In der Kunst zu Hause: Einführung in das Studium der Kunstgeschichte. Teil I: Die Kunst des Mittelalters

Unsere neu konzipierte Seminarreihe lädt dazu ein, in zweieinhalb Jahren und insgesamt 24 Sitzungen die europäische Kunstgeschichte von der Karolingerzeit (um 800 n. Chr.) bis in die Gegenwart zu durchschreiten. In einem systematischen Überblick wollen wir uns Grundproblemen und herausragenden Werken der einzelnen Epochen, aber auch Fragen nach dem methodischen Herangehen an Kunst und deren Veränderlichkeit widmen. Auf diese Weise wollen wir unsere Wahrnehmung schulen; dies führt zu einem gestärkten Urteilsvermögen und festigt den eigenen Umgang mit der Kunst. Wo es in den Zusammenhang passt, studieren wir die Werke der Hamburger Kunsthalle vor dem Original.

Die Teilnahme an insgesamt drei zusätzlichen und exklusiv für dieses Seminar geplanten Tagesfahrten soll die erworbenen Kenntnisse vertiefen und die Möglichkeit bieten, auch architektonische Highlights kennenzulernen. Unterrichtsmaterialien werden zur Verfügung gestellt. Eine aktive Mitarbeit ist erwünscht; Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Im ersten Halbjahr 2019 widmen wir uns zunächst der Kunst des Mittelalters, angefangen bei der Kunst im Fränkischen Reich unter Karl dem Großen. Wir lernen die bedeutendsten Werke der Goldschmiedekunst, Buch- und Wandmalerei sowie der Architektur der nachfolgenden Jahrhunderte kennen. In Teil II wird uns dann unter anderem die Entwicklung der gotischen Kathedrale in Frankreich und ihre Aufnahme in den benachbarten Ländern beschäftigen. Die Fresken Giottos aus der Zeit um 1300 leiten schließlich über zur Malerei der frühen Neuzeit und den großen Bildentwürfen des 14. und 15. Jahrhunderts.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMINE Donnerstag, 24. Januar 2019; Donnerstag, 21. Februar 2019; Donnerstag, 28. März 2019, jeweils 11 bis 14.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 96 Euro, Studierende bis 30 Jahre 84 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 10 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Hinweis: Die Anmeldung für die Seminarreihe erfolgt quartalsweise; die Teilnahme an Teil I berechtigt automatisch zur Fortsetzung. Die Veranstaltungen finden in der Regel am letzten Donnerstag im Monat statt.

Von Weimar nach Dessau: 100 Jahre Bauhaus

Das Bauhaus, heute ein Synonym für Architektur und Design der Moderne, wurde am 21. März 1919 von Walter Gropius als Reformschule in Weimar gegründet. Nach dem aus politischen Gründen erzwungenen Umzug nach Dessau 1925 und Berlin 1932 wurde es 1933 endgültig geschlossen. Es existierte damit genauso lange wie die Weimarer Republik, und wie diese war es ein einzigartiges Laboratorium der Moderne, dessen gestalterische wie soziale Experimente das Aussehen unserer gebauten Umwelt bis heute prägen.

Anlässlich des 100-jährigen Gründungsjubiläums beschäftigen wir uns vier Tage lang an den Originalschauplätzen mit der Geschichte dieser Institution, die zugleich unsere eigene Geschichte ist. In Weimar interessieren uns die expressionistisch beeinflussten Anfänge des „Staatlichen Bauhauses“ ebenso wie seine Wurzeln im Jugendstil und die an diesem Ort besonders prägende klassische Tradition. Unter anderem besichtigen wir den ersten Sitz der Schule in dem von Henry van de Velde entworfenen Gebäude der ehemaligen Kunstgewerbeschule, das Neue Museum Weimar, das demnächst eröffnende bauhaus museum weimar sowie das legendäre, 1923 von Georg Muche entworfene Musterhaus Am Horn.

