Das Material der Kunst. Teil III: Wachs – Zwischen Leben und Tod

Als Edgar Degas seine „Kleine Tänzerin von 14 Jahren“ 1881 der Öffentlichkeit präsentierte, war die Aufregung groß: Aus Wachs gefertigt und nahezu lebensgroß, ausgestattet mit echtem Haar und real bekleidet, ließ die Figur jene Idealisierung vermissen, die man von einer Marmor- oder Bronzeplastik gewohnt war. Dementsprechend erregten sich die Kritiker über die „schreckliche Wirklichkeit“, die ihnen gegenüberstand: Es ginge ja noch an, wenn Degas sie „in ein zoologisches, anthropologisches oder psychologisches Museum gestellt hätte – aber in ein Kunstmuseum!“

Gerade das Vermögen des Materials, Haut und Fleisch täuschend echt zu imitieren, brachte es also in Misskredit: Die Grenzen zwischen Kunst und Wirklichkeit, Leben und Tod schienen sich aufzulösen. Dabei hatte Wachs über Jahrhunderte eine bedeutende Rolle in der abendländischen Kultur gespielt – die Geschichte seiner Verwendung reicht vom antiken Totenkult über das christliche Votivwesen und die Sepulkralkultur des Mittelalters bis zur anatomischen Plastik. Aus der Hochkunst wurde es freilich spätestens im Klassizismus des 18. Jahrhunderts ausgeschlossen und ins Panoptikum verbannt. Erst mit Degas, später dann mit Joseph Beuys, Paul Thek, Bruce Nauman, Robert Gober oder Kiki Smith setzte die künstlerische Renaissance des Materials ein.

In unserer Reihe beschäftigen wir uns mit der Geschichte und Bedeutung der künstlerischen Materialien. Zu den überlieferten Werkstoffen Stein, Bronze oder Holz traten vor allem in der Moderne zahllose neue hinzu. Vom Gips über die Industrie- und Alltagsmaterialien bis hin zum menschlichen Körper: Alles konnte schließlich zum Material der Kunst werden.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum statt.

Lektüretipp:
Lexikon des künstlerischen Materials. Werkstoffe der modernen Kunst von Abfall bis Zinn, hg. von Monika Wagner u. a., Verlag C.H. Beck 2010, 15,95 Euro

LEITUNG Dr. Alice Gudera, Florian Britsch, M. A.
TERMIN Mittwoch, 2. Oktober 2019, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 29 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Rembrandt: Meister des Goldenen Zeitalters der Niederlande

Die Hamburger Kunsthalle würdigt in diesem Jahr aus Anlass seines 350. Todestages am 4. Oktober einen der bedeutendsten Künstler der neueren Geschichte: Rembrandt Harmensz. van Rijn (1606–1669). Die Präsentation der umfangreichen Bestände des Hauses, die sich in die großen Jubiläumsveranstaltungen im In- und Ausland einreiht, nehmen wir zum Anlass, den Künstler zunächst in seiner Zeit kennenzulernen, um im zweiten Teil in intensives Studium vor den Originalen anzuschließen. Vor allem die Auswahl der 60 von insgesamt 300 Radierungen internationalen Ranges aus dem Kupferstichkabinett verspricht Begegnungen mit einer feinsinnigen, dabei spektakulären und innovativen Darstellungsweise. Daneben vermitteln die beiden Gemälde der Kunsthalle eine eindrucksvolle Sicht auf die frühe, bereits wegweisende Schaffensphase. Malerei und Druckgraphik bestechen gleichermaßen in ihrem Charakter und stehen bei Rembrandt als jeweils hochgeschätzte, eigenständige Werke nebeneinander.

