Mitgliederakademie der Kunsthalle Bremen – Einführung in die Ausstellung: Die Picasso-Connection

In der Kunsthalle Bremen befindet sich eine der bedeutendsten Sammlungen druckgraphischer Arbeiten Pablo Picassos. Wie kein anderer Künstler des 20. Jahrhunderts hat sich Picasso die Vielfalt der graphischen Techniken zu eigen gemacht und durch sein Spiel mit der künstlerischen Abwandlung erweitert.

So erwarb die Kunsthalle als eines der ersten deutschen Museen nach 1945 Werke des Künstlers. Die Ankäufe kamen durch den Bremer Galeristen Michael Hertz zustande, der Picassos Graphik exklusiv in Deutschland vertrat. Die Kunsthalle baute ihren Bestand an Papierarbeiten Picassos zum damals umfangreichsten in Deutschland aus. Der Sammlung verlieh sie damit konsequent ein modernes Gesicht, das bis heute fortwirkt: Picassos großformatige und farbige Lithographien und Linolschnitte haben zahlreiche Künstler inspiriert und diese Medien neu belebt. Im Seminar konzentrieren wir uns auf Picassos Stellung in der Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg, widmen uns ausgewählten Druckgraphiken und der Rolle der Kunsthalle Bremen als wegweisender Institution.

Kosten
20 € Mitglied(er)
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Online-Seminar – Der Kubismus – Braque und Picasso auf dem Weg in die Moderne

Rückblickend stellt sich die in den Jahren zwischen 1907 und 1911 von Georges Braque (1882–1963) und Pablo Picasso (1881–1973) gemeinsam vorangetriebene Entwicklung des sogenannten analytischen Kubismus als logischer Prozess dar: Die zunehmende Zersplitterung der Motive führt bis an die Grenze des Gegenständlichen – danach ist der Weg frei für jedwede Form von Abstraktion. In einer Welt im Umbruch, angeregt durch Begegnungen mit außereuropäischen Kulturen und der Malerei Paul Cézannes, kreierten Braque und Picasso nun eine Kunst, die auf die Möglichkeiten des Bildes und nicht mehr auf den visuellen Reiz des Gegenstandes setzte.

TERMIN Donnerstag, 5. November 2020, 19 bis 20.15 Uhr
KOSTENBEITRAG 12 Euro, Studierende 8 Euro
Anmeldung erforderlich

Voraussetzungen zur Teilnahme: Computer /Tablet mit Audioausgang bzw. Lautsprecher, für die Seminare nach Möglichkeit zusätzlich mit Kamera; stabile Internet-Verbindung. Zugang über das Videokonferenzprogramm Zoom (Browser oder Installation) mit dem in der Anmeldebestätigung versendeten Konferenzcode. Einwahl 10 Minuten vor Beginn der Veranstaltung unter Angabe des Namens oder eines eindeutigen Kürzels.

Online-Seminar – Der Kubismus: Braque und Picasso auf dem Weg in die Moderne

Rückblickend stellt sich die in den Jahren zwischen 1907 und 1911 von Georges Braque (1882–1963) und Pablo Picasso (1881–1973) gemeinsam vorangetriebene Entwicklung des sogenannten analytischen Kubismus als logischer Prozess dar: Die zunehmende Zersplitterung der Motive führt bis an die Grenze des Gegenständlichen – danach ist der Weg frei für jedwede Form von Abstraktion. In einer Welt im Umbruch, angeregt durch Begegnungen mit außereuropäischen Kulturen und der Malerei Paul Cézannes, kreierten Braque und Picasso nun eine Kunst, die auf die Möglichkeiten des Bildes und nicht mehr auf den visuellen Reiz des Gegenstandes setzte.

TERMIN Donnerstag, 5. November 2020, 11 bis 12.15 Uhr
KOSTENBEITRAG 12 Euro, Studierende 8 Euro
Anmeldung erforderlich

Voraussetzungen zur Teilnahme: Computer /Tablet mit Audioausgang bzw. Lautsprecher, für die Seminare nach Möglichkeit zusätzlich mit Kamera; stabile Internet-Verbindung. Zugang über das Videokonferenzprogramm Zoom (Browser oder Installation) mit dem in der Anmeldebestätigung versendeten Konferenzcode. Einwahl 10 Minuten vor Beginn der Veranstaltung unter Angabe des Namens oder eines eindeutigen Kürzels.

Online-Seminar – Monumente Europas: Die Kathedrale Notre-Dame in Paris

Die Kathedrale Notre-Dame in Paris gehört wie die Hagia Sophia in Istanbul, die Altneu-Synagoge in Prag, die Mezquita in Córdoba oder auch das Parlamentsgebäude in London zu denjenigen Monumenten, die als Wahrzeichen in die Geschichte des jeweiligen Landes eingegangen sind. Ihre einzigartige Erscheinung, ihre historische und kunsthistorische Stellung verleihen ihnen einen identitätsstiftenden Platz im kulturellen Gedächtnis. Unsere Online-Seminarreihe widmet sich jeweils einem dieser Denkmäler der europäischen Kulturgeschichte, den Zusammenhängen seiner Entstehung wie Rezeption. Notre-Dame wurde von 1163 bis 1345 auf der Île de la Cité im Herzen von Paris errichtet. Sie ist als nationales Monument und entscheidender Bau der frühen Gotik von größter Bedeutung; Architektur wie Skulpturenschmuck waren wegweisend für Baumeister und Bildhauer der Folgezeit. Ihr Brand im Jahr 2019 hat Menschen weltweit tief erschüttert.

TERMIN Donnerstag, 19. November 2020, 11 bis 12.15 Uhr
KOSTENBEITRAG 12 Euro, Studierende 8 Euro

Voraussetzungen zur Teilnahme: Computer /Tablet mit Audioausgang bzw. Lautsprecher, für die Seminare nach Möglichkeit zusätzlich mit Kamera; stabile Internet-Verbindung. Zugang über das Videokonferenzprogramm Zoom (Browser oder Installation) mit dem in der Anmeldebestätigung versendeten Konferenzcode. Einwahl 10 Minuten vor Beginn der Veranstaltung unter Angabe des Namens oder eines eindeutigen Kürzels.

Online-Seminar – Monumente Europas: Die Kathedrale Notre-Dame in Paris

Die Kathedrale Notre-Dame in Paris gehört wie die Hagia Sophia in Istanbul, die Altneu-Synagoge in Prag, die Mezquita in Córdoba oder auch das Parlamentsgebäude in London zu denjenigen Monumenten, die als Wahrzeichen in die Geschichte des jeweiligen Landes eingegangen sind. Ihre einzigartige Erscheinung, ihre historische und kunsthistorische Stellung verleihen ihnen einen identitätsstiftenden Platz im kulturellen Gedächtnis. Unsere Online-Seminarreihe widmet sich jeweils einem dieser Denkmäler der europäischen Kulturgeschichte, den Zusammenhängen seiner Entstehung wie Rezeption. Notre-Dame wurde von 1163 bis 1345 auf der Île de la Cité im Herzen von Paris errichtet. Sie ist als nationales Monument und entscheidender Bau der frühen Gotik von größter Bedeutung; Architektur wie Skulpturenschmuck waren wegweisend für Baumeister und Bildhauer der Folgezeit. Ihr Brand im Jahr 2019 hat Menschen weltweit tief erschüttert.

TERMIN Donnerstag, 19. November 2020, 19 bis 20.15 Uhr
KOSTENBEITRAG 12 Euro, Studierende 8 Euro

Voraussetzungen zur Teilnahme: Computer /Tablet mit Audioausgang bzw. Lautsprecher, für die Seminare nach Möglichkeit zusätzlich mit Kamera; stabile Internet-Verbindung. Zugang über das Videokonferenzprogramm Zoom (Browser oder Installation) mit dem in der Anmeldebestätigung versendeten Konferenzcode. Einwahl 10 Minuten vor Beginn der Veranstaltung unter Angabe des Namens oder eines eindeutigen Kürzels.

Online-Seminar – Gerhard Richter, Neo Rauch, Sigmar Polke:
 Sakrale Orte und zeitgenössische Kunst

Maler wie Gerhard Richter, Neo Rauch, Sigmar Polke, Imi Knoebel, aber auch Bildhauer wie Tony Cragg, haben in den vergangenen Jahren Kirchenfenster gestaltet. Die Werke sind farbintensiv, teils monumental, unkonventionell in Entwurf und Herstellungsverfahren, dabei in vielfältiger Hinsicht bewegend. So hinterlassen diese Künstler Spuren ihrer Zeit in den „ältesten Museen der Welt“, – mit Ewigkeitsanspruch?

Die Verbindung von sakralem Ort und zeitgenössischer Kunst hat in Frankreich bereits nach dem Zweiten Weltkrieg sensationelle Werke hervorgebracht, so etwa in der Wallfahrtskirche Le Corbusiers in Notre-Dame-du-Haut (Ronchamp, 1950–55) oder in der Chapelle du Rosaire (Vence, 1951) mit den einzigartigen Glaswerken von Henri Matisse. Gerhard Richters Fenster für den Kölner Dom machten hierzulande den Anfang einer Welle von avantgardistischen Beiträgen im sakralen Kontext. In diesem Herbst schließlich werden erneut Fenster von Richter eingeweiht: im saarländischen Tholey, dem ältesten Kloster Deutschlands.

In unserem Seminar geht es um die rasante Entwicklung zwischen Kirche und zeitgenössischer Kunst seit den neunziger Jahren des 20. Jahrhun-derts. Neben den Entwürfen Richters widmen wir uns den Werken Neo Rauchs im Naumburger Dom, Imi Knoebles Arbeiten für die Kathedrale in Reims, Markus Lüpertz‘ Gestaltungen für die Marktkirche in Hannover und nicht zuletzt vertiefen wir uns in die sensationellen Fenster für die Heilig-Kreuz-Kirche in München-Giesing des renommierten Foto- und Videokünstlers Christoph Brech.

Termin:
Freitag, 11. Dezember 2020,
17 bis 18.30 Uhr
*dieser Termin ist ausgebucht*

Zusatztermin:
Donnerstag, 17. Dezember 2020
19: bis 20:30 Uhr

Kosten:
20 Euro (inkl. 16 % Umsatzsteuer)

Anmeldung:
bis 04. Dezember 2020

Spätestens mit Ablauf der Anmeldefrist erhalten Sie eine Bestätigung mit allen weiteren Informationen.

Die Seminare finden über das Videokonferenztool Zoom statt. Der Zugang wird durch den vor dem Seminar von mir versendeten Link ermöglicht.

Hier geht es zur Anmeldung.

Online-Seminar – Manet, Monet, Degas: Impressionismus und Fotografie

Mit der Erfindung der Fotografie, deren Vorform 1839 in Paris unter dem Begriff „Daguerreotypie“ patentiert wurde, glaubte man den Zeichenstift aus der Hand legen zu können. Daguerre definierte seine Entwicklung als Verfahren, das der  Natur dabei helfe, „sich selbst abzubilden“. Und der Historienmaler Paul Delaroche, der bei der öffentlichen Präsentation der neuen Technik zugegen war, soll pathetisch ausgerufen haben: „Vom heutigen Tag an ist die Malerei tot!“

Tatsächlich bedeutete die Fotografie mitnichten das Ende der Malerei. Im Gegenteil: Die Maler profitierten in mehrfacher Hinsicht von dem neuen Medium. Die Generation der Impressionisten wuchs wie selbstverständlich mit der Fotografie auf; viele der Künstler verfügten im Laufe ihres Lebens selbst über eine Kamera. Etliche Maler arbeiteten nach fotografischen Vorlagen – auch wenn dies keiner offen zugegeben hätte. Die Konkurrenz der Medien sorgte für Schweigen auf beiden Seiten.