Die nächsten zwei Tage verbringen wir in Dessau, wo das Bauhaus bis heute so präsent ist nirgendwo sonst. Mit dem 1925/26 nach Plänen von Walter Gropius errichteten Bauhausgebäude schuf sich die Schule optimale Arbeitsbedingen und realisierte zugleich die Idee des Gesamtkunstwerks: die Verbindung von Künsten und Handwerk am Bau. Außerdem besuchen wir die von Gropius entworfenen „Meisterhäuser“, und schließlich lässt sich in Dessau am Beispiel der „Siedlung Törten“ exemplarisch die jüngere Geschichte des Siedlungsbaus verfolgen, der für die am Bauhaus betriebene Suche nach dem „Neuen Menschen“ von zentraler Bedeutung war.

 

LEITUNG Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M. A.
TERMIN 22. bis 25. August 2019
LEISTUNGEN Fahrt mit der Deutschen Bahn, 2. Klasse inkl. Reservierung ab/an Hamburg sowie Reisebus vor Ort, 3 Übernachtungen inkl. Frühstück (2 x ***Hotel Kaiserin Augusta, Weimar; 1 x Hotel 7 Säulen, Dessau-Roßlau), 2x Mittagsimbiss, Eintritte, Führungen, Reiseleitung
KOSTENBEITRAG 782 Euro p. P. im DZ, EZ-Zuschlag 115 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 80 Euro
VERANSTALTER Hamburg Süd Reiseagentur GmbH

 

Mantegna und Bellini. Meister der Renaissance. Aus Anlass der Ausstellung in London und Berlin

Die beiden italienischen Renaissancekünstler Andrea Mantegna (um 1431–1506) und Giovanni Bellini (um 1435–1516) gehören zweifellos zu den großen Meistern ihrer Zeit. In einer umfassenden Ausstellung präsentieren nun erstmals die National Gallery in London und anschließend die Staatlichen Museen in Berlin eine vergleichende Gegenüberstellung dieser herausragenden Maler. Ähnlichkeiten und Unterschiede können anhand der bedeutenden Londoner und Berliner Sammlungsbestände wie auch der zahlreichen hochkarätigen Leihgaben intensiv studiert werden. Wir nutzen diese einmalige Gelegenheit für ein vertiefendes Seminar, das auch zur Vor- oder Nachbereitung eines individuellen Ausstellungsbesuches dienen kann.

1453 heiratete der in Padua tätige aufstrebende Maler und Druckgraphiker Andrea Mantegna in die Familie Bellini ein – eine der führenden Künstlerfamilien im nahegelegenen Venedig. Mantegnas spektakuläre Bilderfindungen und sein intensives Interesse an der klassischen Antike hinterließen einen tiefen Eindruck bei seinem vermutlich jüngsten Schwager Giovanni Bellini. Umgekehrt entfaltete während dieser Zeit auch Bellinis unverkennbarer Malstil seine Wirkung auf Mantegnas Schaffen, und es entwickelte sich ein kreativer Dialog, der seinesgleichen sucht. Nach nur zehn Jahren enger Zusammenarbeit trennten sich ihre Wege: 1460 zog Mantegna nach Mantua, wo er bis zu seinem Tode Hofmaler der Fürstenfamilie Gonzaga blieb. Bellini dagegen verbrachte seine gesamte Künstlerkarriere in Venedig. In unterschiedlichen Umgebungen tätig, entwickelten sich ihre künstlerischen Stile in sehr verschiedene Richtungen. Dennoch trägt ihr Schaffen zeitlebens deutliche Spuren eines über die Jahrzehnte hinweg gepflegten Austausches, der noch immer nachempfunden werden kann.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Mittwoch, 3. April 2019, 14.30 bis 17 Uhr
KOSTENBEITRAG 22 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Wir bieten dieses Seminar alternativ auch vormittags an.

Mantegna und Bellini. Meister der Renaissance. Aus Anlass der Ausstellung in London und Berlin

Die beiden italienischen Renaissancekünstler Andrea Mantegna (um 1431–1506) und Giovanni Bellini (um 1435–1516) gehören zweifellos zu den großen Meistern ihrer Zeit. In einer umfassenden Ausstellung präsentieren nun erstmals die National Gallery in London und anschließend die Staatlichen Museen in Berlin eine vergleichende Gegenüberstellung dieser herausragenden Maler. Ähnlichkeiten und Unterschiede können anhand der bedeutenden Londoner und Berliner Sammlungsbestände wie auch der zahlreichen hochkarätigen Leihgaben intensiv studiert werden. Wir nutzen diese einmalige Gelegenheit für ein vertiefendes Seminar, das auch zur Vor- oder Nachbereitung eines individuellen Ausstellungsbesuches dienen kann.

1453 heiratete der in Padua tätige aufstrebende Maler und Druckgraphiker Andrea Mantegna in die Familie Bellini ein – eine der führenden Künstlerfamilien im nahegelegenen Venedig. Mantegnas spektakuläre Bilderfindungen und sein intensives Interesse an der klassischen Antike hinterließen einen tiefen Eindruck bei seinem vermutlich jüngsten Schwager Giovanni Bellini. Umgekehrt entfaltete während dieser Zeit auch Bellinis unverkennbarer Malstil seine Wirkung auf Mantegnas Schaffen, und es entwickelte sich ein kreativer Dialog, der seinesgleichen sucht. Nach nur zehn Jahren enger Zusammenarbeit trennten sich ihre Wege: 1460 zog Mantegna nach Mantua, wo er bis zu seinem Tode Hofmaler der Fürstenfamilie Gonzaga blieb. Bellini dagegen verbrachte seine gesamte Künstlerkarriere in Venedig. In unterschiedlichen Umgebungen tätig, entwickelten sich ihre künstlerischen Stile in sehr verschiedene Richtungen. Dennoch trägt ihr Schaffen zeitlebens deutliche Spuren eines über die Jahrzehnte hinweg gepflegten Austausches, der noch immer nachempfunden werden kann.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Mittwoch, 3. April 2019, 14.30 bis 17 Uhr
KOSTENBEITRAG 22 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 3 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Wir bieten dieses Seminar alternativ auch nachmittags an.

In der Kunst zu Hause: Einführung in das Studium der Kunstgeschichte. Teil I: Die Kunst des Mittelalters

Unsere neu konzipierte Seminarreihe lädt dazu ein, in zweieinhalb Jahren und insgesamt 24 Sitzungen die europäische Kunstgeschichte von der Karolingerzeit (um 800 n. Chr.) bis in die Gegenwart zu durchschreiten. In einem systematischen Überblick wollen wir uns Grundproblemen und herausragenden Werken der einzelnen Epochen, aber auch Fragen nach dem methodischen Herangehen an Kunst und deren Veränderlichkeit widmen. Auf diese Weise wollen wir unsere Wahrnehmung schulen; dies führt zu einem gestärkten Urteilsvermögen und festigt den eigenen Umgang mit der Kunst. Wo es in den Zusammenhang passt, studieren wir die Werke der Hamburger Kunsthalle vor dem Original.

Die Teilnahme an insgesamt drei zusätzlichen und exklusiv für dieses Seminar geplanten Tagesfahrten soll die erworbenen Kenntnisse vertiefen und die Möglichkeit bieten, auch architektonische Highlights kennenzulernen. Unterrichtsmaterialien werden zur Verfügung gestellt. Eine aktive Mitarbeit ist erwünscht; Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Im ersten Halbjahr 2019 widmen wir uns zunächst der Kunst des Mittelalters, angefangen bei der Kunst im Fränkischen Reich unter Karl dem Großen. Wir lernen die bedeutendsten Werke der Goldschmiedekunst, Buch- und Wandmalerei sowie der Architektur der nachfolgenden Jahrhunderte kennen. In Teil II wird uns dann unter anderem die Entwicklung der gotischen Kathedrale in Frankreich und ihre Aufnahme in den benachbarten Ländern beschäftigen. Die Fresken Giottos aus der Zeit um 1300 leiten schließlich über zur Malerei der frühen Neuzeit und den großen Bildentwürfen des 14. und 15. Jahrhunderts.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMINE Donnerstag, 24. Januar 2019; Donnerstag, 21. Februar 2019; Donnerstag, 28. März 2019, jeweils 17 bis 20.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 96 Euro, Studierende bis 30 Jahre 84 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 10 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Hinweis: Die Anmeldung für die Seminarreihe erfolgt quartalsweise; die Teilnahme an Teil I berechtigt automatisch zur Fortsetzung. Die Veranstaltungen finden in der Regel am letzten Donnerstag im Monat statt.