Als genialer Maler, Radierer und Zeichner des „Goldenen Zeitalters“ der Niederlande gab Rembrandt einer glanzvollen Epoche ein höchst eindringliches künstlerisches Gesicht: Er schuf etwa mit der „Nachtwache“ oder den „Staalmeesters“ eine neue Formulierung des für die junge Republik so bedeutenden Gruppenporträts, er verlieh seinem Gegenüber in den Porträts eine Präsenz und Einzigartigkeit, die schon im 17. Jahrhundert allseits bewundert wurde, entwickelte eine psychologische Durchdringung des historischen Dramas auf Leinwand und Papier, wie sie für Nachfolger fast unerreichbar schien und ging dabei so mutig und unkonventionell mit Farbe, Pinsel und Radiernadel um, dass er schließlich seit dem 19. Jahrhundert zum Vorbild für die Moderne wurde.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum sowie in der Ausstellung statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Donnerstag, 5. September 2019, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 26 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Rembrandt: Meister des Goldenen Zeitalters der Niederlande

Die Hamburger Kunsthalle würdigt in diesem Jahr aus Anlass seines 350. Todestages am 4. Oktober einen der bedeutendsten Künstler der neueren Geschichte: Rembrandt Harmensz. van Rijn (1606–1669). Die Präsentation der umfangreichen Bestände des Hauses, die sich in die großen Jubiläumsveranstaltungen im In- und Ausland einreiht, nehmen wir zum Anlass, den Künstler zunächst in seiner Zeit kennenzulernen, um im zweiten Teil in intensives Studium vor den Originalen anzuschließen. Vor allem die Auswahl der 60 von insgesamt 300 Radierungen internationalen Ranges aus dem Kupferstichkabinett verspricht Begegnungen mit einer feinsinnigen, dabei spektakulären und innovativen Darstellungsweise. Daneben vermitteln die beiden Gemälde der Kunsthalle eine eindrucksvolle Sicht auf die frühe, bereits wegweisende Schaffensphase. Malerei und Druckgraphik bestechen gleichermaßen in ihrem Charakter und stehen bei Rembrandt als jeweils hochgeschätzte, eigenständige Werke nebeneinander.

Als genialer Maler, Radierer und Zeichner des „Goldenen Zeitalters“ der Niederlande gab Rembrandt einer glanzvollen Epoche ein höchst eindringliches künstlerisches Gesicht: Er schuf etwa mit der „Nachtwache“ oder den „Staalmeesters“ eine neue Formulierung des für die junge Republik so bedeutenden Gruppenporträts, er verlieh seinem Gegenüber in den Porträts eine Präsenz und Einzigartigkeit, die schon im 17. Jahrhundert allseits bewundert wurde, entwickelte eine psychologische Durchdringung des historischen Dramas auf Leinwand und Papier, wie sie für Nachfolger fast unerreichbar schien und ging dabei so mutig und unkonventionell mit Farbe, Pinsel und Radiernadel um, dass er schließlich seit dem 19. Jahrhundert zum Vorbild für die Moderne wurde.

Das Seminar findet im Veranstaltungsraum sowie in der Ausstellung statt.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Mittwoch, 4. September 2019, 11 bis 15 Uhr
KOSTENBEITRAG 26 Euro, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Henry van de Velde – Vom Jugendstil zum Bauhaus

Der aus Antwerpen stammende Henry van de Velde (1863–1957) gehört zu den wichtigsten Künstlern des Jugendstils und bereitete zugleich den Weg für das Bauhaus in Weimar. Mit seinen Entwürfen trug er maßgeblich zur Revolution gegen den historisierenden Geschmack des ausgehenden 19. Jahrhunderts bei.

Van de Velde begann seine Karriere als Maler, war Mitglied der legendären Gruppe „Le Vingt“ und kam unter dem Einfluss der englischen Arts and Crafts-Bewegung mit ihrer Rückbesinnung auf handwerkliche Fähigkeiten und Materialgerechtigkeit zu Architektur und Inneneinrichtung. Im Jahr 1900 zog er nach Berlin, zwei Jahre später nach Weimar. Aus der dort 1903 von ihm mitbegründeten Kunstgewerbeschule, die er ab 1907 auch leitete, sollte nach der Zusammenlegung mit der Kunsthochschule 1919 unter der Führung von Walter Gropius das Bauhaus hervorgehen. Bereits van de Veldes Ziel war eine Aufhebung der Trennung von Kunst und Handwerk, ein „Gesamtkunstwerk, welches in der Architektur gipfelt“. Gropius’ im Bauhaus-Manifest formulierte Vision einer Vereinigung der Künste zum „Bau der Zukunft“ konnte hier nahtlos anschließen.

Van de Velde hatte schon vor der Jahrhundertwende Kontakt zu den wegweisenden Persönlichkeiten, die der Moderne die Türen öffneten: dem Sammler und Kunsthändler Siegfried Bing, dem Kunstschriftsteller Julius Meier-Gräfe und vor allem zu Karl Ernst Osthaus, dessen berühmtes Folkwang-Museum er in Hagen gestaltete. Harry Graf Kessler brachte ihn schließlich nach Weimar, wo noch heute das Nietzsche-Archiv, das Wohnhaus van de Veldes und die ehemalige Kunstgewerbewerbeschule Zeugnis von der neuartigen Gestaltungsidee des Belgiers ablegen.

Unser Seminar findet im Veranstaltungsraum sowie im Museum für Kunst und Gewerbe statt, wo wir etliche Entwürfe van de Veldes im Original studieren können.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Donnerstag, 11. Juli 2019, 11 bis 15.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 32 Euro inkl. Eintritt ins Museum für Kunst und Gewerbe, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Wir bieten dieses Seminar alternativ auch am 14.6., 2.7. + 9.7. an.

Henry van de Velde – Vom Jugendstil zum Bauhaus

Der aus Antwerpen stammende Henry van de Velde (1863–1957) gehört zu den wichtigsten Künstlern des Jugendstils und bereitete zugleich den Weg für das Bauhaus in Weimar. Mit seinen Entwürfen trug er maßgeblich zur Revolution gegen den historisierenden Geschmack des ausgehenden 19. Jahrhunderts bei.

Van de Velde begann seine Karriere als Maler, war Mitglied der legendären Gruppe „Le Vingt“ und kam unter dem Einfluss der englischen Arts and Crafts-Bewegung mit ihrer Rückbesinnung auf handwerkliche Fähigkeiten und Materialgerechtigkeit zu Architektur und Inneneinrichtung. Im Jahr 1900 zog er nach Berlin, zwei Jahre später nach Weimar. Aus der dort 1903 von ihm mitbegründeten Kunstgewerbeschule, die er ab 1907 auch leitete, sollte nach der Zusammenlegung mit der Kunsthochschule 1919 unter der Führung von Walter Gropius das Bauhaus hervorgehen. Bereits van de Veldes Ziel war eine Aufhebung der Trennung von Kunst und Handwerk, ein „Gesamtkunstwerk, welches in der Architektur gipfelt“. Gropius’ im Bauhaus-Manifest formulierte Vision einer Vereinigung der Künste zum „Bau der Zukunft“ konnte hier nahtlos anschließen.

Van de Velde hatte schon vor der Jahrhundertwende Kontakt zu den wegweisenden Persönlichkeiten, die der Moderne die Türen öffneten: dem Sammler und Kunsthändler Siegfried Bing, dem Kunstschriftsteller Julius Meier-Gräfe und vor allem zu Karl Ernst Osthaus, dessen berühmtes Folkwang-Museum er in Hagen gestaltete. Harry Graf Kessler brachte ihn schließlich nach Weimar, wo noch heute das Nietzsche-Archiv, das Wohnhaus van de Veldes und die ehemalige Kunstgewerbewerbeschule Zeugnis von der neuartigen Gestaltungsidee des Belgiers ablegen.

Unser Seminar findet im Veranstaltungsraum sowie im Museum für Kunst und Gewerbe statt, wo wir etliche Entwürfe van de Veldes im Original studieren können.

LEITUNG Dr. Alice Gudera
TERMIN Dienstag, 9. Juli 2019, 11 bis 15.30 Uhr
KOSTENBEITRAG 32 Euro inkl. Eintritt ins Museum für Kunst und Gewerbe, Zuzahlung für Nichtmitglieder 5 Euro (zzgl. Eintritt)
Anmeldung erforderlich

Wir bieten dieses Seminar alternativ auch am 14.6., 2.7. + 11.7. an.

Mitgliederakademie der Kunsthalle Bremen – Kunstgeschichteseminar: Vom Mittelalter in die Gegenwart – Die Kunst des Klassizismus. Teil IV: Malerei

„Der einzige Weg für uns groß, ja, wenn es möglich ist, unnachahmlich zu werden, ist die Nachahmung der Alten.“ Diese 1755 formulierte Maxime des deutschen Archäologen Johann Joachim Winckelmann (1717–1768) markiert den Durchbruch zu einer bedeutenden Neuorientierung in Kunst und Gesellschaft, bei der die Nachahmung des klassischen Altertums zum Programm wurde. Sie ist untrennbar mit der Erforschung der antiken Stätten einhergegangen: Ab 1711 hatte man begonnen Herculaneum, ab 1733 Pompeji auszugraben. 1751–55 wurden erstmals die antiken Tempel in Athen vermessen. Im Geist der Aufklärung entdeckte man die Größe der antiken Kunst mit ihren edlen und klaren Formen neu und suchte damit ein Gegenmodell zum Barock, dessen verspielten Pomp man mit feudalistischen Herrschaftssystemen assoziierte. Im Seminar werden die bedeutenden Denkmäler der klassizistischen Architektur in England, Frankreich und Deutschland behandelt. Wir lernen die eindrucksvollen Ausformungen des Klassizismus in der Skulptur und im Möbel kennen und werden bei der Malerei schließlich dazu kommen, wie Klassizismus und Romantik sehr bald ineinander übergehen.

Termine:
7.9. Einführung Klassische Architektur
14.9. Skulptur
21.9. Möbel, Kunsthandwerk
28.9. Malerei

Kosten
18 € Mitglied(er)
60 € Mitglied(er) / alle Termine

Mitgliederakademie der Kunsthalle Bremen – Kunstgeschichteseminar: Vom Mittelalter in die Gegenwart – Die Kunst des Klassizismus. Teil II: Skulptur

„Der einzige Weg für uns groß, ja, wenn es möglich ist, unnachahmlich zu werden, ist die Nachahmung der Alten.“ Diese 1755 formulierte Maxime des deutschen Archäologen Johann Joachim Winckelmann (1717–1768) markiert den Durchbruch zu einer bedeutenden Neuorientierung in Kunst und Gesellschaft, bei der die Nachahmung des klassischen Altertums zum Programm wurde. Sie ist untrennbar mit der Erforschung der antiken Stätten einhergegangen: Ab 1711 hatte man begonnen Herculaneum, ab 1733 Pompeji auszugraben. 1751–55 wurden erstmals die antiken Tempel in Athen vermessen. Im Geist der Aufklärung entdeckte man die Größe der antiken Kunst mit ihren edlen und klaren Formen neu und suchte damit ein Gegenmodell zum Barock, dessen verspielten Pomp man mit feudalistischen Herrschaftssystemen assoziierte. Im Seminar werden die bedeutenden Denkmäler der klassizistischen Architektur in England, Frankreich und Deutschland behandelt. Wir lernen die eindrucksvollen Ausformungen des Klassizismus in der Skulptur und im Möbel kennen und werden bei der Malerei schließlich dazu kommen, wie Klassizismus und Romantik sehr bald ineinander übergehen.

Termine:
7.9. Einführung Klassische Architektur
14.9. Skulptur
21.9. Möbel, Kunsthandwerk
28.9. Malerei

Kosten
18 € Mitglied(er)
60 € Mitglied(er) / alle Termine

Mitgliederakademie der Kunsthalle Bremen – Kunstgeschichteseminar: Vom Mittelalter in die Gegenwart – Die Kunst des Klassizismus. Teil III: Möbel, Kunsthandwerk

„Der einzige Weg für uns groß, ja, wenn es möglich ist, unnachahmlich zu werden, ist die Nachahmung der Alten.“ Diese 1755 formulierte Maxime des deutschen Archäologen Johann Joachim Winckelmann (1717–1768) markiert den Durchbruch zu einer bedeutenden Neuorientierung in Kunst und Gesellschaft, bei der die Nachahmung des klassischen Altertums zum Programm wurde. Sie ist untrennbar mit der Erforschung der antiken Stätten einhergegangen: Ab 1711 hatte man begonnen Herculaneum, ab 1733 Pompeji auszugraben. 1751–55 wurden erstmals die antiken Tempel in Athen vermessen. Im Geist der Aufklärung entdeckte man die Größe der antiken Kunst mit ihren edlen und klaren Formen neu und suchte damit ein Gegenmodell zum Barock, dessen verspielten Pomp man mit feudalistischen Herrschaftssystemen assoziierte. Im Seminar werden die bedeutenden Denkmäler der klassizistischen Architektur in England, Frankreich und Deutschland behandelt. Wir lernen die eindrucksvollen Ausformungen des Klassizismus in der Skulptur und im Möbel kennen und werden bei der Malerei schließlich dazu kommen, wie Klassizismus und Romantik sehr bald ineinander übergehen.

Termine:
7.9. Einführung Klassische Architektur
14.9. Skulptur
21.9. Möbel, Kunsthandwerk
28.9. Malerei

Kosten
18 € Mitglied(er)
60 € Mitglied(er) / alle Termine

Mitgliederakademie der Kunsthalle Bremen – Kunstgeschichteseminar: Vom Mittelalter in die Gegenwart – Die Kunst des Klassizismus. Teil I: Einführung/Klassizistische Architektur

„Der einzige Weg für uns groß, ja, wenn es möglich ist, unnachahmlich zu werden, ist die Nachahmung der Alten.“ Diese 1755 formulierte Maxime des deutschen Archäologen Johann Joachim Winckelmann (1717–1768) markiert den Durchbruch zu einer bedeutenden Neuorientierung in Kunst und Gesellschaft, bei der die Nachahmung des klassischen Altertums zum Programm wurde. Sie ist untrennbar mit der Erforschung der antiken Stätten einhergegangen: Ab 1711 hatte man begonnen Herculaneum, ab 1733 Pompeji auszugraben. 1751–55 wurden erstmals die antiken Tempel in Athen vermessen. Im Geist der Aufklärung entdeckte man die Größe der antiken Kunst mit ihren edlen und klaren Formen neu und suchte damit ein Gegenmodell zum Barock, dessen verspielten Pomp man mit feudalistischen Herrschaftssystemen assoziierte. Im Seminar werden die bedeutenden Denkmäler der klassizistischen Architektur in England, Frankreich und Deutschland behandelt. Wir lernen die eindrucksvollen Ausformungen des Klassizismus in der Skulptur und im Möbel kennen und werden bei der Malerei schließlich dazu kommen, wie Klassizismus und Romantik sehr bald ineinander übergehen.

Termine:
7.9. Einführung Klassische Architektur
14.9. Skulptur
21.9. Möbel, Kunsthandwerk
28.9. Malerei

Kosten
18 € Mitglied(er)
60 € Mitglied(er) / alle Termine

Mitgliederakademie der Kunsthalle Bremen – Einführung: Karin Kneffel. Still

Die in Kooperation zwischen der Kunsthalle Bremen und dem Museum Frieder Burda in Baden-Baden gezeigte Ausstellung stellt in einer beeindruckenden Werkauswahl die Künstlerin Karin Kneffel (*1957 in Marl) vor, die zu den zentralen Vertreterinnen der zeitgenössischen Malerei gehört. Bekanntheit erlangte sie in ihrem Frühwerk mit der realistischen Darstellung von überdimensionierten Früchten und einer Werkserie von in Nahsicht abgebildeten Tierportraits. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich nun mit komplexen Raum- und Zeitschichtungen und blickt mit mehrdeutigen Wahrnehmungs- und Bildstrategien auf die Kunst- und Architekturgeschichte. Die Ausstellung zeigt Kneffels künstlerische Entwicklung von den frühen 1990er-Jahren bis in die Gegenwart und umfasst monumentale Gemälde wie auch grafische Arbeiten.
Karin Kneffel studierte an der Kunstakademie Düsseldorf, wo sie Meisterschülerin von Gerhard Richter war. Von 2000 bis 2008 lehrte sie als Professorin für Malerei an der Hochschule für Künste in Bremen. Seither ist sie Professorin an der Akademie der bildenden Künste in München. Die Werke von Karin Kneffel finden sich in Sammlungen wie dem Landesmuseum Bonn, dem Kunstmuseum Bremerhaven, dem Museum Frieder Burda, zahlreichen internationalen Galerien sowie Privatsammlungen.

Kosten 18 € Mitglied(er)