Die Malerei hatte nun die Chance, sich vom Zwang zur Realitätsabbildung zu befreien, sich auf die ihr eigenen Mittel der Farbe, Fläche und Form zu besinnen. Auch dies tat sie freilich in engem Austausch mit dem neuen Medium. Technische „Mängel“ des fotografischen Bildes wie mangelnde Schärfe, Verwischungen durch lange Belichtungszeiten, zufällige Bildausschnitte oder die Kulissenhaftigkeit von Studioaufnahmen wurden von den Künstlern als Bausteine einer modernen Malerei entdeckt.

Doch auch die Fotografie entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einem künstlerischen Medium, stets mit Blick auf die Malerei. In dieses wechselvolle Verhältnis tauchen wir vor dem Hintergrund jüngster Forschungsarbeiten ein.

Termin:
Sonntag, 08.11.2020,
17:00 bis 18:30 Uhr

Anmeldung:
bis 30. Oktober 2020

Kosten:
20,- Euro (inkl. 16% USt.)

Spätestens mit Ablauf der Anmeldefrist erhalten Sie eine Bestätigung mit allen weiteren Informationen.

Die Seminare finden über das Videokonferenztool Zoom statt. Der Zugang wird durch den vor dem Seminar von mir versendeten Link ermöglicht.

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Online-Seminar – 100 Meisterwerke des Impressionismus für Potsdam. Die Sammlung Plattner im Museum Barberini

Das Museum Barberini in Potsdam zeigt seit Anfang September dauerhaft die umfangreiche Sammlung impressionistischer Gemälde des Museumsgründers Hasso Plattner – darunter Meisterwerke von Monet, Renoir und Signac. Mit 34 Gemälden von Claude Monet sind außerhalb von Paris nirgends in Europa mehr Werke dieses Künstlers an einem Ort zu sehen. Potsdam wird damit eines der weltweit wichtigsten Zentren impressionistischer Malerei. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf lichtdurchfluteten Landschaftsdarstellungen.

Die Impressionisten lösten sich von den traditionellen Bildthemen und akademischen Malweisen, sie spiegelten zumeist den flüchtigen Augenblick in den jeweiligen Licht- und Luftverhältnissen. Im Jahr 1874 fand im Pariser Atelier des Fotografen Nadar die erste von insgesamt acht Impressionismus-Ausstellungen statt. Die Künstler präsentierten Bilder des modernen Großstadtlebens, des bürgerlichen Freizeitvergnügens und zeigten den Blick ins Private, zudem widmeten sie sich mit Vorliebe en plein air der Natur, der Sommerfrische in der Normandie und den Landpartien an der Seine. Eine aufgehellte Farbpalette, skizzenhafte Pinselführung und rasante Bildschnitte kennzeichnen einen Großteil der Gemälde. Impulse des japanischen Farbholzschnitts, die Auseinandersetzung mit der noch jungen Fotografie sowie den Alten Meistern zeugen vom Aufbruch in ein neues Zeitalter der Kunst.

Termin:
Freitag, 09. Oktober 2020,
17 bis 18.30 Uhr

Kosten: 20 Euro
(inkl. 16 % Umsatzsteuer)

Anmeldung:
bis 02. Oktober 2020

Spätestens mit Ablauf der Anmeldefrist erhalten Sie eine Bestätigung mit allen weiteren Informationen.

Die Seminare finden über das Videokonferenztool Zoom statt. Der Zugang wird durch den vor dem Seminar von mir versendeten Link ermöglicht.

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Gerhard Richter, Neo Rauch, Sigmar Polke:
 Sakrale Orte und zeitgenössische Kunst

Maler wie Gerhard Richter, Neo Rauch, Sigmar Polke, Imi Knoebel, aber auch Bildhauer wie Tony Cragg, haben in den vergangenen Jahren Kirchenfenster gestaltet. Die Werke sind farbintensiv, teils monumental, unkonventionell in Entwurf und Herstellungsverfahren, dabei in vielfältiger Hinsicht bewegend. So hinterlassen diese Künstler Spuren ihrer Zeit in den „ältesten Museen der Welt“, – mit Ewigkeitsanspruch?

