditionell mit Reinheit und Unschuld, aber auch mit dem Göttlichen assoziiert, erfuhr in der Moderne noch einmal eine enorme Aufwertung. Die Antikensehnsucht des 18. Jahrhunderts dachte sich die klassischen Skulpturen weiß – im Gegensatz zur Buntheit und Profanität der Welt. Die antikische Aura von Kühle und Erhabenheit beeinflusste nicht nur die Architektur des Klassizismus; auch die Architekten der Avantgarde von Theo van Duisburg über Walter Gropius bis Le Corbusier träumten vom asketisch weißen, vergeistigten Bau der Moderne.

Nachdem die Kunst des 19. Jahrhunderts von Turner über Monet bis Whistler das Weiß als Farbe rehabilitiert hatte, wurde es – parallel zu seiner ideologischen Besetzung in der Architektur – auch in der avantgardistischen Malerei zu einem zentralen Thema. Die Idee des weißen Bildes stand nunmehr, bei Kandinsky ebenso wie bei Malewitsch oder nach dem Zweiten Weltkrieg bei Lucio Fontana und den Künstlern der Gruppe ZERO, als Synonym für die „tabula rasa“ und einen fundamentalen Neuanfang.

In der konzeptuellen Malerei eines Robert Ryman schließlich – aber auch im „White Cube“ des Galerieraums – kommt die Kunst gleichsam zu sich selbst; sie hat sich von allen außerbildlichen Bezügen befreit. Unsere Seminarreihe, in der wir in den vergangenen zwei Jahren die Geschichte der wichtigsten Farben und ihre Verwendung in der Kunst von der Antike bis in die Gegenwart nachgezeichnet und dabei auch die Sammlung der Hamburger Kunsthalle aus einer neuen Perspektive betrachtet haben, beschließen wir daher mit dem Weiß.

Wie alle bisherigen ist auch diese Veranstaltung thematisch in sich abgeschlossen. Das Seminar findet im Veranstaltungsraum sowie in der Sammlung statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M. A.
TERMIN Mittwoch, 15. August 2018, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Die Farben der Kunst. Teil VIII: Weiß – Tabula rasa und Neuanfang

Weiß, seit Aristoteles eine der Grundfarben und bereits traditionell mit Reinheit und Unschuld, aber auch mit dem Göttlichen assoziiert, erfuhr in der Moderne noch einmal eine enorme Aufwertung. Die Antikensehnsucht des 18. Jahrhunderts dachte sich die klassischen Skulpturen weiß – im Gegensatz zur Buntheit und Profanität der Welt. Die antikische Aura von Kühle und Erhabenheit beeinflusste nicht nur die Architektur des Klassizismus; auch die Architekten der Avantgarde von Theo van Duisburg über Walter Gropius bis Le Corbusier träumten vom asketisch weißen, vergeistigten Bau der Moderne.

Nachdem die Kunst des 19. Jahrhunderts von Turner über Monet bis Whistler das Weiß als Farbe rehabilitiert hatte, wurde es – parallel zu seiner ideologischen Besetzung in der Architektur – auch in der avantgardistischen Malerei zu einem zentralen Thema. Die Idee des weißen Bildes stand nunmehr, bei Kandinsky ebenso wie bei Malewitsch oder nach dem Zweiten Weltkrieg bei Lucio Fontana und den Künstlern der Gruppe ZERO, als Synonym für die „tabula rasa“ und einen fundamentalen Neuanfang.

In der konzeptuellen Malerei eines Robert Ryman schließlich – aber auch im „White Cube“ des Galerieraums – kommt die Kunst gleichsam zu sich selbst; sie hat sich von allen außerbildlichen Bezügen befreit. Unsere Seminarreihe, in der wir in den vergangenen zwei Jahren die Geschichte der wichtigsten Farben und ihre Verwendung in der Kunst von der Antike bis in die Gegenwart nachgezeichnet und dabei auch die Sammlung der Hamburger Kunsthalle aus einer neuen Perspektive betrachtet haben, beschließen wir daher mit dem Weiß.

Wie alle bisherigen ist auch diese Veranstaltung thematisch in sich abgeschlossen. Das Seminar findet im Veranstaltungsraum sowie in der Sammlung statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M. A.
TERMIN Samstag, 23. Juni 2018, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Die Farben der Kunst. Teil VIII: Weiß – Tabula rasa und Neuanfang

Weiß, seit Aristoteles eine der Grundfarben und bereits traditionell mit Reinheit und Unschuld, aber auch mit dem Göttlichen assoziiert, erfuhr in der Moderne noch einmal eine enorme Aufwertung. Die Antikensehnsucht des 18. Jahrhunderts dachte sich die klassischen Skulpturen weiß – im Gegensatz zur Buntheit und Profanität der Welt. Die antikische Aura von Kühle und Erhabenheit beeinflusste nicht nur die Architektur des Klassizismus; auch die Architekten der Avantgarde von Theo van Duisburg über Walter Gropius bis Le Corbusier träumten vom asketisch weißen, vergeistigten Bau der Moderne.

Nachdem die Kunst des 19. Jahrhunderts von Turner über Monet bis Whistler das Weiß als Farbe rehabilitiert hatte, wurde es – parallel zu seiner ideologischen Besetzung in der Architektur – auch in der avantgardistischen Malerei zu einem zentralen Thema. Die Idee des weißen Bildes stand nunmehr, bei Kandinsky ebenso wie bei Malewitsch oder nach dem Zweiten Weltkrieg bei Lucio Fontana und den Künstlern der Gruppe ZERO, als Synonym für die „tabula rasa“ und einen fundamentalen Neuanfang.