Wir bieten diese Seminarreihe alternativ auch von 11 bis 14.30 Uhr an.

In der Kunst zu Hause: Einführung in das Studium der Kunstgeschichte. Teil I: Die Kunst des Mittelalters

Unsere neu konzipierte Seminarreihe lädt dazu ein, in zweieinhalb Jahren und insgesamt 24 Sitzungen die europäische Kunstgeschichte von der Karolingerzeit (um 800 n. Chr.) bis in die Gegenwart zu durchschreiten. In einem systematischen Überblick wollen wir uns Grundproblemen und herausragenden Werken der einzelnen Epochen, aber auch Fragen nach dem methodischen Herangehen an Kunst und deren Veränderlichkeit widmen. Auf diese Weise wollen wir unsere Wahrnehmung schulen; dies führt zu einem gestärkten Urteilsvermögen und festigt den eigenen Umgang mit der Kunst. Wo es in den Zusammenhang passt, studieren wir die Werke der Hamburger Kunsthalle vor dem Original.

Die Teilnahme an insgesamt drei zusätzlichen und exklusiv für dieses Seminar geplanten Tagesfahrten soll die erworbenen Kenntnisse vertiefen und die Möglichkeit bieten, auch architektonische Highlights kennenzulernen. Unterrichtsmaterialien werden zur Verfügung gestellt. Eine aktive Mitarbeit ist erwünscht; Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Im ersten Halbjahr 2019 widmen wir uns zunächst der Kunst des Mittelalters, angefangen bei der Kunst im Fränkischen Reich unter Karl dem Großen. Wir lernen die bedeutendsten Werke der Goldschmiedekunst, Buch- und Wandmalerei sowie der Architektur der nachfolgenden Jahrhunderte kennen. In Teil II wird uns dann unter anderem die Entwicklung der gotischen Kathedrale in Frankreich und ihre Aufnahme in den benachbarten Ländern beschäftigen. Die Fresken Giottos aus der Zeit um 1300 leiten schließlich über zur Malerei der frühen Neuzeit und den großen Bildentwürfen des 14. und 15. Jahrhunderts.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMINE Donnerstag, 24. Januar 2019; Donnerstag, 21. Februar 2019; Donnerstag, 28. März 2019, jeweils 11 bis 14.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 96 Euro, Studierende bis 30 Jahre 84 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 10 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlic

Hinweis: Die Anmeldung für die Seminarreihe erfolgt quartalsweise; die Teilnahme an Teil I berechtigt automatisch zur Fortsetzung. Die Veranstaltungen finden in der Regel am letzten Donnerstag im Monat statt.

Wir bieten diese Seminarreihe alternativ auch von 17 bis 20.30 Uhr an.

Dr. Alice Gudera
Dr. Alice Gudera

Das Material der Kunst. Teil I: Licht – zwischen Propaganda und Heilsversprechen

Jahrhundertelang war für die Realisierung von Kunstwerken nur ein begrenztes Spektrum von Materialien zuständig. Sei es Stein, Bronze oder Holz: Dem Ewigkeitsanspruch der Kunst entsprach die Dauerhaftigkeit des Werkstoffs. Mit wenigen Ausnahmen gewannen erst mit der Moderne auch veränderliche, instabile oder amorphe Materialien programmatische Bedeutung. Vom Gips über die seit dem 19. Jahrhundert gebräuchlichen synthetischen Werkstoffe, die Industrie- und Alltagsmaterialien, Erde und Abfall bis hin zum menschlichen Körper: Nahezu alles konnte im Laufe der Zeit zum Material der Kunst werden. Im Anschluss an die Kunst- und Kulturgeschichte der Farben beschäftigen wir uns daher in unserer neuen Reihe mit der Geschichte und Verwendung, aber auch mit der sich wandelnden Bedeutung der Materialien.

Den Anfang macht das Licht: Symbolisch seit jeher mit dem Göttlichen bzw. der Schöpfung verbunden, diente es im Bild seit Caravaggio und Rembrandt zur dramatischen Inszenierung und inhaltlichen Aufladung der Sujets. Mit der Entgrenzung der Künste im 20. Jahrhundert stieg das vermeintlich immaterielle und ephemere Licht schließlich selbst zum Material künstlerischer Gestaltung auf: Der „Licht-Raum-Modulator“ von László Moholy-Nagy, die Installationen der Gruppe ZERO, Dan Flavins minimalistische Lichtskulpturen, Bruce Naumans grell blinkende Neonzeichen oder die Erfahrungsräume James Turrells markieren Stationen einer Faszinationsgeschichte, die bis heute anhält. Doch auch Unterhaltungsindustrie und Werbung nutzten seit dem Ende des 19. Jahrhunderts die inszenatorischen Möglichkeiten des Lichts, ebenso wie – zu propagandistischen Zwecken – Hitlers ‚Hofarchitekt’ Albert Speer mit seinen megalomanen „Lichtdomen“.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum sowie in der Sammlung statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M. A.
TERMIN Donnerstag, 21. März 2019, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Wir bieten dieses Seminar alternativ auch am 19.1. und 22.1.2019 an.

Das Material der Kunst. Teil I: Licht – zwischen Propaganda und Heilsversprechen

Jahrhundertelang war für die Realisierung von Kunstwerken nur ein begrenztes Spektrum von Materialien zuständig. Sei es Stein, Bronze oder Holz: Dem Ewigkeitsanspruch der Kunst entsprach die Dauerhaftigkeit des Werkstoffs. Mit wenigen Ausnahmen gewannen erst mit der Moderne auch veränderliche, instabile oder amorphe Materialien programmatische Bedeutung. Vom Gips über die seit dem 19. Jahrhundert gebräuchlichen synthetischen Werkstoffe, die Industrie- und Alltagsmaterialien, Erde und Abfall bis hin zum menschlichen Körper: Nahezu alles konnte im Laufe der Zeit zum Material der Kunst werden. Im Anschluss an die Kunst- und Kulturgeschichte der Farben beschäftigen wir uns daher in unserer neuen Reihe mit der Geschichte und Verwendung, aber auch mit der sich wandelnden Bedeutung der Materialien.

Den Anfang macht das Licht: Symbolisch seit jeher mit dem Göttlichen bzw. der Schöpfung verbunden, diente es im Bild seit Caravaggio und Rembrandt zur dramatischen Inszenierung und inhaltlichen Aufladung der Sujets. Mit der Entgrenzung der Künste im 20. Jahrhundert stieg das vermeintlich immaterielle und ephemere Licht schließlich selbst zum Material künstlerischer Gestaltung auf: Der „Licht-Raum-Modulator“ von László Moholy-Nagy, die Installationen der Gruppe ZERO, Dan Flavins minimalistische Lichtskulpturen, Bruce Naumans grell blinkende Neonzeichen oder die Erfahrungsräume James Turrells markieren Stationen einer Faszinationsgeschichte, die bis heute anhält. Doch auch Unterhaltungsindustrie und Werbung nutzten seit dem Ende des 19. Jahrhunderts die inszenatorischen Möglichkeiten des Lichts, ebenso wie – zu propagandistischen Zwecken – Hitlers ‚Hofarchitekt’ Albert Speer mit seinen megalomanen „Lichtdomen“.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum sowie in der Sammlung statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M. A.
TERMIN Dienstag, 22. Januar 2019, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Wir bieten dieses Seminar alternativ auch am 19.1. und 21.3.2019 an.