Die Verbindung von sakralem Ort und zeitgenössischer Kunst hat in Frankreich bereits nach dem Zweiten Weltkrieg sensationelle Werke hervorgebracht, so etwa in der Wallfahrtskirche Le Corbusiers in Notre-Dame-du-Haut (Ronchamp, 1950–55) oder in der Chapelle du Rosaire (Vence, 1951) mit den einzigartigen Glaswerken von Henri Matisse. Gerhard Richters Fenster für den Kölner Dom machten hierzulande den Anfang einer Welle von avantgardistischen Beiträgen im sakralen Kontext. In diesem Herbst schließlich werden erneut Fenster von Richter eingeweiht: im saarländischen Tholey, dem ältesten Kloster Deutschlands. 

In unserem Seminar geht es um die rasante Entwicklung zwischen Kirche und zeitgenössischer Kunst seit den neunziger Jahren des 20. Jahrhun-derts. Neben den Entwürfen Richters widmen wir uns den Werken Neo Rauchs im Naumburger Dom, Imi Knoebles Arbeiten für die Kathedrale in Reims, Markus Lüpertz‘ Gestaltungen für die Marktkirche in Hannover und nicht zuletzt vertiefen wir uns in die sensationellen Fenster für die Heilig-Kreuz-Kirche in München-Giesing des renommierten Foto- und Videokünstlers Christoph Brech.

Termin:
Freitag, 11. Dezember 2020,
17 bis 18.30 Uhr

Zusatztermin:
Donnerstag, 17. Dezember 2020
19 bis 20:30 Uhr

Kosten:
20 Euro (inkl. 16 % Umsatzsteuer)

Anmeldung:
ausgebucht


Anmeldung:
bis 16. Dezember 2020


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Manet, Monet, Degas: Impressionismus und Fotografie

Mit der Erfindung der Fotografie, deren Vorform 1839 in Paris unter dem Begriff „Daguerreotypie“ patentiert wurde, glaubte man den Zeichenstift aus der Hand legen zu können. Daguerre definierte seine Entwicklung als Verfahren, das der  Natur dabei helfe, „sich selbst abzubilden“. Und der Historienmaler Paul Delaroche, der bei der öffentlichen Präsentation der neuen Technik zugegen war, soll pathetisch ausgerufen haben: „Vom heutigen Tag an ist die Malerei tot!“

Tatsächlich bedeutete die Fotografie mitnichten das Ende der Malerei. Im Gegenteil: Die Maler profitierten in mehrfacher Hinsicht von dem neuen Medium. Die Generation der Impressionisten wuchs wie selbstverständlich mit der Fotografie auf; viele der Künstler verfügten im Laufe ihres Lebens selbst über eine Kamera. Etliche Maler arbeiteten nach fotografischen Vorlagen – auch wenn dies keiner offen zugegeben hätte. Die Konkurrenz der Medien sorgte für Schweigen auf beiden Seiten.

Die Malerei hatte nun die Chance, sich vom Zwang zur Realitätsabbildung zu befreien, sich auf die ihr eigenen Mittel der Farbe, Fläche und Form zu besinnen. Auch dies tat sie freilich in engem Austausch mit dem neuen Medium. Technische „Mängel“ des fotografischen Bildes wie mangelnde Schärfe, Verwischungen durch lange Belichtungszeiten, zufällige Bildausschnitte oder die Kulissenhaftigkeit von Studioaufnahmen wurden von den Künstlern als Bausteine einer modernen Malerei entdeckt.

Doch auch die Fotografie entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einem künstlerischen Medium, stets mit Blick auf die Malerei. In dieses wechselvolle Verhältnis tauchen wir vor dem Hintergrund jüngster Forschungsarbeiten ein.

Termin:
Sonntag, 08.11.2020,
17:00 bis 18:30 Uhr

Anmeldung:
bis 30. Oktober 2020

Kosten:
20,- Euro (inkl. 16% USt.)


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