In der konzeptuellen Malerei eines Robert Ryman schließlich – aber auch im „White Cube“ des Galerieraums – kommt die Kunst gleichsam zu sich selbst; sie hat sich von allen außerbildlichen Bezügen befreit. Unsere Seminarreihe, in der wir in den vergangenen zwei Jahren die Geschichte der wichtigsten Farben und ihre Verwendung in der Kunst von der Antike bis in die Gegenwart nachgezeichnet und dabei auch die Sammlung der Hamburger Kunsthalle aus einer neuen Perspektive betrachtet haben, beschließen wir daher mit dem Weiß.

Wie alle bisherigen ist auch diese Veranstaltung thematisch in sich abgeschlossen. Das Seminar findet im Veranstaltungsraum sowie in der Sammlung statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M. A.
TERMIN Mittwoch, 13. Juni 2018, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Die Farben der Kunst. Teil VIII: Weiß – Tabula rasa und Neuanfang

Weiß, seit Aristoteles eine der Grundfarben und bereits traditionell mit Reinheit und Unschuld, aber auch mit dem Göttlichen assoziiert, erfuhr in der Moderne noch einmal eine enorme Aufwertung. Die Antikensehnsucht des 18. Jahrhunderts dachte sich die klassischen Skulpturen weiß – im Gegensatz zur Buntheit und Profanität der Welt. Die antikische Aura von Kühle und Erhabenheit beeinflusste nicht nur die Architektur des Klassizismus; auch die Architekten der Avantgarde von Theo van Duisburg über Walter Gropius bis Le Corbusier träumten vom asketisch weißen, vergeistigten Bau der Moderne.

Nachdem die Kunst des 19. Jahrhunderts von Turner über Monet bis Whistler das Weiß als Farbe rehabilitiert hatte, wurde es – parallel zu seiner ideologischen Besetzung in der Architektur – auch in der avantgardistischen Malerei zu einem zentralen Thema. Die Idee des weißen Bildes stand nunmehr, bei Kandinsky ebenso wie bei Malewitsch oder nach dem Zweiten Weltkrieg bei Lucio Fontana und den Künstlern der Gruppe ZERO, als Synonym für die „tabula rasa“ und einen fundamentalen Neuanfang.

In der konzeptuellen Malerei eines Robert Ryman schließlich – aber auch im „White Cube“ des Galerieraums – kommt die Kunst gleichsam zu sich selbst; sie hat sich von allen außerbildlichen Bezügen befreit. Unsere Seminarreihe, in der wir in den vergangenen zwei Jahren die Geschichte der wichtigsten Farben und ihre Verwendung in der Kunst von der Antike bis in die Gegenwart nachgezeichnet und dabei auch die Sammlung der Hamburger Kunsthalle aus einer neuen Perspektive betrachtet haben, beschließen wir daher mit dem Weiß.

Wie alle bisherigen ist auch diese Veranstaltung thematisch in sich abgeschlossen. Das Seminar findet im Veranstaltungsraum sowie in der Sammlung statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M. A.
TERMIN Donnerstag, 7. Juni 2018, 12 bis 16 Uhr
KOSTENBEITRAG 29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich
Florian Britsch, M. A.

Die Farben der Kunst. Teil VIII: Weiß – Tabula rasa und Neuanfang

Weiß, seit Aristoteles eine der Grundfarben und bereits traditionell mit Reinheit und Unschuld, aber auch mit dem Göttlichen assoziiert, erfuhr in der Moderne noch einmal eine enorme Aufwertung. Die Antikensehnsucht des 18. Jahrhunderts dachte sich die klassischen Skulpturen weiß – im Gegensatz zur Buntheit und Profanität der Welt. Die antikische Aura von Kühle und Erhabenheit beeinflusste nicht nur die Architektur des Klassizismus; auch die Architekten der Avantgarde von Theo van Duisburg über Walter Gropius bis Le Corbusier träumten vom asketisch weißen, vergeistigten Bau der Moderne.

Nachdem die Kunst des 19. Jahrhunderts von Turner über Monet bis Whistler das Weiß als Farbe rehabilitiert hatte, wurde es – parallel zu seiner ideologischen Besetzung in der Architektur – auch in der avantgardistischen Malerei zu einem zentralen Thema. Die Idee des weißen Bildes stand nunmehr, bei Kandinsky ebenso wie bei Malewitsch oder nach dem Zweiten Weltkrieg bei Lucio Fontana und den Künstlern der Gruppe ZERO, als Synonym für die „tabula rasa“ und einen fundamentalen Neuanfang.

In der konzeptuellen Malerei eines Robert Ryman schließlich – aber auch im „White Cube“ des Galerieraums – kommt die Kunst gleichsam zu sich selbst; sie hat sich von allen außerbildlichen Bezügen befreit. Unsere Seminarreihe, in der wir in den vergangenen zwei Jahren die Geschichte der wichtigsten Farben und ihre Verwendung in der Kunst von der Antike bis in die Gegenwart nachgezeichnet und dabei auch die Sammlung der Hamburger Kunsthalle aus einer neuen Perspektive betrachtet haben, beschließen wir daher mit dem Weiß.

Wie alle bisherigen ist auch diese Veranstaltung thematisch in sich abgeschlossen. Das Seminar findet im Veranstaltungsraum sowie in der Sammlung statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M. A.
TERMIN Mittwoch, 6. Juni 2018, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich