Online-Seminar: Das Menschenbild bei Alberto Giacometti und Germaine Richier

Mit seinen stabdünnen, gleichsam von der Umgebung aufgezehrten Figuren gehört Alberto Giacometti (1901–1966) zu den großen Erneuerern der figürlichen Plastik im 20. Jahrhundert. In seinem Werk wird die Darstellbarkeit der menschlichen Figur skeptisch befragt und radikal erneuert – in der Skulptur ebenso wie in der Malerei. Nach kubistisch und surrealistisch geprägten Phasen setzt 1946 der Übergang zu den masse- und gleichsam gewichtslosen Skulpturen ein, die den Charakter von ungreifbaren Erscheinungen in einem unbetretbaren Bildraum haben. Giacomettis Sicht auf die menschliche Gestalt steht dabei im Kontext der Suche nach einer neuen Bildsprache in Folge der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs. Auch die seit Mitte der 1940er-Jahre entstehenden hybriden Wesen Germaine Richiers (1902–1959) offenbaren ein neues Menschenbild in der Skulptur. Ihre Figuren zwischen Mensch und Tier, wie geschunden und ausgezehrt, vermitteln eindrücklich das Trauma der Nachkriegszeit.

Diese Veranstaltung ist ausgebucht.

 

Online-Dialog: »Manet und Astruc. Künstlerfreunde« – zur Ausstellung in der Kunsthalle Bremen

 

Dr. Alice Gudera im Gespräch mit Dr. Dorothee Hansen

Manet und wer? Edouard Manet (1832–1883) war einer der berühmtesten Künstler des 19. Jahrhunderts, doch Zacharie Astruc (1833–1907) ist bis heute als Künstler nahezu unbekannt. Zunächst machte er als Kunstkritiker von sich reden, und als Erster verteidigte er öffentlich die Werke Manets. Mehrfach malte Manet ihn in den 1860er-Jahren: Mit dem Bildnis des Zacharie Astruc, das heute in der Kunsthalle Bremen hängt, schuf Manet ein programmatisches Statement zum Geschmack der Avantgarde. Alles, was die beiden liebten und diskutierten, ist in dem Bild enthalten – Japonismus, Spanienmode, die Malerei der alten Meister und die Musik. Die Bilder Manets und Astrucs stehen ab Herbst im Mittelpunkt einer großen Ausstellung in der Kunsthalle Bremen. Das Kuratorinnen-Team stellt sie den Freunden vorab ausführlich vor.

Dr. Dorothee Hansen

Studium der Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Mittelalterliche Geschichte in München. 1992-94 Volontariat an der Hamburger Kunsthalle. Seit Februar 1995 Kustodin für die Gemälde des 14. bis 19. Jahrhunderts an der Kunsthalle Bremen, seit 2008 außerdem stellvertretende Direktorin. Zahlreiche Ausstellungen zur Malerei des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, u. a. „Van Gogh: Felder“, „Monet und Camille – Frauenportraits im Impressionismus“ und jetzt „Émile Bernard – Am Puls der Moderne“.

Online-Seminar – Monumente Europas: Die Basilika Sagrada Família in Barcelona

Die Basilika Sagrada Família in Barcelona gehört wie die Hagia Sophia in Istanbul, die Kathedrale Notre-Dame in Paris, die Altneu-Synagoge in Prag oder auch die Mezquita in Córdoba zu denjenigen Monumenten, die als Wahrzeichen in die Geschichte des jeweiligen Landes eingegangen sind. Unsere Online-Seminarreihe widmet sich jeweils einem dieser Denkmäler der europäischen Kulturgeschichte, den Zusammenhängen seiner Entstehung wie Rezeption. Bis 2026, dem 100. Todesjahr Antoni Gaudís, sollte die Sagrada Família eigentlich endlich fertiggestellt werden. Ohne offizielle Genehmigung hatte der Architekt 1882 mit dem bis heute umstrittenen Bau des Gotteshauses in der ihm eigenen Manier des katalanischen Modernisme begonnen. Wie kein zweites Gebäude ist es mit Gesicht und Geschichte Barcelonas verbunden.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Dienstag, 16. März 2021, von 16 bis 17.15 Uhr
KOSTENBEITRAG 12 Euro, Studierende 8 Euro
Anmeldung erforderlich

Voraussetzungen zur Teilnahme: Computer /Tablet mit Audioausgang bzw. Lautsprecher, für die Seminare nach Möglichkeit zusätzlich mit Kamera; stabile Internet-Verbindung. Zugang über das Videokonferenzprogramm Zoom (Browser oder Installation) mit dem in der Anmeldebestätigung versendeten Konferenzcode. Einwahl 10 Minuten vor Beginn der Veranstaltung unter Angabe des Namens oder eines eindeutigen Kürzels.

Online-Seminar Monumente Europas: Die Basilika Sagrada Família in Barcelona

Die Basilika Sagrada Família in Barcelona gehört wie die Hagia Sophia in Istanbul, die Kathedrale Notre-Dame in Paris, die Altneu-Synagoge in Prag oder auch die Mezquita in Córdoba zu denjenigen Monumenten, die als Wahrzeichen in die Geschichte des jeweiligen Landes eingegangen sind. Unsere Online-Seminarreihe widmet sich jeweils einem dieser Denkmäler der europäischen Kulturgeschichte, den Zusammenhängen seiner Entstehung wie Rezeption. Bis 2026, dem 100. Todesjahr Antoni Gaudís, sollte die Sagrada Família eigentlich endlich fertiggestellt werden. Ohne offizielle Genehmigung hatte der Architekt 1882 mit dem bis heute umstrittenen Bau des Gotteshauses in der ihm eigenen Manier des katalanischen Modernisme begonnen. Wie kein zweites Gebäude ist es mit Gesicht und Geschichte Barcelonas verbunden.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Donnerstag, 11. März 2021, von 19 bis 20.15 Uhr
KOSTENBEITRAG 12 Euro, Studierende 8 Euro
Anmeldung erforderlich

Voraussetzungen zur Teilnahme: Computer /Tablet mit Audioausgang bzw. Lautsprecher, für die Seminare nach Möglichkeit zusätzlich mit Kamera; stabile Internet-Verbindung. Zugang über das Videokonferenzprogramm Zoom (Browser oder Installation) mit dem in der Anmeldebestätigung versendeten Konferenzcode. Einwahl 10 Minuten vor Beginn der Veranstaltung unter Angabe des Namens oder eines eindeutigen Kürzels.

Online-Seminar – De Chirico und seine Vorläufer: Von der Romantik zur Metaphysik

Rätselhafte Bildwelten voller Intuition, Erinnerung und Vorahnung: Mit seiner Pittura metafisica nimmt Giorgio de Chirico (1888–1978) einen festen Platz in der Geschichte der modernen Malerei ein. Nicht zuletzt gab er den Surrealisten entscheidende Impulse. Weniger bekannt – und in der Ausstellung ausführlich Thema – ist die Vorgeschichte der »metaphysischen Malerei«: Es waren die Philosophie Friedrich Nietzsches sowie die Kunst der deutschen Spätromantik, insbesondere die phantastischen Bildwelten Arnold Böcklins und Max Klingers, die sein Frühwerk nachhaltig beeinflussten. »Stimmung« avancierte um 1900 zur zentralen ästhetischen Kategorie und zum »Ziel aller modernen Malerei«. Doch liegen die Ursprünge dieser Kunst sogar noch weiter zurück – bereits in der Romantik eines Caspar David Friedrich wird die Landschaft zum »Stimmungsraum«.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Mittwoch, 10. März 2021, verfügbar von 19 bis 20.15 Uhr
KOSTENBEITRAG 12 Euro, Studierende 8 Euro
Anmeldung erforderlich

Voraussetzungen zur Teilnahme: Computer /Tablet mit Audioausgang bzw. Lautsprecher, für die Seminare nach Möglichkeit zusätzlich mit Kamera; stabile Internet-Verbindung. Zugang über das Videokonferenzprogramm Zoom (Browser oder Installation) mit dem in der Anmeldebestätigung versendeten Konferenzcode. Einwahl 10 Minuten vor Beginn der Veranstaltung unter Angabe des Namens oder eines eindeutigen Kürzels.

Online-Seminar – De Chirico und seine Vorläufer: Von der Romantik zur Metaphysik

Rätselhafte Bildwelten voller Intuition, Erinnerung und Vorahnung: Mit seiner Pittura metafisica nimmt Giorgio de Chirico (1888–1978) einen festen Platz in der Geschichte der modernen Malerei ein. Nicht zuletzt gab er den Surrealisten entscheidende Impulse. Weniger bekannt – und in der Ausstellung ausführlich Thema – ist die Vorgeschichte der »metaphysischen Malerei«: Es waren die Philosophie Friedrich Nietzsches sowie die Kunst der deutschen Spätromantik, insbesondere die phantastischen Bildwelten Arnold Böcklins und Max Klingers, die sein Frühwerk nachhaltig beeinflussten. »Stimmung« avancierte um 1900 zur zentralen ästhetischen Kategorie und zum »Ziel aller modernen Malerei«. Doch liegen die Ursprünge dieser Kunst sogar noch weiter zurück – bereits in der Romantik eines Caspar David Friedrich wird die Landschaft zum »Stimmungsraum«.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Dienstag, 9. März 2021, verfügbar von 16 bis 17.15 Uhr
KOSTENBEITRAG 12 Euro, Studierende 8 Euro
Anmeldung erforderlich

Voraussetzungen zur Teilnahme: Computer /Tablet mit Audioausgang bzw. Lautsprecher, für die Seminare nach Möglichkeit zusätzlich mit Kamera; stabile Internet-Verbindung. Zugang über das Videokonferenzprogramm Zoom (Browser oder Installation) mit dem in der Anmeldebestätigung versendeten Konferenzcode. Einwahl 10 Minuten vor Beginn der Veranstaltung unter Angabe des Namens oder eines eindeutigen Kürzels.

Online-Akademie der Kunsthalle Bremen – Das Goldene Zeitalter der Niederlande im 17. Jahrhundert. Die Genremalerei

Kunsthalle Bremen | Online-Akademie

Als erstes Kunstmuseum in Deutschland bietet die Kunsthalle Bremen eine interaktive Online-Akademie an. So wird kulturelle Bildung im Austausch mit anderen Menschen möglich – zuhause oder an jedem anderen Ort mit Internetanschluss.
Nach der Buchung erhalten Sie einen Einladungslink und ein Passwort per E-Mail, mit dem Sie am gebuchten Termin Zutritt zum virtuellen Seminarraum erhalten.

Kosten
12 € Erwachsene(r)
10 € Mitglied(er)
10 € ermäßigt
Anmeldung
Studierende zahlen den ermäßigten Preis.
Hinweis
Nach Ihrer Buchung senden wir Ihnen per E-Mail eine Woche vor dem Termin einen Link zum Seminar und ein Zugangspasswort zu. Für dieses Seminar verwendet die Kunsthalle Bremen die Kommunikation-Plattform ZOOM.

Online-Akademie der Kunsthalle Bremen – Die Künstlerkolonie Worpswede

Kunsthalle Bremen | Online-Akademie
Als erstes Kunstmuseum in Deutschland bietet die Kunsthalle Bremen eine interaktive Online-Akademie an. So wird kulturelle Bildung im Austausch mit anderen Menschen möglich – zuhause oder an jedem anderen Ort mit Internetanschluss.
Nach der Buchung erhalten Sie einen Einladungslink und ein Passwort per E-Mail, mit dem Sie am gebuchten Termin Zutritt zum virtuellen Seminarraum erhalten.

Kosten
12 € Erwachsene(r)
10 € Mitglied(er)
10 € ermäßigt
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Studierende zahlen den ermäßigten Preis.
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Online-Akademie der Kunsthalle Bremen – Gerhard Richter (*1932)

Kunsthalle Bremen | Online-Akademie
Als erstes Kunstmuseum in Deutschland bietet die Kunsthalle Bremen eine interaktive Online-Akademie an. So wird kulturelle Bildung im Austausch mit anderen Menschen möglich – zuhause oder an jedem anderen Ort mit Internetanschluss.
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Kosten
12 € Erwachsene(r)
10 € Mitglied(er)
10 € ermäßigt
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Studierende zahlen den ermäßigten Preis.
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Online-Akademie der Kunsthalle Bremen – Rembrandt van Rijn (1606-1669): Die Nachtwache

Kunsthalle Bremen | Online-Akademie
Als erstes Kunstmuseum in Deutschland bietet die Kunsthalle Bremen eine interaktive Online-Akademie an. So wird kulturelle Bildung im Austausch mit anderen Menschen möglich – zuhause oder an jedem anderen Ort mit Internetanschluss.
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Kosten
12 € Erwachsene(r)
10 € Mitglied(er)
10 € ermäßigt
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Studierende zahlen den ermäßigten Preis.
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