Das Material der Kunst. Teil I: Licht – zwischen Propaganda und Heilsversprechen

Jahrhundertelang war für die Realisierung von Kunstwerken nur ein begrenztes Spektrum von Materialien zuständig. Sei es Stein, Bronze oder Holz: Dem Ewigkeitsanspruch der Kunst entsprach die Dauerhaftigkeit des Werkstoffs. Mit wenigen Ausnahmen gewannen erst mit der Moderne auch veränderliche, instabile oder amorphe Materialien programmatische Bedeutung. Vom Gips über die seit dem 19. Jahrhundert gebräuchlichen synthetischen Werkstoffe, die Industrie- und Alltagsmaterialien, Erde und Abfall bis hin zum menschlichen Körper: Nahezu alles konnte im Laufe der Zeit zum Material der Kunst werden. Im Anschluss an die Kunst- und Kulturgeschichte der Farben beschäftigen wir uns daher in unserer neuen Reihe mit der Geschichte und Verwendung, aber auch mit der sich wandelnden Bedeutung der Materialien.

Den Anfang macht das Licht: Symbolisch seit jeher mit dem Göttlichen bzw. der Schöpfung verbunden, diente es im Bild seit Caravaggio und Rembrandt zur dramatischen Inszenierung und inhaltlichen Aufladung der Sujets. Mit der Entgrenzung der Künste im 20. Jahrhundert stieg das vermeintlich immaterielle und ephemere Licht schließlich selbst zum Material künstlerischer Gestaltung auf: Der „Licht-Raum-Modulator“ von László Moholy-Nagy, die Installationen der Gruppe ZERO, Dan Flavins minimalistische Lichtskulpturen, Bruce Naumans grell blinkende Neonzeichen oder die Erfahrungsräume James Turrells markieren Stationen einer Faszinationsgeschichte, die bis heute anhält. Doch auch Unterhaltungsindustrie und Werbung nutzten seit dem Ende des 19. Jahrhunderts die inszenatorischen Möglichkeiten des Lichts, ebenso wie – zu propagandistischen Zwecken – Hitlers ‚Hofarchitekt’ Albert Speer mit seinen megalomanen „Lichtdomen“.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum sowie in der Sammlung statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M. A.
TERMIN Samstag, 19. Januar 2019, 13 bis 17 Uhr
KOSTENBEITRAG 29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Wir bieten dieses Seminar alternativ auch am 22.1. und 21.3.2019 an.

Mitgliederakademie der Kunsthalle Bremen – Die Ausstattung der mittelalterlichen Kirche: Altar und Retabel

Das Seminar widmet sich Hauptwerken der mittelalterlichen Kunst. Dabei geht der Blick gezielt vom Bestimmungsort der Werke aus: der mittelalterlichen Kirche in ihrer Bedeutung und Funktion. In ihrem Inneren bildet die Messfeier das zentrale Geschehen, um das sich alle liturgischen und sakralen Handlungen ranken. Um diesem feierlichen Ereignis die entsprechende Würde und den angemessenen Rahmen zu verleihen, konnte die Ausstattung des Kirchengebäudes nicht kostbar und aufwändig genug sein.
Am Beginn des Seminars steht deshalb die Genese des christlichen Altars und seines Schmucks. Dabei stellt sich zunächst die Frage, wie die ältesten erhaltenen oder bildlich überlieferten Altäre aussahen und welche Veränderungen im frühen und hohen Mittelalter zu verzeichnen sind. Seit wann gab es schmückende Elemente an und seit wann solche auf dem Altar? Wie sahen die ältesten Altarretabel aus und wie kam es zu der – regional mitunter sehr unterschiedlichen – Entwicklung hin zu den prächtigen, großformatigen Ausprägungen des Mittelalters und der frühen Neuzeit?
Bei der Beantwortung dieser Fragen wird stets dem hohen künstlerischen Rang der einzelnen Werke Rechnung getragen, jedoch ebenso ihre historische wie frömmigkeitsgeschichtliche Bedeutung beleuchtet.

Kosten
28 € Mitglied(er)
Anmeldung
Anmeldung bis 15. März